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  • Crawl - Einer gegen Alle, Alle gegen Alle - Leser-Test von RoTTeN1234

    Geister schwirren herum und sammeln Ektoplasma Quelle: Screenshot

    Treffen sich zwei Australier und beschließen: Wir machen ein geniales Multiplayerspiel. Klingt nach einem Witz? Ist aber absolut ernst gemeint. Unser Leser RoTTeN1234 hat Crawl für euch getestet.

    Vorwort


    Was machen eigentlich Australier, wenn ihnen langweilig ist? Neben Känguruhs umschubsen, entwickelt man einfach mal einen der besten Multiplayer-Titel der vergangenen Monate.
    Crawl ist ein, von dem Zwei-Mann-Entwicklerteam Powerhoof entwickelter Action-Arcade-Dungeoncrawler, der sich momentan bei Steam im Early Access befindet. Man nehme hier mal auch als Vorbild den Arcadeklassiker Double Dragon, an dessen Grundideen sich das Spiel orientiert. Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Denn im Unterschied zur alten Riege hat Crawl ein asymmetrisches Gameplay zu bieten. Es spielen bis zu 3 Spieler (wahlweise auch Bots) als Monster gegen einen menschlichen Helden. Zu Beginn des Spiels entscheidet man sich für eine Gottheit, die jeweils drei Monster zu Verfügung hat, die auch gelevelt werden können, aber dazu später mehr. Ist die Wahl getroffen, stürzt man sich ohne große Umschweife ins Geschehen. Auf eine Story verzichtet das Spiel nämlich vollständig.

    Leveldesign (gut)


    Hier orientiert sich das Spiel an aktuelleren Indietiteln und tut es ihnen gleich, indem die Level, sowie deren Raumkomposition zufällig ausgewählt Das Leveldesign ist noch etwas einseitig Das Leveldesign ist noch etwas einseitig Quelle: Screenshot werden. Die Level selber sind dabei nicht sonderlich groß und momentan ist die Auswahl der Gebiete auch etwas beschränkt. Im Großen und Ganzen fällt das aber nicht negativ ins Gewicht. Von den Räumen hat es verschiedene Varianten: Es gibt in jedem Level einen Itemshop, ein Portalraum, einen Raum für den Abstieg, sowie zahlreiche Räume in denen gekämpft wird. Im Itemshop kann man seinem Helden - dem Namen entsprechend - mit Gegenständen eindecken, die dessen Werte aufbessern. Der Portalraum führt zu einem, von momentan zwei Bossgegnern und kann erst ab Heldenstufe zehn aktiviert werden. Der Abstieg führt, nun ja, tiefer in den Dungeon. Für die Gegenstände braucht es natürlich Geld und für die Heldenstufe Erfahrung. Beides erhält man in den äußerst spaßigen Kämpfen.

    Gameplay (Ausgezeichnet)

