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  • Nachfolger des erfolgreichen Aufbau-Strategicals mit vielen Neuerungen

    Die Soldaten der Franken erkennt man sehr gut an den ’Blechdosen’ auf dem Kopf. Die Soldaten der Franken erkennt man sehr gut an den ’Blechdosen’ auf dem Kopf. Die Wikinger sind wieder da! Bjarni, der die Erlebnisse des ersten Teils noch aus seiner Sicht als kleiner Junge schilderte, ist inzwischen ein junger Mann und stolzer Krieger der Wikinger geworden. Eines Tages wird er von einer Vision heimgesucht, die ihn im Kampf mit einem Drachen zeigt. Was das zu bedeuten hat, wer dieser schauerliche Riesenwurm ist und welche drei Mitstreiter ihm in der Vision zur Seite standen, ist unklar und wird im Laufe der elf Missionen aufgeklärt. Die Karten sind bis zu viermal so groß wie im Vorgänger und führen mitunter sogar auf kleinere Schauplätze, wo Nebenhandlungen oder Quests ablaufen. Cultures 2 bietet neben Wirtschaft, Aufbau und Kampf auch eine gehörige Portion Rollenspiel und Adventure. In fast jeder Mission gibt es neben dem Primärziel viele kleine Nebenaufgaben, die entweder für den Hauptplot nützlich sind oder andere Vorteile in Form von besonderen Gegenständen, Waren oder Schätzen bringen. Die Mini-Quests sind vielfältig: Mal müssen Sie einem Charakter eine bestimmte Ware besorgen, ein anderer bittet Sie, sein Dorf von einem Wolfsrudel zu befreien, ein Prinz will mit der Prinzessin verkuppelt werden, kurz: Die Jungs und Mädels vom Entwicklerteam Funatics haben sich sehr viele witzige Sachen einfallen lassen.
    Während Sie in Cultures noch nach Amerika aufbrachen und sich mit diversen Indianerstämmen herumschlagen mussten, spielt das Geschehen nun in Europa. Im Laufe der Kampagne treffen Sie auf die Hochkulturen der entsprechenden Epoche, die mit Franken, Byzantinern und Sarazenen kaum hätten verschiedener ausfallen können. Die Einstellung gegenüber den Wikingern ist je nach Mission unterschiedlich und kann feindlich, neutral, friedlich oder als Verbündeter ausfallen. Dank umfangreicher Diplomatiefunktionen dürfen gerade friedliche Aufbau-Strategen die Beziehungen zu den Nachbarn verbessern oder zumindest festigen. Gegen einen entsprechenden Tribut in Form von Waren oder Gold wird ein neutraler Stamm schon mal freundlich und damit eventuell ein wichtiger Handelspartner. Einige Dickköpfe wollen aber unbedingt die Waffen sprechen lassen, so dass es in einigen Missionen zwangsläufig zu Scharmützeln kommt. Wohl dem, der einen Verbündeten auf seiner Seite hat, denn der Nachbar schickt gegen Bezahlung gerne Regimente von Söldnern zur Unterstützung. Wenn es also Ihr Wunsch ist, können Sie auf die militärischen Aspekte in Cultures 2 größtenteils verzichten. Allerdings würden Sie dann Einiges verpassen, denn gerade auf diesem Gebiet haben die Entwickler viele sinnvolle und praktische Neuerungen eingebaut.
    Aus vier Rüstungs- und sechs Waffentypen (jeweils zwei Varianten von Speeren, Bogen und Schwertern) dürfen zahlreiche Einheiten kombiniert werden. Daraus ergibt sich natürlich eine Vielzahl an taktischen Möglichkeiten, um Gefechte erfolgreich zu bestehen. Beispielsweise ist eine Formation denkbar, bei der in der ersten Reihe gepanzerte Speerträger in der besten Rüstung stehen, während hinten die Bogenschützen als leichte Artillerie das Heer der Feinde sicher und ungestört ins Visier nimmt. Oder eine schnelle Eingreiftruppe von Schwertkämpfern in leichter Lederrüstung, die rasch zu den feindlichen Bogenschützen vordringt und die Fernkämpfer aus der Nähe ausschaltet. Oder Sie bauen ein ebenso teures wie durchschlagskräftiges Katapult, das ganze Gegnerhorden, Gebäude oder Palisaden dem Erdboden gleich macht. Ja, Sie haben richtig gelesen: In Cultures 2 dürfen Sie Ihre Siedlung mit Palisaden umgeben und die Tore schließen, was die beliebte Einigeltaktik unterstützt. Sämtliche Gefechte laufen übrigens wieder in Echtzeit-Strategie-Manier ab, die Steuerung entspricht vergleichbaren Titeln wie Die Siedler oder Age of Empires 2.
