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  • Dead Rising 4 im Test: Zombies sind zum Splattern da - mit Review-Video Updated
    Quelle: Microsoft

    Dead Rising 4 im Test: Zombies sind zum Splattern da - mit Review-Video

    Mit Dead Rising 4 darf erstmals ein Teil der Dead Rising-Serie auch in Deutschland erscheinen. Aber hat sich Warten in diesem Fall auch gelohnt? Im Test zu Dead Rising 4 haben wir die Zombiemetzelei auf ihren Spaßfaktor untersucht. Wurde die Serie mit dem neuesten Teil wirklich verraten?

    Die Meldung kam schon ein bisschen überraschend: Dead Rising 4 erscheint ohne Jugendfreigabe (also ab 18 Jahren) in Deutschland. Während die vorangegangenen drei Ableger allesamt indiziert waren (Teil Eins und Zwei wurden sogar beschlagnahmt), schaffte es Nummer Vier nach langen Berufungs- und Apellationsverfahren vor der USK zur endgültigen Freigabe. Wir haben uns mit Säurehammer, Nagelpistole und Dinosaurierhelm in den Kampf gegen die Zombie-Seuche gestürzt und verraten euch im Test, ob und für wen sich das gammelfleischhaltige Spiel lohnt.

    07:33
    Dead Rising 4: Video-Review der Zombie-Schlachtbude
    Spielecover zu Dead Rising 4
    Dead Rising 4

    Dead Rising 4 im Test: Zurück nach Willamette

    Um es gleich vorwegzunehmen: Dead Rising 4 macht einiges anders als die älteren Serienteile und hat damit eine ganze Reihe Fans der Reihe vergrault. Es gibt kein Zeitlimit mehr, die Psychopathen sind zu Randerscheinungen geworden und Kombo-Waffen basteln wir uns im Vorbeigehen zusammen. Der Aufschrei in diversen Kommentaren und Bewertungen ist groß, Capcom habe die Serie "verraten", so der etwas pathetische Vorwurf.
    Manchmal hilft nur wildes Ballern: Immer schön auf die Gammelrüben halten, das spart Munition. Manchmal hilft nur wildes Ballern: Immer schön auf die Gammelrüben halten, das spart Munition. Quelle: PC Games Dabei wird mit Frank West sogar der Protagonist des ersten Dead Rising reaktiviert. Es geht wieder nach Willamette, diesem geplagten kleinen Ort, in dem der Serien-Splatter seinen Anfang nahm. Journalist West wird von seiner Schülerin Vick etwas unorthodox dazu gebracht, in einer Forschungseinrichtung beunruhigenden Gerüchten auf den Grund zu gehen. Diese Gerüchte manifestieren sich schnell in Form von Zombies, deren Hunger auf Frischfleisch mit Schraubenschlüssel & Co. aktiv kuriert werden muss. Zusätzlich machen wir erste Bekanntschaft mit einer Söldnertruppe, die in den Ausbruch verwickelt zu sein scheint und offenbar versucht, noch Schlimmeres zu vertuschen.

    Wie ein Gemälde von Nitsch: Exo-Suit an, Kampfaxt raus, rein in die Zombiemenge und Mixer spielen. Wie ein Gemälde von Nitsch: Exo-Suit an, Kampfaxt raus, rein in die Zombiemenge und Mixer spielen. Quelle: PC Games Es entspinnt sich eine vorhersehbare und teilweise an Zombiehaaren herbeigezogene Geschichte, die aber im Kontext des Spieldesigns funktioniert und den Spieler durch viele gute Zwischensequenzen gekonnt bei der Stange hält. Problematisch ist allerdings der Versuch der Entwickler, die Story in Teilen etwas zu ernst zu nehmen. West wird als ein zynisch-sarkastischer Drecksack präsentiert, der so ziemlich alles mit mehr oder minder witzigen Kommentaren garniert. In Verbindung mit den total verrückten Kombo-Waffen entsteht eine gewisse Absurdität, die sich durch das ganze Spiel zieht und den Großteil vom Spielspaß ausmacht. Ernste Themen wie Moral im Journalismus oder in der Forschung wirken dabei manchmal etwas aufgesetzt.

