Griff in die Trickkiste
Hoch das Bein! Die Animationen der Tricks sind im Gegensatz zur Umgebung gut gelungen. Hier dient eine trockengelegte Poolanlage als Übungsgelände.
In Dave Mirra Freestyle BMX müssen Sie im Wettstreit mit den besten Fahrern beweisen, dass Sie mit einem Drahtesel mehr draufhaben, als brav den Radweg lang zu rollen und unaufmerksame Fußgänger mit der Klingel zu erschrecken. Glücklicherweise nur virtuell, denn die verrückten Aktionen wie Tailwhip, Lipslide oder Disaster würden jedem normalen Pedalentreter augenblicklich mehrere Wochen Streckverband oder Schlimmeres einbringen. Da sich die Einzel-Stunts beliebig kombinieren lassen, sorgen sage und schreibe mehr als 1.300 Tricks für reichlich Abwechslung. Je nach Spielmodus und Strecke sind die Anforderungen unterschiedlich: Während Sie in der Half-Pipe möglichst viele Punkte durch erfolgreiche Trickvariationen ergattern müssen, steht auf diversen Geländestrecken die Bewältigung vorgegebener Aufgaben an. So müssen Sie etwa in einer bestimmten Zeitspanne über Hindernisse springen oder bestimmte Wegpunkte erreichen. Als Eingabegerät empfiehlt sich ein gut ausgestattetes Gamepad, um komfortabel auf alle Funktionen zugreifen zu können. Aber selbst damit sind zunächst einige Übungsfahrten erforderlich, da der Schwierigkeitsgrad von Beginn an recht hoch ist. Erst wenn Sie die Tricks im Schlaf beherrschen, haben Sie Chancen, die Anforderungen der Parcours erfolgreich zu meistern und damit neue Outfits, Bikes und Strecken freizuschalten. Größter Kritikpunkt des Spiels ist die dürftige Grafik. Während die Animationen der Pixelakrobaten ganz ordentlich sind, wirkt die unbelebte Umgebung trist, die Texturen blass und grob. Darüber hinaus trüben Clipping-Fehler den Spielspaß. Immerhin sorgen renommierte Acts wie Cypress Hill, Pennywise und die Deftones für passende musikalische Unterhaltung.

