Crysis 3 (PC)

Release:
21.02.2013
Genre:
Action
Publisher:
Electronic Arts

Crysis 3 im Test: Edel-Shooter mit fantastischer Technik und schwacher Story

19.02.2013 17:48 Uhr
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Neu
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Mit Crysis 3 liefert der Frankfurter Entwicker Crytek das fulminante Finale der Sci-Fi-Trilogie - und beeindruckt vor allem mit bombastischer Optik und tollen Animationen. Hardware-Enthusiasten werden mit diesem Spiel ihren Spaß haben: Crysis 3 fordert jede Grafikkarte. Spielerisch bietet Crysis 3 wenige, aber sinnvolle Neuerungen, eine durchwachsene, verwirrende Story und ein einigermaßen befriedigendes Ende.


Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (8) Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (8) [Quelle: Siehe Bildergalerie] 20 Jahre nach Crysis 2: Die Alienrasse der Ceph ist besiegt, der Konzern Cell hat monopolistische wirtschaftliche Macht erlangt. New York liegt in Trümmern, überwuchert von Pflanzen und abgeschirmt durch eine riesige Kuppel, die Cell gebaut hat um …. Was genau zu tun? Nun, in jedem Fall um ein Geheimnis zu schützen, das ihr in der Nano-Haut von Supersoldat Prophet auf den Grund geht.

Crysis 3 ist ein brillant gutaussehender Shooter, der ein konstant hohes technisches Niveau hält und Programmierer von Konkurrenz-Engines vor Neid erblassen lassen dürfte. Das verrottende und überwuchernde New York allein ist schon einen Besuch wert, der Shooter-Part selbst funktioniert aber auch gewohnt tadellos. Bogen und Hacken sind nette, wenn auch nicht spektakuläre Neuerungen und das neue Skill-System bleibt unaufdringlich. Etwas spektakulärere Gegner mit mehr Abwechslung hätten dem Spiel aber gut getan und auch die Story kann letzten Endes nicht überzeugen. Hier haben sich die Autoren schon viel zu lange verrannt, um da noch etwas zu retten. Macht nichts, insgesamt ist Crysis 3 ein sehr guter, grafisch hochwertiger Abschluss einer tollen Serie geworden.

Crysis 3 im Test: So haben wir getestet

Wie schon beim Vorgänger verschickte Crytek auch dieses Mal keine Testversionen an die Redaktionen: Stattdessen luden Crytek und EA Spieleredakteure eine Woche nach Frankfurt ein, um in einem Hotelzimmer eine ganze Woche lang Crysis 3 zu testen. PC Games schickte gleich zwei Redakteure hin, Robert Horn und Felix Schütz. Begleitet wurden die beiden von zwei Kollegen der Schwesterzeitschrift PC Games Hardware. Vor Ort in Frankfurt konnten wir Crysis 3 mehrfach in Ruhe durchspielen und dabei eigene Screenshots machen und Videos aufzeichnen. Das Material musste anschließend aber von Crytek abgesegnet werden, vorrangig um Story-Spoiler zu verhindern.

Crysis 3 im Test: Das müsst ihr wissen

Um den Shooter überhaupt spielen zu können, braucht ihr einen gültigen Origin-Account, EAs Online-Plattform. Außerdem muss euer Betriebssystem mindestens Windows Vista sein, XP wird vom Spiel nicht mehr unterstützt. Eure Grafikkarte muss außerdem Direct-X-11-fähig sein. Für hohe Details solltet ihr außerdem einen Vierkernprozessor besitzen (etwa Phenom II X4 oder Core 2 Quad), ein Zweikernprozessor hat bei hohen Details schon Mühe, 30 fps zu halten.