    Dead Rising 4 im Test: Das Kinderfahrrad als Massenvernichtungswaffe

          

    Dead Rising 4 ist keine Charakterstudie und die Versuche der Autoren, den Spieler emotional zu involvieren, sind schon allein durch die abgefahrenen Gewaltorgien zum Scheitern verurteilt (abgesehen vielleicht vom bisher einzigen Ende). Das Spiel lebt davon, auf möglichst irrwitzige Art hunderte Zombies durch den virtuellen Fleischwolf zu drehen. Dafür stehen uns vom Dolch bis zur Panzerfaust jede Menge Waffen zur Verfügung. Richtig interessant wird's aber erst durch die Kombo-Waffen, für die wir Baupläne sammeln: Eine Eis-Chaingun klöppeln wir aus einer Eismaschine und einem Toaster zusammen, mit einem Vorschlaghammer und Granaten sorgen wir für explosive Nahkampferfahrungen (besonders cool: Damit können wir auch Autos in Zombiemassen schleudern!) - und ein Weihnachtskranz wird mit Hilfe eines elektrischen Bauteils zu einer fetzigen Feiertagsüberraschung.

    Noch verrückter sind die Fahrzeug-Kombinationen. Es macht ja schon einen Heidenspaß, in einem Polizeiauto durch tausende Zombies zu rasen. Ein Kinderfahrrad mit einem Rasenmäher verleiht der Sache aber eine viel persönlichere Note - und erzeugt nebenbei ein Vielfaches an Zombie-Ketchup-Matsch. Wer lieber auf Distanz geht, der baut sich einen Kampfbuggy mit Minigun und Raketenwerfer: Es ist ein morbider Augenschmaus, wenn das Zombie-Gezuppel nach einem Raketeneinschlag (ganz oder in Teilen) durch die Luft fliegt.
    Aber auch mit Autos lässt sich viel fauliges Untoten-Volk vernichten. Einfach Gas geben und draufhalten. Aber auch mit Autos lässt sich viel fauliges Untoten-Volk vernichten. Einfach Gas geben und draufhalten. Quelle: PC Games Der Gewaltgrad ist also auch im vierten Teil extrem hoch und wird (ironischerweise) nur durch die völlig absurden Waffen (säurespritzender Dinosaurierhelm, Knallbonbons, Raketenarmbrust) gemildert. Der neue Exo-Suit zählt dagegen zu den eher "wissenschaftlich-brachialen" Neuerungen. Das mechanische Ganzkörper-Korsett verleiht uns die Kraft, riesige Miniguns, Flammenwerfer und monströse Äxte zu schwingen - oder einen Zombie mit einer Spezialaktion wenig appetitlich in der Mitte durchzureißen. Ist gerade keine "offizielle" Waffe da, reißen wir die nächste Parkuhr aus dem Boden und treiben die Parkgebühren mit sattem Keulenschwung durchs Faulvolk ein. Allerdings sind die Exo-Suits energieabhängig und können nur zeitweise getragen werden. Immer wieder nach neuen Suits zu suchen ist in der Open-World eher ermüdend, weshalb wir die Dinger nur angezogen haben, wenn wir direkt drüber gestolpert sind. Trotzdem addiert sich der Exo-Suit hervorragend zu den Pluspunkten auf der Abwechslungsliste.

    Dead Rising 4 im Test: Prestige ist alles

          

    Gelevelt wird mit Prestige-Punkten, die wir durch spektakuläre Zombie-Tötungen erreichen. Allerdings zählt das Umnieten der Virusträger mit einem Pickup auch dazu: Heizen wir lang genug über die Straßen (und Zombieberge) von Willamette, regnet es neben Leichenteilen auch noch Fertigkeitenpunkte. Das sorgt für ein gutes Gefühl stetigen Fortschritts. Die recht umfangreichen Talentbäume bringen uns zusätzliche Inventarplätze, mehr Munition, Regeneration oder verbesserte Haltbarkeit der Waffen. Unsere Arbeitsmittel (inklusive der Fahrzeuge) gehen nämlich irgendwann kaputt oder haben keine Munition mehr - und dann müssen wir neue bauen, um den letzten menschlichen Einwohnern der Stadt helfen zu können.