    Grundlegendes. Von Geistern und Helden


    'Charakterwahl' "Charakterwahl" Quelle: Screenshot Hier sind wir beim Herzstück des Spiels. Selten habe ich ein derart genial und einfallsreich ausbalanciertes asymmetrisches Spielprinzip erlebt, wie in Crawl. Zu Beginn eines Durchlaufs wird per Zufall entschieden, welcher der bis zu 4 menschlichen Spieler als Held startet und welche als Geister. Die Geister fliegen nun, ganz ihrer Eigenschaft entsprechend, durch die Gegend und sammeln Ektoplasma ein. Haben sie genügend davon gesammelt, können sie kleinere Minions beschwören, sogenannte Blobs. Jedem Rollenspieler sind diese schleimigen Gesellen ein Begriff. Sie sind extrem schwach und richten nur äußerst wenig Schaden an. Um dem Helden wirklich zu traktieren, bedarf es da ganz anderer Geschütze. In vielen Räumen des Levels befinden sich Pentagramme auf dem Boden. Über diese können nun die bisher immateriell herum schwebenden Geister in Form eines der drei, anfangs gewählten Monster erscheinen.
    Auch dies ist mehr oder weniger dem Zufall überlassen (man kann durch geschicktes Drücken eines Knopfes die Wahl etwas beeinflussen) und kann mit unter schwer zum Nachteil des armen Tropfs, der gerade den Helden spielt, ausfallen. Sobald ein Monster, oder ein Blob, im Raum erschienen ist, wird dieser versiegelt und kann nur wieder verlassen werden, wenn der Held alle Monster erledigt hat. Für die übliche Abenteuertätigkeit, Monster erlegen, erhält dieser auch die üblichen Erfahrungspunkte. Soweit so normal, aber jetzt kommt bereits eine Besonderheit Der Itemshop hat bereits in der frühen Early Access Variante einiges an Auswahl Der Itemshop hat bereits in der frühen Early Access Variante einiges an Auswahl Quelle: Screenshot des Spiels zum Tragen: Die Monster erhalten für den Schaden, den sie dem Helden zufügen, bevor sie das Zeitliche segnen, "Blut" gutgeschrieben. Je mehr Schaden, desto mehr Blut. Sollte eines der Monster es schaffen den Helden tatsächlich zu erledigen, so wird der steuernde Spieler umgehend in die Rolle des Helden versetzt. Jetzt gilt es sich zu beeilen und die gesammelten Blutpunkte im Itemshop bei einer Art "Buddha"-Statue gegen Geld einzutauschen. Auch hier gilt natürlich: Je mehr Blut, desto mehr Geld. Das Bare kann dann gegen verschiedene Gegenstände, Waffen und Spezialattacken eingetauscht werden. Bereits im Early Access ist die Auswahl immens.

    It is not even my final FOOORM. Der Endgegner


    Kourok ist herzallerliebst und will eigentlich nur spielen. Kourok ist herzallerliebst und will eigentlich nur spielen. Quelle: Screenshot Die Helden steigen durch das Besiegen der Monster nach und nach in den Stufen auf und werden stärker. Ab Stufe 10 kann der Held, sofern er sich stark genug wähnt, über den Portalraum zum Bossgegner teleportieren und diesen herausfordern. Auch hier gibt es wieder eine Besonderheit: Anders als bisher, spielt nicht jeder der Geister sein eigenes Monster, sondern alle drei steuern den Bossgegner zusammen. Momentan gibt es hiervon leider nur zwei, aber die haben es in sich. Als Beispiel soll hier mal das "Ding" aus dem Sumpf mit dem illustren Namen Kourok dienen. Dieser ist zwar bewegungsunfähig, sitzt aber schön gemütlich in seiner Sumpfpfütze und ist nicht auf normale Art vom Spieler zu erreichen. Gesteuert werden bei ihm die beiden äußeren Tentakel, wobei eines eine Art Schleim verschießt, der Schaden macht und das andere eine Blase, die den Helden gefangen hält und fast bewegungsunfähig macht, sowie der einäugige Kopf, der einen vernichtenden, aber recht schwer zu zielenden Strahl verschießt. Der menschliche Spieler muss per Schwerthieb explodierende "Schnecken" auf den Kopf verschießen, um dem Monster überhaupt Schaden zu verursachen. Schafft er es ihm so eine explodierende Köstlichkeit tatsächlich in den geöffneten Mund zu befördern, fällt Kourok für kurze Zeit in eine Art Ohnmacht und kann nun auch direkt angegriffen werden. Durch die drei verschiedenen Angriffsarten entsteht durchaus so etwas, wie taktische Tiefe in dem ansonsten äußerst hektischen Gameplay, da die Monsterspieler ihre Angriffe timen müssen, um den Helden zu erwischen.
    Das Portal zum Endgegner lässt sich insgesamt nur drei Mal öffnen Das Portal zum Endgegner lässt sich insgesamt nur drei Mal öffnen Quelle: Screenshot Das Herausfordern des finalen Bosses geht dabei insgesamt und für alle Spieler geltend bis zu drei Mal. Fordert ein Spieler den Gegner zum letzten Mal heraus, bedeutet das, dass der Durchlauf beendet ist, egal wie nun der finale Kampf ausgeht. Besiegt der menschliche Held den Gegner so entflieht er dem Dungeon und geht als Sieger hervor. Verliert er beim letzten Mal, so geht er als Verlierer aus dem Durchlauf hervor, während bei den anderen ein Ranking abhängig von den Erfahrungspunkten stattfindet. Die momentane Strafe für "Humanity lost forever" beschränkt sich darauf, dass der Spielername aus den zu wählenden Profilen verschwindet. Hier könnte man noch ein wenig ansetzen und beispielsweise einen Erfahrungslevel mit dem Namen in Verbindung bringen, der dann weniger wird, sollte man verlieren.