Wo ist der Crysis 3-Mehrspielertest?
Den umfangreichen Mehrspielermodus von Crysis 3 haben wir vor Ort nicht getestet – obwohl wir die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Den Test des Mehrspielermodus reichen wir nach, entweder im Heft der nächsten Ausgabe oder online unter www.pcgames.de. Denn auch wenn wir in Frankfurt auf dem Test-Event die Möglichkeit hatten, Mehrspielerpartien zu absolvieren, wollen wir so etwas natürlich lieber in Ruhe unter Live-Bedingungen testen. Wir werden den Mehrspielermodus also erst anwerfen, wenn es der Rest der Menschheit auch tun kann. Nur so erfahren wir, wie stabil der Titel wirklich läuft, wie viele Menschen spielen, wo es am meisten hapert und wie die Cheater-Situation ist.

Das hat uns gefallen

Die Optik: Beeindruckender geht es kaum

Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (5) Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (5) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Irgendwie gehört es bei einem Crytek-Titel dazu, über die Optik zu schwärmen. Und irgendwie klingt es dann immer gleich: Man überschlägt sich mit Superlativen, lobt diverse technische Features, schmeißt Fachbegriffe wie Tesselation, Displacement Mapping oder Parallax Occlusion Mapping in den Raum und garniert das Ganze mit Verhaltensumschreibungen menschlicher Körperteile wie herunterklappende Kiefer, herausquellende Augen, ungeniertes Grinsen, plötzliches Entleeren der Blase … Aber hey, dieses Spiel hat es verdient. Wirklich. Der Vorgänger hat viele Spieler unbefriedigt zurückgelassen, war er doch technisch sehr gut, jedoch nicht brillant und ließ PC-Spielern kaum Möglichkeiten, mit den Effekten herumzuspielen. Crysis 3 macht das alles besser. Unzählige Einstellungsmöglichkeiten, von der Partikeldichte über Texturauflösung, Wassereffekte, Shading, Schatten oder Anisotrope Filterung: Crysis 3 bietet euch genug Möglichkeiten, euren PC ordentlich ins Schwitzen zu bringen. Dabei sieht der Shooter selbst auf mittleren und Hohen Einstellungen noch verdammt gut aus, die Details in den höchsten Einstellungen (etwa Umgebungslichtverdeckung) sind eher subtiler Natur.

In Sachen Technik setzt Crytek voll auf Direct-X-11 und somit auf Effekte wie Tesselation und Displacement Mapping. Dabei verwenden die Frankfurter all diese Effekte mit einer technischen Brillanz, die den Shooter zu einem echten Kunstwerk machen: Subtile Beleuchtung, beeindruckende Wassereffekte und knackscharfe Texturen lassen Crysis 3 zum bislang bestaussehensten Shooter im Genre werden.

08:00
Crysis 3 im Test - PC Games testet die PC-Version
Für die Verwendung in unseren Foren:


Die Schauplätze: Sieben Wunder

Dazu tragen natürlich die sieben verschiedenen Gegenden bei, die ihr im Verlauf des etwas zu kurz ausgefallenen Abenteuers besucht. Wir meinen: Nahezu jede Szene, jedes Bild, das ihr in Crysis 3 seht, könnte genauso gut als Desktophintergrund verwendet oder ausgedruckt an die Wand gehängt werden, so schön ist das Gezeigte. Die Liebe zum Detail ist dabei beeindruckend. Es scheint in Crysis 3 keine Ecke zu geben, die nicht bis ins Kleinste hergerichtet, geschmückt und perfekt ausgeleuchtet wurde.

Die Mischung aus zerstörter Großstadt und wucherndem Dschungel ist den Entwicklern bei Crytek außerdem perfekt gelungen. Ihr durchstreift weite, savannenartige Landschaften, stapft durch sumpfige Gegenden oder braust mit einem Buggy (ja, es gibt Fahrzeugeinlagen) durch zerstörte, weitläufige Gebiete. Besonders gut haben uns die sonnendurchflutenden Anfangsgebiete gefallen: Später wird Crysis 3 düsterer, was zwar der Atmosphäre gut tut, die bombastische Optik aber teilweise unter Wert verkauft.

