Cryostasis Test: Ein psychedelischer Trip zum eisigen Nordpol
Das erste Spiel, das Sie Eiseskälte förmlich spüren lässt.
---Contra--- Schauplatzmonotonie
In den ersten Stunden ist man noch recht angetan von der rostig-vereisten Szenerie, die das Schiffsinnere bietet. Allerdings sieht sich auf Dauer vieles zu ähnlich, man legt immer wieder gleich aussehende Hebel um, kommt an immer gleich aussehenden Gängen vorbei. Auch die vereisten Oberflächen gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Die wenig vorhandenen Gegnertypen hat man recht bald satt. Durch das sich ständig wiederholende Level- und Gameplaydesign fühlt sich Cryostasis vor allem in der zweiten Spielhälfte sehr gestreckt an. Erst gegen Ende des Spiels kommt wieder Fahrt auf.
---Contra--- Hardwarehunger vs. Grafikqualität
Optisch zählt Cryostasis sicher nicht zu den Highlights. Die Gegnertexturen wirken fast unverschämt lieblos und detailarm. Trotz eingesetzter Bump- und Normal-Maps wirkt das Spiel an allen Ecken antiquiert. Umso unverständlicher der Hardwarepreis, den Sie für diese Grafikqualität zahlen müssen.
Quelle: PC Games
Cryostasis hat uns im Test ordentlich Spaß gemacht, weist aber auch einige gehörige Längen und Schwächen auf. Trotzdem sollten Sie den Titel nicht verpassen, wenn Sie auch abseits von Dauer-Action und 0815-Shooter-Szenarien am PC unterhalten werden wollen.
Voraussetzung ist allerdings ein pfeilschneller Rechner mit einer leistungsfähigen Grafikkarte.
Im Test knickte unser Standardmodell (Intel Dual Core E 8500, 3,16 GHz, 4 GB RAM, Geforce 8800 GTS mit 512 MB RAM) oft auf unter 10 fps ein. Erst der Einsatz eines pfeilschnellen Quad-Core-PCs mit einer GTX 285-Grafikkarte brachte permanent flüssigen Spielgenuss oberhalb der 30 fps-Marke. Auch die bizarr wirkenden Stilelemente (Schwarz-Weiß-Rückblenden, farbverfälschte Zwischensequenzen, knallbunt präsentierte "Zeitreisen" sind sicher nicht jedermanns Geschmack.
Fazit
Cryostasis ist keine einfache Kost. Es lässt sich noch am besten als eine Art Mischung aus Bioshock, Doom 3, Second Sight und Akte X beschreiben. Wer sich gerne mal auf außergewöhnliches Gameplay abseits der "Mainstream-Schiene" einlässt, den erwartet eine packende Atmosphäre, gepaart mit einer nicht leicht zu folgenden und wirr präsentierten Hintergrundgeschichte. Fans schneller Action werden damit jedoch nicht glücklich.

Ich habe es mir nun doch bei 1C Company gekauft und folgendes:
Also zur Story, sie ist ähnlich aufgebaut wie die der Silent Hill Reihe, setze die Puzzle zusammen und lass deiner Fantasie freien Lauf bei den noch ungeklärten Details. Die Atmoshpäre ist gut aber nicht wirklich gruselig.
Die Grafik ist hübsch und läuft ganz ordentlich wenn man VSync ausmacht, wass man unbedingt tun sollte.
Die Waffen sind etwas schwierig zu handhaben, vorallem das MG.
Die Leveleintönigkeit kann ich nachvollziehen aber es ist ja auch ein Eisbrecher.
Zur Physik des Spieles kann ich der Meinung des Redakteurs nicht teilen.
Man merkt es dem Spiel an das es hier um die Story geht und kein Crysis ala hebe Schildkröte auf und guck wie sie sich bewegt. Deswegen auf das notwendigste konzentriert.
Hebel umlegen, tür öffnen schließen, schießen nachladen, laufen gehen ducken (springen ist eigentlich sinnlos, nur um Objekte die 3 cm zu hoch sind zum Überspringen). Natürlich gibt es Physik wie Sessel wegtreten.... ist aber sonst nicht zu gebrauchen.
Wer die Silent Hill Spiele mochte und was zum Nachdenken will der kann das ruhig spielen. Wer hier nen Aktionspiel erwartet wird enttäuscht.
Zum Thema Spielzeit - für die 18 Kapitel habe ich eine Gesamtspielzeit von gut 9 Stunden verbucht, wobei ich stellenweise einen Walkthrough benutzt habe, um möglichst zügig durchzukommen. Wer sich gemütlich Zeit lässt, landet wahrscheinlich irgendwo zwischen 10 und 12 Stunden.