    Monsterevolution, Darwin mal anders


    Evolution durch 'Vitae'. Es gibt mehrere freischaltbare Stufen Evolution durch "Vitae". Es gibt mehrere freischaltbare Stufen Quelle: Screenshot Entscheidet sich ein Spieler ein Level zu beenden, indem er hinabsteigt, erscheint ein Bildschirm, bei dem sogenannte Vitae verteilt wird. Diese hängt etwas undurchsichtig mit den Stufen der Helden zusammen, die im Level erreicht wurden. Benutzt wird sie dann, und hier kommt der interessante Part, um die drei Monster in einer Art Evolutionsbaum weiterzuentwickeln. So wird aus dem bisher schwachen Skelettkrieger ein Bogenschütze, aus dem kleinen Auge, dass blaues Feuer verschießt am Ende gar ein "Beholder" (Rollenspielern mit Sicherheit ein Begriff). Der Baum hat hierbei ein um das andere Mal Abzweigungen, die verschieden Monster hervorbringen. Das Ende der Evolution sieht momentan, bis auf bei einem mit Patch 0.4 nachgelieferten Monster, allerdings immer gleich aus. Die Motivation es zu erreichen, schmälert das nicht im geringsten.

    Ende und Singleplayer vs. Multiplayer


    Am Ende eines Durchlaufs wird den Spielern noch mitgeteilt, unabhängig vom Ergebnis, was freigespielt wurde. Das reicht von Gegenständen im Shop, über neue Fallen, die im Übrigen auch durch Geister besetzt werden können, bis hin zu Göttern und Evolutionsstufen für Monster. Und damit verabschiedet sich Kourok Und damit verabschiedet sich Kourok Quelle: Screenshot
    Die Stärke des Spiels liegt also ganz klar beim Multiplayer, denn es geht doch nichts darüber seinem Mitspieler kurz bevor er schwer geschwächt den Raum verlässt, noch einen Blob vor die Nase zu setzen und ihn am Besten noch damit zu erledigen. Der Multiplayermodus ist momentan nur lokal an einem PC möglich, aber das soll sich in Zukunft auch ändern. Eigentlich macht das aber nichts, denn so ein Couchcoop ist auch mal wieder eine erfrischende Erfahrung.

    Steuerung/Schwierigkeit/KI (Sehr Gut): Die einfachste Antwort ist meistens die richtige

    Ein derart hektisches Spielprinzip bedarf natürlich einer guten Steuerung. Und das muss man sagen ist Powerhoof sehr gut gelungen. Sie ist extrem simpel und einfach zu erlernen, denn eigentlich muss man sich neben den Bewegungstasten oder dem Analogstick nur zwei weiter Tasten merken. Einmal für die Standardattacke und einmal für den Spezialangriff. Wir haben es vornehmlich mit Controller gespielt und empfanden es als sehr gut spielbar. Bei einem kurzen Test ergab sich aber, dass Spieler, die die Maus verwenden, vorallem beim Zielen einen immensen Vorteil haben. Wir raten daher lieber zu Controllern der Fairness halber. Gesteuert werden kann übrigens mit allem, was man an den PC anschließen kann. So zumindest der Eindruck.
    Der Schwierigkeitsgrad der KI lässt sich wie üblich in drei Stufen einstellen, leicht, normal und schwer. Hierbei ist leicht wirklich kaum eine Herausforderung, während es auf Normal schon mal vorkommen kann, dass man einen Durchlauf verliert.