Die Animationen: Glaubwürdig und ausgefeilt

Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (12) Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (12) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Ein weiterer Pluspunkt der ohnehin schon in den Himmel gelobten Optik stellen die tollen Animationen der Charaktere dar, allen voran Prophets Sidekick Psycho. Der ehemalige raubeinige Kämpferkollege ist in Crysis 3 sichtlich gealtert, hat viel von seinem alten Biss verloren und trägt zudem Zivilkleidung statt Nanoanzug. Warum das so ist, erklärt die Geschichte wie so vieles nur ungenau (Siehe Punkt: Die Story). Psycho begleitet euch nahezu durch die gesamte Geschichte und sit dabei so brillant animiert, dass wir nur ungläubig den Kopf schütteln können. In Nahaufnahmen seht ihr jedes Detail des alternden Kämpfers, erkennen Poren und Hautunreinheiten, Narben und Bartstoppeln und sehen sogar, wie sich die Pupillen je nach Lichtverhältnis ändern. Psycho bewegt sich lebensecht und wirkt mit seiner erschöpften, abgekämpften Art (eben weil er so menschlich wirkt) unglaublich authentisch.

Leider bleibt Psycho dabei aber die Ausnahme: Zwar trefft ihr auch andere Charaktere (könnt ihr an einer Hand abzählen), auch die sehen verdammt lebensecht aus, dafür räumen ihnen die Entwickler viel zu wenig Zeit ein, um sich länger ins Gedächtnis der Spieler zu graben. So wirken Prophet und Psycho wie zwei einsame Helden, die in einer autarken Welt gegen unsichtbare Feinde kämpfen. Ein wenig mehr Population hätte New York durchaus gut getan!

Spielerische Freiheit: Typisch Crysis

Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (13) Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (13) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die Crysis-Reihe steht schon immer für (relative) spielerische Freiheit: Gib dem Spieler ein Areal, lasse ihn von A nach B kommen und überlasse es ihm, welchen Weg er dafür wählt. Das ändert sich auch in Crysis 3 nicht. Wie immer ist die spielerische Freiheit nicht komplett, wie immer sind Levelbegrenzungen aber gut kaschiert. Dafür arbeiten die Entwickler viel mit vertikalem Gameplay, das heißt dass ihr aus unterschiedlichen Höhen vorgehen könnt, etwa um Hinterhalte aus dem zerfallenen zweiten Stock eines Hochhauses zu legen. Im Vorgänger gab es diese Möglichkeiten auch, nur hatte die KI oft so ihre Schwierigkeiten damit und stürmte oft hoffnungslos verwirrt durch die Gänge.

Das passiert auch in Crysis 3, aber deutlich weniger. Insgesamt haben uns die Kämpfe über verschiedene Ebenen sehr gut gefallen, da auch die Computergegner gerne mal mit Höhenvorteil angreifen oder euch geschickt umlaufen. Wie immer, wenn Gameplay auf künstliche Intelligenz trifft, kommt es auch in Crysis 3 zu Fehlern. Nicht immer reagiert die KI schlau, verrennt sich oder bleibt irgendwo hängen. Das ist weder dramatisch noch störend und gefällt uns nach wie vor besser als die strunzdoofen Gegnerwellen aus der Call of Duty-Reihe.

Der Visor dient auch im dritten Teil wieder dazu, Abschnitte vorher auf Munition und Gegner zu checken, um sich so einen taktischen Vorteil zu verschaffen. Hinzu kommt aber, dass ihr mit dem Ding nicht nur Gegner markiert, sondern auch feindliche Elektronik lahmlegt:

