Zurück in die Eishölle: Crysis Warhead im PC Games-Test
Auch die Außerirdischen haben Interesse am Artefakt. Damit es Ihnen nicht in die eisernen Tentakel fällt, beschützen Sie den Zug vor immer wieder nachkommenden Metalloktopoden. An denen beißt man sich fast die Zähne aus.
Crytek versteht es, die Kämpfe fesselnd zu inszenieren. Überall knallt und kracht es, die Explosionen sind noch größer und effektreicher als in Crysis, werden deshalb auch häufiger eingesetzt. Das neue Equipment, das Psycho spendiert bekommt, ist voll und ganz darauf ausgelegt. Ein Truppentransporter, hinter dessen Steuer Sie sich erstmals klemmen, verschießt großkalibrige Munition, von der wenige Treffer genügen, um Jeeps und andere Vehikel in einen Feuerball zu verwandeln. Kleineres Gerät, nämlich die Maschinenpistole - von der Sie zwei gleichzeitig benutzen dürfen - und der Granatwerfer finden Platz im Rucksack. Die frischen Waffen - deren Munition Psycho jetzt übrigens aufnimmt, sobald Sie darüberlaufen - sind bitter nötig: Die Nordkoreaner fordern nach wie vor heraus, scheinen sich untereinander abzusprechen, wenn sie Sie entdeckt haben, suchen Deckung oder flankieren Sie.
Der Endgegner von Warhead erinnert stark an das Ende von Crysis. Es folgt eine letzte Zwischensequenz mit Colonel Lee. Immerhin erlebt man diesmal keinen Cliffhanger wie in Crysis, sondern die Geschichte schließt endgültig ab.
Die häufiger auftretenden Nanosuit-Gegner nutzen außerdem die Vorzüge des hochtechnologischen Hilfsmittels effektiv aus. Hin und wieder zeigt die KI aber ihre Macken und feindliche Soldaten stehen sinnlos herum oder ignorieren Sie (siehe Kasten oben). Dadurch fallen einige Stellen des Geballers zu einfach aus, denn der Schwierigkeitsgrad schwankt stark. Das erste Drittel von Warhead, in dem Sie ausschließlich gegen menschliche Gegner kämpfen, spielt sich wie ein klassischer Shooter, die Fähigkeiten des Nanosuits sind aber nicht mehr so essenziell wie in Crysis. Das, was Cryteks Grafikpracht also aus der Masse herausstechen ließ, rückt in den Hintergrund, kann, muss aber nicht mehr eingesetzt werden. Zwar gibt es einige Stellen, an denen die Fähigkeiten, schneller zu rennen, stärker zu sein oder sich unsichtbar zu machen, benötigt werden, das ständige Herumexperimentieren und Taktieren, welche Funktion des Nanosuits gerade am meisten Sinn ergibt, brauchen geübte Maus-Tastatur-Akrobaten jedoch nicht mehr.
Nun könnte man denken, das zehre am Spielspaß, aber effektiv merkt man es erst hinterher. Denn Warhead hat nicht eine spielerische Länge, wie etwa bei dem Schwerelos-Level oder den Streifzügen durch das Innere des Flugzeugträgers in Crysis, sondern bombardiert Sie durchgehend mit Effekten, Feinden oder geskripteten Ereignissen, sodass die kurze Spielzeit an Ihnen vorbeifliegt. Spätestens wenn Psycho nach etwa zwei Stunden von Nordkoreas Militär gefangen genommen wird und während seiner Folterung erlebt, wie das Chaos in Form der Aliens über die Insel hereinbricht, nimmt die allmählich ins Stocken geratene Story wieder an Fahrt auf. Denn plötzlich begegnen Sie nicht mehr nur noch schwerbewaffneten Soldaten, sondern auch den bekannten, an Matrix erinnernden Außerirdischen.
Die wenigen Zwischensequenzen, die Crysis Warhead beinhaltet, zeigen verschiedene Facetten von Hauptcharakter Psycho. Allerdings sind dies seltene Momente. Die Filmchen erleben Sie zudem nun nicht mehr aus der Ego-Perspektive.
Die Insel zeigt sich wie gehabt von ihrer vereisten Seite. Déjà-vu? Die Invasoren haben in Warhead deutlich dazugelernt, was den vorher zu einfachen Schwierigkeitsgrad in die Höhe schnellen lässt. Die fliegenden Roboterwesen unterstützen sich mit Schilden und nutzen die gleichen Taktiken wie das Militär: schwirren um Sie herum, flankieren Sie, gehen in Deckung oder versuchen zu entkommen. Wie schon im Hauptspiel treffen Sie auf alle möglichen Variationen, darunter auch eine neue, die explosive Kugeln - die an Haftminen erinnern - auf Sie schleudert. Enttäuschend ist allerdings, dass der letzte Kampf in Warhead zu sehr an das Ende von Crysis erinnert. Dafür ist er aber - wie fast alles - atemberaubend inszeniert.
Die Cryengine 2 hat nämlich nichts von ihrer Schönheit verloren, ganz im Gegenteil, die Entwickler haben ein wenig an ihr gefeilt, sodass vor allem die Charaktere nun noch hübscher, die Explosionen bombastischer ausfallen. Ob allerdings das Versprechen "Warhead läuft auf einem 400-Euro-PC ruckelfrei" in Erfüllung geht, konnten wir nicht testen. Wir wagen es aber ob der optischen Brillanz zu bezweifeln, bis uns das Gegenteil bewiesen wird ...
Unseren Ersteindruck zum Mehrspielermodus Crysis Wars inklusive Testbedingungen finden Sie hier!


neee wen da…
und schnee in den winter!
und wenn ich beides aus dem spiel rausschneiden könnte, würde ich es tun!
aber wenn man am strand oder im wald oder auf tropischen strassen unterwegs ist...WOOOW!!!
Man kann es eben nie allen…
und schnee in den winter!
und wenn ich beides aus dem spiel rausschneiden könnte, würde ich es tun!
aber wenn man am strand oder im wald oder auf tropischen strassen unterwegs ist...WOOOW!!!