    Grafik/Atmosphäre (Gut): Willkommen zurück 80s

    Natürlich befindet sich die Grafik auf dem Niveau von 2015 und lässt auch ein Crysis im Schatten stehen. Aber mal Spaß beiseite: Genre- und Geister schwirren herum und sammeln Ektoplasma Geister schwirren herum und sammeln Ektoplasma Quelle: Screenshot Indietypisch ist die Grafik grobschlächtig und pixelig, was mitunter zu Schwierigkeiten bei der Lesbarkeit der Texte für Gegenstände führen kann. Im Großen und Ganzen muss man aber sagen, dass sie den 8 Bit Arcadestil blendend einfängt. Selbst die Animationen und Effekte wirken stimmig, da stört auch der durchgehende Braunton des Leveldesigns nach einer Weile nicht mehr. Der hat sogar Vorteile, bei zuviel Bunt würde nämlich hier die sowieso schon schwer zu behaltende Übersicht, vollends flöten gehen. Zur Atmosphäre tragen auch Soundtrack und Soundeffekte bei, vorallem letztere erinnern wirklich an Spielhallenzeiten. Passenderweise, kann man in den Optionen das Spiel sogar für Arcadeautomaten optimieren. Einfach genial.

    Fazit


    Damit kommen wir auch schon zum Fazit. Wie bereits erwähnt habe ich persönlich noch nie so ausgeklügeltes asymmetrisches Gameplay erlebt. Man hat nie das Gefühl, dass man irgendwie "verliert", auch wenn man mal nicht so häufig zum Menschen wird. Das liegt vorallem an den Entwicklungen der Monster, dem spaßigen "Nerven" seiner Mitspieler und auch dem hohen Wiederspielwert. Durch das Freischalten von neuen Göttern, Monstern, Gegenständen und so weiter, hat man immer wieder dieses "Ah einmal mach ich noch" Gefühl, das großes Suchtpotential verspricht. Klar kann man sagen, dass obwohl es auch im Singleplayer gegen Bots durchaus Spaß macht, die Stärke ganz klar im Multiplayer liegt. Zu viert zu spielen, ist eine der besten Spielerfahrungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, vorallem weil der Frust auf ein Minimum begrenzt ist und der Spaß nie zu kurz kommt.
    Für die Zukunft kann ich nur eins sagen: Gebt uns mehr: Mehr Monster, mehr Settings (in 0.4 ist die Mine hinzugekommen), mehr Bossgegner, mehr Gegenstände. Ein wenig Balancing bedarf es auch, denn eine der Spezialattacken ist deutlich zu stark. Hier kann man als Held eine Art Schleim auf den Boden auslegen, welcher den Monstern schweren Schaden zufügt. Da dies in recht kurzen Abständen möglich ist, kann man es schon als die Beste Attacke bewerten. Sind die Monster allerdings erstmal aufgewertet, rettet auch der größte Schleimteppich nicht mehr.
    Ich kann also nur eine Kaufempfehlung aussprechen und hoffe, dass das Spiel in Zukunft etwas mehr Medienaufmerksamkeit bekommt und die beiden Entwickler dran bleiben.


    RISAG Test Video:

    Crawl

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: RoTTeN1234
    80 %
    Multiplayer
    87%
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Atmosphäre
    9/10
    PC GAMES
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von RoTTeN1234
    Hihihi.... *stolzbin*Ist das normal, dass der in der mobilen Version im Ticker auftaucht, aber in der Standardversion…

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    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von RoTTeN1234 Erfahrener Benutzer
        Hihihi.... *stolzbin*

        Ist das normal, dass der in der mobilen Version im Ticker auftaucht, aber in der Standardversion im Internet nicht?

        Edit: Ah jetzt ist er aufgetaucht  Zwar nicht im Ticker aber in der Hauptansicht :P

        Edit2: Und schon wieder weg. Schade. So findet den ja keiner 
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Crawl
Einer gegen Alle, Alle gegen Alle - Leser-Test von RoTTeN1234
Treffen sich zwei Australier und beschließen: Wir machen ein geniales Multiplayerspiel. Klingt nach einem Witz? Ist aber absolut ernst gemeint. Unser Leser RoTTeN1234 hat Crawl für euch getestet.
http://www.pcgames.de/Crawl-Spiel-55367/Lesertests/Einer-gegen-Alle-Alle-gegen-Alle-Leser-Test-von-RoTTeN1234-1154481/
25.03.2015
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