    Doch es gibt noch weitere Neuerungen in Sachen Militär: Ähnlich wie die Wiggles verfügen alle Soldaten über eine bestimmte Anzahl von Platzhaltern, in denen Gegenstände abgelegt werden können, praktisch eine Art Inventar. Hier können seltene magische Amulette gelagert werden, die den Träger ausdauernder machen. Wesentlich öfter werden Sie die Streiter aber mit Tränken ausrüsten. Die werden vom Alchimisten hergestellt und füllen die Hitpoints wieder auf, dienen als Nahrung oder nehmen die Müdigkeit. Der Clou: Je nach Situation greifen die Krieger selbstständig zur Flasche. Sinkt beispielsweise die Lebensenergie unter ein bestimmtes Limit, wird der Heiltrank geschluckt. Natürlich können Sie diese Aktionen auch als direkten Befehl erteilen, wobei das Handling der Truppen insgesamt einfacher geworden ist. So müssen Sie beispielsweise nicht mehr jeden Soldaten einzeln ausrüsten, sondern dürfen gleich eine ganze Gruppe mit Schuhen oder Heiltränken ausstatten. Ausgebildet wird das Heer nach wie vor in der Kaserne, danach können die Streitkräfte aber jederzeit wieder zurück zu ihren zivilen Berufen. Steht ein Angriff bevor, können Sie bequem mit wenigen Mausklicks die Mobilmachung befehlen. Die Waffe bestimmt die Funktion des Einzelnen in der Schlacht, für erfolgreiche Kämpfe sammeln die Wikinger Erfahrungspunkte und werden im Umgang mit Bogen, Schwert und Speer sicherer und wirkungsvoller.
    Kernstück des Spiels ist aber nach wie vor der Aufbau von Siedlungen und die Optimierung der damit verbundenen Wirtschaftskreisläufe. Auch hier nahm sich Funatics die Wünsche und Anregungen der Fans zu Herzen und überarbeitete einige Teile grundlegend. Die meisten Änderungen führen dazu, dass die Siedlungen kompakter, das Geschehen überschaubarer und die Bedienung noch komfortabler wird. Das geht schon mit der Beschaffung der Basisbaustoffe los: Statt Holzfäller, Lehmsammler und Steinmetz brauchen Sie nur noch einen Sammler, der alle Rohstoffarten abbaut und an einem Ort Ihrer Wahl ablegt (das gilt übrigens für alle Berufe). Das verkürzt die Laufwege ungemein, da Sie beispielsweise Holz, Steine und Lehm genau dort lagern können, wo die nächsten Gebäude entstehen. Zudem ist der Arbeitsplatz sehr flexibel, der Sammler ist nicht mehr an eine Produktionsstätte gebunden, sondern kann im gesamten Siedlungsbereich eingesetzt werden. Eine der wichtigsten Neuerungen besteht darin, dass die Gebäude jetzt aufrüstbar sind. Das gilt für Wohnhäuser gleichermaßen wie für die Handwerksbetriebe. Vorraussetzung dafür ist der Zugriff auf bessere Baumaterialien, beispielsweise Marmor und Dachziegel. Ausgebaute Produktionsstätten stellen dann zusätzliche Waren her (siehe Kasten Die Technologie-Zweige), in Wohnhäusern finden mehr Familien Platz.
    Das ist ein großer Fortschritt im Vergleich zu Cultures, wo man Dreifamilienhäuser erst nach einigen Erfindungen bauen konnte und oftmals die Unterbringung seiner Leute aufschob. Zunächst sind wieder nur einige Basisbauten verfügbar, in denen Sven, Arni und Co. einfachen Berufen nachgehen (die Rolle der Frauen beschränkt sich wieder auf Kinder kriegen, Essen kochen und Schwätzchen halten). Bei genügend Erfahrung werden neue Tätigkeitsfelder und damit auch Gebäude verfügbar. Farmer steigen beispielsweise zum Müller und später zum Bäcker auf. Einmal erfundene Berufe lernen Wikinger in der Schule oder durch das Arbeiten im entsprechenden Betrieb. Die Erfahrung Ihrer Leute wirkt sich deutlich auf die Produktivität aus: Zehn Schläge braucht ein frisch gebackener Sammler, um einen Baum zu fällen, Profis hauen das Ding mit zwei Axtstreichen um, mit eigens hergestellten Werkzeugen geht das sogar mit einem Hieb. Bäcker stellen aus der gleichen Anzahl an Rohmaterial deutlich mehr Brot her, Spezialisierung lohnt sich also. Insgesamt umfasst das Spiel etwa 45 Gebäude, 26 Berufe und über 50 Waren. Ein beeindruckendes Sortiment, das aber auch Neulinge nicht überfordern sollen. Neben der mit Tipps gespickten ersten Mission erläutern Tutorials alle wichtigen Spielfunktionen. Nach allem, was wir bisher von Cultures 2 gesehen haben, erwarten wir einen Aufbau-Strategie-Knaller, der die siedelnde Konkurrenz wohl nicht zuletzt dank des deutlich innovativeren Gameplay überflügeln dürfte.

    Bildergalerie: Cultures 2: Die Tore Asgards
    Bild 1-3
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  • Cultures 2: Die Tore Asgards
    Cultures 2: Die Tore Asgards
    Publisher
    JoWooD Entertainment AG
    Developer
    Funatics Software GmbH (DE)
    Release
    03.2002
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Cultures 2: Die Tore Asgards
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07.02.2002
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