    Neben den Zombies laufen wir nämlich auch Überlebenden über den Weg, die meistens in der Klemme stecken. In verseuchten Bunkern machen wir erst auf Kammerjäger und finden danach Händler für Waffen, Karten oder Fahrzeuge vor. Retten wir in der Umgebung eines Bunkers weitere Überlebende vor Zombiehorden (Zombies töten reicht, wir müssen die Leute nicht mehr zum Bunker eskortieren), leveln wir den Bunker auf und schalten neue Angebote frei. Doch wie die meisten der Unmengen an Sammelobjekten im Spiel wirkt das irgendwann belanglos: Ob wir alles erledigen, alles einsammeln, alles erkunden oder nicht, spielt keine Rolle. Die Degradierung zum Sammelzombie ist eine der größten Schwächen von Open-World-Spielen und das ist bei Dead Rising 4 nicht anders.


    Mit den richtigen Bauplänen basteln wir uns so lustige Sachen ... Quelle: PC Games ... wie dieses Klingenfeuerwerk. Warum das Ding so heißt, wird uns schnell klar. Quelle: PC Games

    Mit den richtigen Bauplänen basteln wir uns so lustige Sachen ... wie dieses Klingenfeuerwerk. Warum das Ding so heißt, wird uns schnell klar.


    Dead Rising 4 im Test: Freie Welt mit handzahmen Psychos

          

    Trotzdem funktioniert die große offene Welt lange Zeit gut, denn es reizt uns, neue Baupläne zu finden und... okay, zugegeben: Das ist eigentlich das einzige, was uns dazu motiviert, auch rechts und links des Weges Zombies zu klatschen. Legen wir dagegen Wert auf eine hervorragende Journalisten-Bewertung am Schluss eines Story-Kapitels, dann sollten wir möglichst alle Sammelobjekte (Zeitungen, Handys, Grafittis etc.) finden, alle wichtigen Fotos gemacht (Selfies mit Zombies sind der Knüller!) und alle Gebäude erkundet haben. Allerdings artet das schnell in langweilige Laufarbeit aus.
    Mit der ganzen Metzelei verdienen wir Prestige-Punkte, die uns wiederum Fertigkeitenpunkte bescheren, die wir in diesen vier Skillbäumen ausgeben. Mit der ganzen Metzelei verdienen wir Prestige-Punkte, die uns wiederum Fertigkeitenpunkte bescheren, die wir in diesen vier Skillbäumen ausgeben. Quelle: PC Games Die Psychopathen (bekannt aus den früheren Dead-Rising-Spielen) sind nur noch Randerscheinungen ohne eigene Zwischensequenzen, denen wir eher zufällig begegnen - beispielsweise wenn wir sie inmitten einer Zombiemenge überfahren. Eine Herausforderung sind sie - wie auch das gesamte Spiel, inklusive der Bossgegner - auf normalem Schwierigkeitsgrad (per DLC gibt es mittlerweile zwei höhere Schwierigkeitsgrade) überhaupt nicht. Eine Handvoll Tode hatten wir vor allem der wenig reaktionsfreudigen Steuerung zu verdanken, der man die Portierung von der Konsole deutlich anmerkt. So sprintet West nur mit deutlicher Verzögerung, und die Ausweichrolle will auch nicht immer so, wie wir wollen. Aus diesem Grund kann man das Spiel getrost mit dem Gamepad spielen.

