Dark Messiah
Der hat Hand und Fuß!
Diesem riesigen Drachen kommen Sie mit normalen Waffen kaum bei. Vielleicht können Sie einen Stein vom Felsen lösen, der das Ungetüm erschlägt.
Normalerweise sehen Sie in einem Ego-Shooter von Ihrem Helden allerhöchstens die Hände. Nicht so bei Dark Messiah. Damit sich die hollywoodreif inszenierten Nahkämpfe noch authentischer anfühlen und die Identifikation mit dem Charakter leichter fällt, setzen die Entwickler auf die so genannte Body Awareness.
Werden Sie zum Beispiel niedergeschlagen und richten sich wieder auf, erkennen Sie dabei Sareths Füße, Beine und den durchtrainierten Oberkörper. Sogar seine gestählten Oberarmmuskeln können Sie begutachten, wenn er die Klinge hebt, um einen Hieb abzuwehren. Ein HUD wird es in der Welt von Dark Messiah - ähnlich wie bei Peter Jackson's King Kong - gar nicht erst geben. So wissen Sie nie genau, wie viel Lebensenergie dem Protagonisten bleibt. Auf ein Inventar brauchen Sie dafür nicht zu verzichten. Hier verwalten Sie rollenspieltypisch Waffen, Heiltränke und Zaubersprüche.
Half-Life-2-Technik an Bord
Nicht nur die epischen Schwertduelle rauben einem bei Dark Messiah of Might & Magic schon jetzt den Atem. Auch optisch hinterlässt der Actiontitel einen tollen Eindruck. Kein Wunder, schließlich steckt hinter der Grafikpracht die aktuellste Version der Source-Engine. Dank ihr sieht Dark Messiah sogar einen Tick besser aus als Half-Life 2. Denn die Franzosen setzen Valves jüngste Errungenschaft ein, den atmosphärischen Blendeffekt High Dynamic Range (HDR).
Er sorgt für spektakuläre und vor allem realistische Licht- und-Schatten-Spiele. Auch was die Physik-Engine anbelangt, ist Dark Messiah bestens gerüstet. Bei einem Kampf prügeln Sie nicht nur den Feind krankenhausreif, auch die Umgebung wird sichtbar in Mitleidenschaft gezogen. Tische gehen zu Bruch, Töpfe fliegen herum, Stühle brechen auseinander - nach einem Streit sieht es aus, als hätten Bud Spencer und Terence Hill in einem Saloon die Fäuste sprechen lassen.
Doch die Physik ist nicht nur nettes Beiwerk. Durch einen gezielten Schuss lassen sich beispielsweise riesige Säulen umschmeißen, die gleich mehrere Monster unter sich begraben. Für die Gestaltung dieser furchteinflößenden Bestien ist übrigens der bekannte Comic-Zeichner Olivier Ledroit verantwortlich. Auch die Landschaften und altertümlichen Bauwerke stammen aus der Feder des Franzosen, zu dessen populärsten Werken die im Carlsen-Verlag erschienenen Chroniken des Schwarzen Mondes zählen.

