Zauberhafte Online-Schlachten im M&M-Universum
"Ich fahre jetzt schon seit 25 Jahren Taxi in Paris, aber in dieser Gasse war ich noch nie" gesteht der Chauffeur, als er uns vor dem Le Cellier Saint Paul in Paris absetzt. Kein Wunder, schließlich wählte Ubisoft für die Multiplayer-Präsentation von Dark Messiah of Might and Magic statt einer 08/15-Touristenattraktion oder einem muffigen Hotelzimmer ein stilechtes, abgelegenes Kellergewölbe, das perfekt zum düsteren Ambiente des Fantasy-Shooters passt und aufgrund seiner extrem niedrigen Durchgänge beinahe an eine Goblinhöhle erinnert.
Zwei Entwicklerteams
Damit sich die Arkane-Studios (Arx Fatalis) voll und ganz auf die storylastige Einzelspielerkampagne (Vorschau in PC Games 08/2006) konzentrieren können, gab Ubisoft den Multiplayer bei Kuju Interactive (The Regiment, Train Simulator) in London in Auftrag. Eine vernünftige Entscheidung, denn die Briten sind auf dem besten Weg, Battlefield 2 & Co. die Schlachtfelder streitig zu machen. Davon konnten wir uns in dem Pariser Keller höchstpersönlich während einer über zweistündigen Redakteurs-LAN überzeugen.
Kampf um die Flaggen
Herzstück bildet der Crusade-Modus, bei dem Sie wie in Battlefield 2 um Flaggenpunkte kämpfen. Besonderheit: Fünf Karten sind zu einer großen Kampagne verknüpft. Das heißt, nach einer gespielten Karte ist das Match längst nicht zu Ende, sondern es geht auf dem nächsten Schauplatz weiter. Erobern beispielsweise die Untoten die Stadt Stonehelm, tobt die Schlacht in der nächsten Runde in den Katakomben, wären die Menschen hingegen siegreich gewesen, hätte das Programm die Map Vradek's Crossing geladen. Sobald ein Team die Heimatkarte des Gegners eingenommen hat, steht der Gesamtsieger fest. Was mitunter zwei bis drei Stunden dauern kann. Alles in allem eine ziemlich spannende Angelegenheit. Nur, mit insgesamt fünf Szenarien ist Dark Messiah etwas mager bestückt. Aber wie heißt es doch so schön: Qualität vor Quantität.
Stimmungsvolle Schauplätze
Die gespielten Karten hinterließen allesamt einen sehr guten Eindruck und boten viel Abwechslung. Mal kämpfen Sie auf einem gespenstischen Friedhof, dann in einer Bergregion, auf Brücken oder in einer riesigen Tempelanlage. Per Schalter aktivieren Sie Brücken oder Fallgitter und rücken so tiefer ins Feindgebiet vor. Die maximale Spielerzahl ist auf 32 begrenzt, was angesichts der weitläufigen und teils recht verschachtelten Levelarchitektur anfangs etwas gering erscheint, aber auch mit rund 16 Leuten kam während unserer LAN selten Langeweile auf. Neben Crusade wartet der Online-Part übrigens noch mit den klassischen Spielvarianten Deathmatch und Team-Deathmatch auf. Optisch unterscheidet sich der Multiplayer vom Singleplayer lediglich in einem Punkt, wie uns Alastair Halsby, der leitende Game Designer bei Kuju, verriet: "Wir haben auf die wunderschönen HDR-Effekte verzichtet, damit niemand einen Vorteil hat, wenn er sich im Schatten versteckt und der Rest geblendet wird." Eine sinnvolle Maßnahme.


Wie oft hab ich in wow-instanzen schon gedacht: "Scheiße, der Jäger ist tot!"
Hm. Bei Team Fortress Classic klappte das mit dem Spy auch Jahre nachdem das Feature alle hätten kennen müssen.
1.) Gibt es immer Noobs
2.) Denkt jeder, dass…
Völlig richtig! Zu einem…