    Größter Bug: Windows-Store

          

    Psychopathen gibt's nur noch als schlappe Zwischenboss-Version. Manchmal fahren wir in Zombiehorden zufällig über einen drüber. Psychopathen gibt's nur noch als schlappe Zwischenboss-Version. Manchmal fahren wir in Zombiehorden zufällig über einen drüber. Quelle: PC Games Grafisch ist Dead Rising 4 absolut ansehnlich, die Texturen sind überwiegend scharf und die Effekte (inklusive Sound) satt. Die deutsche Synchronisation leidet etwas an "Overacting" (insbesondere beim Protagonisten), geht aber sonst in Ordnung. Ruckler oder Abstürze hatten wir keine zu verzeichnen, das Spiel lief durchweg flüssig und stabil. Der Koop-Multiplayer funktioniert ebenfalls gut, den größten Spaß hat man hier aber vor allem mit Kumpels über Voice-Chat.

    Größtes technisches Manko ist die Anbindung an den Windows-Store: Häufig startete das Spiel erst nach einem halben Dutzend Versuchen oder stürzte wegen fehlgeschlagener Verbindung zur Xbox-App noch vor dem Hauptmenü ab. Wer sich das Theater sparen will, der wartet auf die Steam-Veröffentlichung im März 2017.

    Dead Rising 4 im Test: Fazit und Wertung

          


    Dead Rising 4 (PC)

    Spielspaß
    79 %
    Leserwertung:
     
    Bewerte dieses Spiel!
    Pro & Contra
    Extrem spaßiges Zombiegemetzel
    viele hundert Zombies überall
    Motivierende Bauplan-Suche
    massenhaft verrückte Kombo-Waffen
    witzige Kommentare von Frank West
    teilweise sehr witzige Dialoge
    gut inszenierte Story
    riesige Open-World-Karte
    drei Schwierigkeitsgrade
    kein Zeitlimit
    gutes Kontrollpunkt-Speichersystem
    ordentliche Grafik
    satter Sound
    Koop-Multiplayer
    Open-World-Sammelwahn ohne tieferen Sinn
    dünne Story
    schwache Psychopathen
    ebenso schwache Bosse
    insgesamt wenig herausfordernd
    hier und da Clippingfehler
    einige Steuerungsmacken
    Overtime-Ende kommt als Bezahl-DLC

    02:48
    Dead Rising 4: Entwickler-Video mit neuen Gameplay-Szenen
    Spielecover zu Dead Rising 4
    Dead Rising 4
    • Es gibt 10 Kommentare zum Artikel

      • Von Sanador Erfahrener Benutzer
        Der Part mit dem "Windows 10 Bug" missfällt mir ein bisschen.
        Wer sagt denn, dass es am Windows Store liegt und dass die Steam-Version besser laufen wird?
        Beispielsweise ist Gears of War 4 ein excellenter PC-Port und das trotz des Win10-Store.
      • Von MichaelG Erfahrener Benutzer
        Ich kann mich nicht beschweren. Keine 10 EUR bezahlt. 
      • Von martinsan Erfahrener Benutzer
        Ich liebe Dead Rising, Die "Rückschritte" im Teil 4 würden mich jetzt nicht sonderlich stören, Der Zeitfaktor z.B im Teil 3 war ja nicht wirklich schwer bzw. macht keinen Unterschied ob es das gibt oder nicht. Was mich stört ist der Preis. Da wart ich lieber noch etwas mit kaufen.
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Dead Rising 4
Dead Rising 4 im Test: Zombies sind zum Splattern da - mit Review-Video
Mit Dead Rising 4 darf erstmals ein Teil der Dead Rising-Serie auch in Deutschland erscheinen. Aber hat sich Warten in diesem Fall auch gelohnt? Im Test zu Dead Rising 4 haben wir die Zombiemetzelei auf ihren Spaßfaktor untersucht. Wurde die Serie mit dem neuesten Teil wirklich verraten?
http://www.pcgames.de/Dead-Rising-4-Spiel-50578/Tests/Review-1219734/
02.02.2017
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2017/02/Dead-Rising-4_KeyArt_Vert_RGB_Final-small_b2teaser_169.jpg
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