Auf den Schwierigkeitsgrad wurde ja schon eingegangen - es sei noch angemerkt, dass er im Laufe des Spiels schwankt. Mitunter besteht die höchste Schwierigkeit darin, die Orientierung zu behalten - besonders die Abschnitte an Deck des Schiffs sind übel, da hier ein wilder Eissturm tobt, der einem komplett die Sicht nimmt. Da stochert man sprichwörtlich im Nebel rum - andererseits sorgen diese Abschnitte für enorme Spannung .... schaff ich's noch lebend bis zur nächsten Wärmequelle? ...
Einen schönen Tag wünscht
Stefan W.
Eine Frage hab ich aber noch, dann bin ich still. :-D
Ich nehme an man kann den Schwierigkeitsgrad auswählen (Leicht/Normal/Schwer)?
Evtl. sogar jederzeit während dem Spiel?
Oder gibt es nur einen Schwierigkeitsgrad?
Ansonsten: Bitteschön, gern geschehn :-D
Ich hoffe, ich hab deine Fragen soweit beantworten können - was Schwierigkeitsgrad und Spielzeit angeht, kann Stefan ja vielleicht noch seinen Senf dazu geben ;-)
Eine Frage hab ich aber noch, dann bin ich still. :-D
Ich nehme an man kann den Schwierigkeitsgrad auswählen (Leicht/Normal/Schwer)?
Evtl. sogar jederzeit während dem Spiel?
Oder gibt es nur einen Schwierigkeitsgrad?
Wie sieht es mit Bugs usw. aus? Gibt es eine freie Speicherfunktion/Quicksave oder nur Checkpoints? Wie lang ist ca. die Spieldauer? Wo ist die tolle Motivationskurve?
Wie sieht es mit Kopierschutz/DRM aus? Gibt es einen MP (ich vermute nein, hätte man aber mit einem kurzen Satz erwähnen können in einem Test ;-) )
Mir würden noch mehr Fragen einfallen... daher finde ich es sehr schade dass die Tests (vor allem bei nicht gehypten Spielen) immer kürzer werden. Desweiteren scheint es sich bei Cryostasis ja um eine Art Geheimtip für alle Fans des subtilen Horrors zu handeln. Die Wertung ist ja nicht schlecht ausgefallen.
Und warum wollte das Spiel keiner testen? Vielleicht weil sich alle dachten "Och neee... nich schon wieder so ein 0815-Ostblock-Shooter..." :-D
Was deine Fragen angeht:
- englische Sprachausgabe, die ist auch wirklich gut gelungen. Allerdings gibt es für den deutschen Handel noch keinen Vertrieb (das erklärt auch, warum wir den Test erst so spät gemacht haben ;-) ), es könnte also eventuell noch eine übersetzte Version in den Handel gelangen.
- Schwierigkeitsgrad fand ich persönlich angenehm. Hin und wieder weiß man nicht, was man eigentlich machen muss und stirbt dadurch, was natürlich unschön ist. Ansonsten fand ich's angenehm, sprich weder unter-, noch überfordernd.
- Bugs: Nichts wirklich beunruhigendes. Ich persönlich hatte zwei Abstürze und zwei Stellen, an denen Gegner durch eine geschlossene Tür verschwanden - einmal musste ich deshalb neustarten. Allerdings war keiner der Fehler reproduzierbar.
- Es gibt sowohl freies Speichern, als auch Quicksave - allerdings nicht in den Rückblenden (= Mentales Echo etc.). Die kann man allerdings unbegrenzt oft erneut versuchen.
- Spieldauer hab ich nicht genau mitgestoppt - dürfte etwas über zehn Stunden gelegen haben.
- Kopierschutz/DRM: Wir hatten die Version aus dem Downloadshop des Publisher, da gab es keines von beidem. Falls der Titel in die deutschen Händlerregale gelangt, könnte sich das in der Boxversion natürlich ändern.
- Multiplayer gibt es nicht
- Motkurve: Grob gesagt eine famoser Beginn (alles neu, alles anders!), flacht zur Mitte hin ab, weil es an Abwechslung mangelt. Gegen Ende drücken die Entwickler nochmal auf's Gas, bringen noch einige geile neue Ideen rein. Das Finale wird euch auf jeden Fall umhauen - ob positiv oder negativ kommt jedoch auf euch selbst drauf an :-D
Ich hoffe, ich hab deine Fragen soweit beantworten können - was Schwierigkeitsgrad und Spielzeit angeht, kann Stefan ja vielleicht noch seinen Senf dazu geben ;-)