Enthüllt: Wer verdient wieviel an einem PC-Spiel?
Egal ob SPORE, Die Siedler: Aufbruch der Kulturen, STALKER: Clear Sky oder Geheimakte 2 - 45 Euro sind der durchschnittliche Preis, den Sie für eine PC-Neuheit zahlen. Ausnahmen wie Crysis Warhead (ca. 30 Euro) und der Landwirtschaftssimulator (unter 20 Euro) bestätigen die Regel. Taschenrechner raus, es geht los:
Unter Wölfen: Das Schwarze Auge: Drakensang rechnet sich nur, wenn mindestens 80.000 Rollenspielfans zugreifen.
- Zieht man die Mehrwertsteuer von 19 % ab, verbleiben 37,80 Euro.
- Von diesen 37,80 Euro behält Ihr Händler maximal 20 % - aufgrund des Preiskampfes in der Branche bleibt in der Realität aber weniger für Versender, Fachhändler, Kaufhäuser oder Ketten übrig. Legt man aber die 20 % zugrunde, verdient Ihr Händler höchstens 7,80 Euro, verbleiben 30 Euro.
- Der Großhändler erhält von diesen 30 Euro etwa 5 % (= 2 Euro).
- Für den Publisher (also beispielsweise Electronic Arts, Ubisoft, Activision Blizzard, Take 2 etc.) bleiben 28 Euro übrig.
- IGM beziffert die Produktionskosten (Schachtel, Anleitung, DVD etc.) auf rund 3 Euro pro Stück.
- Von den 25 Euro bezahlt der Publisher Entwicklung, Marketing, Lohnkosten und so weiter, möglicherweise auch Lizenzzahlungen (betrifft Spiele wie Harry Potter, FIFA, Spiderman, Guitar Hero etc.)
- Die Entwicklung eines Spiels wie Drakensang kostet mindestens 2 Millionen Euro (hier sind Kosten für Werbung etc. noch nicht berücksichtigt). Eine überschlagsmäßige Milchmädchenrechnung ergibt, dass Radon Labs und dtp mindestens 80.000 Stück verkaufen müssen, damit die Kosten wieder eingespielt werden. In Deutschland hat sich Drakensang bislang rund 50.000 Mal verkauft und gilt damit schon als "Sommerhit".
Die Entwicklung von Grad Theft Auto 4 hat angeblich über 100 Millionen Dollar verschlungen.
Machen Sie sich doch mal den Spaß und rechnen Sie aus, was von einem 10-Euro-Budgetspiel (etwa aus der Software-Pyramide) oder von einem Add-on für 20 bis 30 Euro für das Studio übrig bleibt.
IGM belegt im Übrigen auch anhand von Fakten, dass PC-Spiele in den vergangenen zehn Jahren inflationsbereinigt tatsächlich günstiger geworden sind. Legt man die Tarife von 1998 zugrunde (als Spiele wie Half-Life, Starcraft, Anno 1602 und Need for Speed: Hot Pursuit erschienen sind), müssten Spiele heute im Schnitt mindestens 48 Euro kosten.


Wer sowas dann auch noch unterstützt hat auch dann gefälligst den Mund zu halten und nicht zu jammern.
Aktuell durchschnittlich 45 €... Leute das ist ein Haufen Geld, den ICH als ( derzeitig arbeitsloser ) Konsument für EINEN Spielspass berappen…