Spieledemos - Ein Segen oder doch wirtschaftliches Horrorszenario?
"Ein Spiel kaufen, ohne vorher die Demo gespielt zu haben? Nicht mit uns!" So der Tenor der Spieler-Meinungen. Ein Spiel blind zu kaufen und den Versprechen der Hersteller zu trauen, dazu ist nur eine Minderheit bereit. Doch anscheinend widerspricht das der Meinung diverser Firmen und nun auch einer Studie. Diese behandelt zwar primär die Abverkäufe von Konsolentiteln, ist aber ebenso auf den PC-Markt projizierbar.
Gregory Short und Geoffrey Zatkin, beides die Köpfe der EEDAR (Electronic Entertainment Design and Research Group) fanden nämlich heraus, dass sich Spiele besser verkaufen, wenn im Vorfeld keine Demo erscheint. Trailer würden bereits genügen, um das Interesse der Käufer zu wecken. Sie empfehlen, Demos erst nach der Veröffentlichung zugänglich zu machen, um die Zeit kurz vor dem Release noch für das Feintuning zu nutzen. Aber wie schaut es auf dem PC aus? Wir knöpfen uns einige Beispiele vor.
Schlecht gelaufen, trotz Demo
Crysis, Electronic Arts
Crysis (zum Test) wurde im Vorfeld vor allem wegen seiner herausragenden Grafik gelobt. Klar, dass viele Spieler skeptisch waren: "Wie sieht das Spiel auf meinem Rechner aus?", "Bekomme ich Crysis überhaupt zum Laufen?" und "Wie sieht der Titel aus, wenn die Grafikeinstellungen nicht auf Maximum stehen?". Diese Fragen beantwortete Publisher Electronic Arts mit einer im Vorfeld veröffentlichten Demo. Ein kluger Schritt? Crysis verkaufte sich zwar gut, die diesbezüglichen Erwartungen lagen aber mit Sicherheit höher. War es ein Fehler, den Spielern schon vor der Veröffentlichung die immensen Hardware-Anforderungen zu präsentieren? Aus wirtschaftlicher Sicht schon, wahrscheinlich hätten sonst zahlreiche Spieler blind zugegriffen. Aus Sicht des Konsumenten war es jedoch fair, dass EA einen Einblick gewährte.
Hellgate: London, Electronic Arts
Bei Hellgate: London (zum Einzelspieler-Test) verhielt es sich ähnlich. Allerdings war das Interesse an einer Demo nicht in den Hardware-Anforderungen begründet. Für erhöhte Aufmerksamkeit sorgte vielmehr folgende Ankündigung seitens Flagship: "Hier kommt ein ernst zu nehmender Diablo 2-Konkurrent!" Das wollten Spieler vorher testen und EA gewährte ihnen diese Möglichkeit. Obwohl sich Hellgate (zum Mehrspieler-Test) gut verkaufte, dürfte die Demo auch hier die Euphorie eher gedämpft haben.
Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs, Ubisoft
Doch wie schaut es mit Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs (zum Test) aus? In diesem Fall war es wohl das Interesse der Spieler daran, wie Ubisoft die altehrwürdige Serie fortsetzt. "Setzt der neueste Titel die Serie würdig fort?" und "Ist es nicht zu realistisch gehalten?" waren Fragen, die beschäftigten. Die Demo schien nicht zu überzeugen. "Zu einfach, zu wenig Tiefgang!" war der Tenor der Spieler. Der Titel verkaufte sich zwar zufriedenstellend, hätte aber besser laufen können.


das ist doch mal absolut falsch, wenn die leute sich wirklich ein bild über das gewünschte spiel machen würden hätte ea schon lange pleite gemacht und crytec hätte seine farcry insel net zum 2ten mal verkaufen können..
Ich hätte da noch ne ganz verrückte These…
das ist doch mal absolut falsch, wenn die leute sich wirklich ein bild über das gewünschte spiel machen würden hätte ea schon lange pleite gemacht und crytec hätte seine farcry insel net zum 2ten mal verkaufen können..
- Crysis war schon über eine Woche vor Release in Tauschbörsen unterwegs, klar senkt das die Verkäufe drastisch
- Hellgate war total Beta. Hat sich anfangs sehr gut verkauft und kommt jetzt auf keinen grünen Zweig weils nach nem halben Jahr erst langsam…