DTM Race Driver 3
Kaum eine andere Rennspielserie hat ein so stimmiges Verhältniss zwischen Arcade und Simulation wie der DTM-Titel. Wir haben den neuen Teil bereits angespielt.
Abseits der Strecke glänzt DTM 3 mit schönen Partikeleffekten, etwa aufgewirbeltem Erdreich.
Das erfolgreiche Programmierteam der DTM-Reihe bleibt scheinbar weiterhin auf der Überholspur. Schon in diesem frühen Entwicklungsstadium trifft die Redewendung Masse UND Klasse haargenau auf den dritten Teil zu. Obwohl bei der uns vorliegenden Version lediglich ein Rennen aus jeder Serie verfügbar ist, kann man schon jetzt eine klare Tendenz feststellen: DTM Race Driver 3 bleibt auf dem eingeschlagenen Erfolgspfad und glänzt schon jetzt durch unterschiedliche Herausforderungen.
Das liegt zum größten Teil daran, dass sich DTM nach wie vor nicht auf eine Rennklasse beschränkt, sondern einen geschickten Querschnitt durch alle erdenklichen Motorsportarten liefert. So jagen Sie in der Formel 1 über Originalstrecken wie Hockenheim oder Lausitzring, während Sie sich bei der klassischen Rallye tief ins Unterholz schlagen. Schon jetzt Fakt: Beim neuen DTM gibt es über 100 Strecken und stolze 50 Originalboliden.
Da ist sogar für den ausgefallensten Geschmack etwas dabei. Wie zum Beispiel die extravagante Klassikerdisziplin, bei der Sie in adretten Oldtimern wie Mercedes Silberpfeil über den Asphalt kutschieren. Ähnlich wie in den beiden Vorgängern führt Sie eine unterhaltsame Hintergrundgeschichte von Veranstaltung zu Veranstaltung. Nähere Informationen über die Story gibt es bislang allerdings nicht, nur eben, dass es eine geben wird. Sicher ist, dass DTM 3 schon in der Preview-Fassung mächtig Laune macht und schon ziemlich komplett aussieht.
Obwohl sich die Optik bis jetzt nicht meilenweit von DTM 2 unterscheidet, sind die Wagen und Streckenumgebungen dennoch detailreicher als früher. Das macht sich auch beim Schadensmodell bemerkbar: Nachdem Sie ein paar Mal Bekannschaft mit der Leitplanke gemacht haben, verzieren abgerissene Fahrzeugteile die Fahrbahn und die Karosserie sieht aus wie das Tafelbild eines Geometrieanfängers.
Solch geschundene Vehikel fahren sich wesentlich schwerer und ziehen je nach Schaden in eine Richtung oder machen Probleme beim Schalten. Hier kann nur die Boxencrew helfen. Ganz findige Köpfe fummeln sich im Tuning-Menü Ihre eigene Wageneinstellung zusammen und bringen den Flitzer auch optisch auf Vordermann. Trotz des gelungenen Spagats zwischen Arcade und Simulation legt das Team von Codemasters Wert auf authentisches Drumherum. So steht Ihnen etwa die gesamte DTM-Saison 2005 mit allen Autos, Strecken und Fahrern zur Verfügung. Vorbildlich!