Neue Features: Das Hacken

Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (16) Crysis 3 im Test: Die PC-Version besticht mit herausragender Technik. Die Story ist auf allen Plattformen eher schwach. (16) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Das Hacken von Minenfeldern, Abwehrtürmen oder sogar feindlichen Kampfeinheiten wie dem Scorcher ist eine simple Spielmechanik, die dennoch erfreulich viel Spaß macht. Nähert ihr euch hackbaren Objekten (meist eine feindliche Selbstschussanlage), könnt ihr aus der Unsichtbarkeit heraus ein einfaches Minispiel absolvieren, um das Ziel kurzzeitig auf eure Seite zu ziehen. Geschütze feuern dann auf die eigenen Leute und Minenfelder lassen sich wunderbar zu fiesen Fallen umprogrammieren. Selbst der Scorcher, eine Ceph-Einheit, ist hackbar und gibt nach erfolgreichem elektronischen Angriff für einige Sekunden den Geist auf. Das Hack-Minispiel ist simpel genug, um vom eigentlichen Spielgeschehen (ballern!) nicht abzulenken, aber nervt auch nicht unnötig wie viele ähnliche Minispiele andere Titel. Wir hätten uns nur noch mehr Hack-Optionen und einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad für größere Objekte gewünscht.

Neue Features: Der Bogen

Auch der Bogen, Prophets neue Lieblingswaffe, bringt erstaunlich viel Spielspaß in die Kämpfe. Dank verschiedener Pfeilspitzen ist das Hightech-Gerät vielseitig einsetzbar, außerdem kann es aus der Unsichtbarkeit heraus abgefeuert werden, ohne dass dabei die eigene Tarnung zerstört wird. Damit ist der Bogen neben den Stealth-Kills die einzige aktive Möglichkeit, unerkannt anzugreifen. Damit die Pfeilschleuder nicht zu übermächtig wird, ist die verfügbare Munition stark begrenzt, sodass ihr immer gut mit euren Pfeilen haushalten müsst. Auch wenn wir den Bogen anfangs belächelten: Das Ding macht wirklich Spaß, damit fühlt ihr euch wie ein Jäger, der sich lautlos an seine ahnungslose Beute heranschleicht.

Der Anzug: Neue Upgrades

Der schicke Nano-Anzug, wie immer Star des Spiels, wurde im Vergleich zum Vorgänger kaum überarbeitet. Noch immer könnt ihr damit schneller rennen, höher springen, mehr Schaden einstecken oder temporär unsichtbar werden, alles hübsch intuitiv und leicht erlernbar. Dafür haben die Entwickler das Skill-System aus Teil 2 komplett über Bord geworfen. Im Spiel findet ihr jetzt Nano-Upgrades, die ihr in einem schmucklosen Menü in neue Anzug-Funktionen investiert. Ein freischaltbarer Detektor etwa zeigt Bewegungsroutinen von Gegnern in der Spielwelt, ein Hacking-Update erleichtert das Knacken von feindlicher Software. Passive Boni lassen euch während der Gefechte länger standhalten und mehr Schaden im Nahkampf austeilen, außerdem tragen sie dazu bei, dass ihr nicht gesehen werdet. Bis zu vier Updates dürft ihr gleichzeitig laufen lassen, verschiedene Kombinationen lassen sich im Set abspeichern und so nach Bedarf aufrufen.
Wirklich motivierend und besonders tiefgründig ist das System leider nicht: Beim Spiel ertappten wir uns dabei, nur so lange nach den benötigten Upgrade-Punkten zu suchen, bis wir das für uns passende System zusammenhatten. Danach waren die Nano-Verbesserungen uninteressant. Spielentscheidend sind sie sowieso nicht.

04:59
Crysis 3 Technik-Check: Vorzüge der PC-Version erklärt - DX11, Tessellation uvm.
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19.02.2013 17:48 Uhr
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11.04.2013 16:15 Uhr
Keine Sorge - alles klar 
Erfahrener Benutzer
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10.04.2013 23:38 Uhr
Ich bin beruhigt dass da wirklich ausgelehnt steht
weil mir sofort ein anderes Wort in den Sinn gekommen ist ... 
Erfahrener Benutzer
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10.04.2013 22:57 Uhr
Zitat: (Original von Meetoo;9576746)
:) Bin Schweizerin  Ist ja schlimm, dass man das so schnell merkt...hihi


Ok. Ausgelehnt ist dann wahrscheinlich Schweizerdeutsch. 
Noch einmal Sry. Ich wollte dich keinesfalls beleidigen.

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