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  • Counterspy im Test: Vorhersehbare Stealth-Action für zwischendurch (mit Video-Review)

    Die comichaften Explosionen sind das Highlight der technisch nur soliden Optik auf Basis der Unity-Engine. Quelle: Videogameszone

    Wenn James Bond und Austin Powers Urlaub machen, müssen Playstation-Spieler halt als Geheimagent die Welt retten: In Counterspy verhindert ihr eine Eskalation des Kalten Krieges, die Atomraketen und den Mond beinhalten. Ob das actionlastige Schleichspiel mit Comic-Grafik als Indie-Geheimtipp für das Sommerloch taugt, verrät euch unser Counterspy-Review mit Testvideo.

    Was wäre Austin Powers ohne sein Mojo? Und wie würde es James Bond ergehen, wenn Q ihn nicht vor jeder Mission mit Schuh-Klappmesser und U-Boot-Sportwagen ausstatten würde? In Counterspy erfahrt ihr es: In dem exklusiv für Sony-Konsolen erhältlichen Stealth-Actionspiel steuert ihr keinen legendären Geheimagenten, sondern nur einen namenlosen Spion mit Maske, der auf lautloses Anschleichen, Nahkampf-Takedowns und sein Waffenarsenal vertraut, um erfolgreich Bunker-Anlagen der westlichen Imperialisten und der östlichen Kommunisten zu infiltrieren und die Startcodes für deren Atomraketen zu klauen.

    Warum er das tut? Damit die beiden Konfliktparteien dieses leicht modifizierten Kalten Krieges nicht den Mond in die Luft jagen, ist doch klar! Ihr seht schon: Das mit feinem 60er-Jahre-Soundtrack und typischer Agenten-Optik herzallerliebst umgesetzte Szenario von Counterspy nimmt es mit den historischen Fakten nicht ganz so genau.

    Beliebige Zufallslevels

    Im Dienste der altruistischen Geheimorganisation C.O.U.N.T.E.R. absolviert ihr eine Reihe von Missionen, die euch in zufallsgenerierte Levels führen. Das ist zum einen gut, weil ihr Counterspy so theoretisch unendlich lange spielen könnt, was durch die drei Schwierigkeitsgrade (zwei davon wie bei New Game+ erst nach dem Durchspielen der Kampagne verfügbar) und eine Online-Rangliste für euren Highscore unterstützt wird. Zum anderen wiederholen sich die einzelnen Bunker-Bausteine schnell und die Layouts der Anlagen ähneln sich nach kurzer Zeit stark.

    Erkundungsfreudige Spieler werden trotzdem belohnt, denn immer wieder führen versteckte Lüftungsschächte zu Behältern mit Geheiminformationen, die ihr gegen einen fetten Geldbonus eintauscht. Außerdem finden sich in Safes Blaupausen für neue Bleispritzen und sogenannte Formeln, welche eurem Agenten spezielle Boni verleihen. So bewegt er sich mit der richtigen Formel etwa auch im Laufschrift immer absolut lautlos oder hält länger feindlichen Beschuss aus. Die Formeln müsst ihr vor jeder Mission aufs neue erwerben, insgesamt sind maximal drei pro Durchgang erlaubt. Schade: Einige Verbesserungen sind deutlich nützlicher als andere, weshalb man sich schnell eine effektive Kombination überlegt und dabei bleibt. Aufgrund der Drei-Formel-Beschränkung bleibt kaum Raum für Experimente.

    05:23
    Counterspy im Testvideo: Kalter Krieg im feinen Comic-Stil

    Auch der eigentliche Spielablauf fühlt sich schnell nach Routine an. Aus einer seitlichen Perspektive bewegt ihr euren Agenten in der Horizontalen und Vertikalen; die Tiefe des Raums bleibt den Widersachern vorbehalten. Um sie auszuschalten, empfiehlt es sich, das Deckungssystem zu nutzen: An markierten Stellen im Level schmiegt sich der Protagonist auf Knopfdruck an eine hüfthohe Mauer, woraufhin die Perspektive effektvoll zu einer Über-die-Schulter-Kamera wechselt. Von hier aus erledigt ihr Gegner mit normaler und schallgedämpfter Pistole, legt sie per Betäubungspfeil schlafen oder vertraut auf Schrotflinte und Maschinenpistole, um sie mir nichts, dir nichts aus den Latschen zu pusten.

    Am Ende jedes Levels gilt es solch einen Computer per Tastendruck zu hacken. Am Ende jedes Levels gilt es solch einen Computer per Tastendruck zu hacken. Quelle: Videogameszone Das steuert sich mit dem Dual-Shock-Gamepad oder den Analogsticks der PS Vita gut und macht Laune. Feinde rüsten im Spielverlauf auf, treiben euch etwa mit Granaten aus der Deckung oder feuern gar Raketen ab. Ihr kontert mit dem Beschuss explodierender roter Fässer. Knallige Explosionen und wild durch die Luft fliegende Soldaten halten die Gefechte frisch, auch wenn es bei besiegten Gegnern im Test auf der PS4 stellenweise zu schrägen Grafikfehlern kam: Das Ragdoll-System ließ eine Leiche noch minutenlang zwischen einem Tisch und einer Wand hin und her zappeln, ein anderer Widersacher bekam nach seinem Tod einen langen Hals, der jede Giraffe neidisch machen würde. Aufgrund des drolligen, wenn auch technisch eher bescheidenden Comic-Grafikstils wirken solcher Absonderlichkeiten aber eher amüsant als störend.

    Lautloser Killer

    Kameras (links) erhöhen die Defcon-Stufe, wenn wir in ihr Sichtfeld wandern. An Arzneischränken (Mitte) heilt sich der Agent. In Tresoren (rechts) finden sich Blaupausen. Kameras (links) erhöhen die Defcon-Stufe, wenn wir in ihr Sichtfeld wandern. An Arzneischränken (Mitte) heilt sich der Agent. In Tresoren (rechts) finden sich Blaupausen. Quelle: Videogameszone Counterspy ist letztlich mehr Schleichspiel als Deckungs-Shooter: Der Agent hält nur wenige Treffer aus, bevor er den Löffel abgibt, und intelligentes, unauffälliges Vorgehen wird belohnt. So gibt es für Kopfschüsse aus der schallgedämpften Pistole mehr Punkte, die sich zu eurem Highscore addieren. Wer sich langsam an ahnungslose Feinde anschleicht und sie von hinten per Nahkampf-Takedown ausschaltet, erhält ebenfalls zusätzliche Zähler. Zudem gilt es, Kameras auszuweichen oder sie mit einem gezielten Schuss zu zerstören. Wichtig für Fans von Splinter Cell & Co: Feinden auszuweichen ist in Counterspy nicht Sinn der Sache und wird auch nicht belohnt. Es gilt, die Gegner möglichst effektiv und lautlos aus dem Weg zu räumen, nicht wie ein Schatten durch die Levels zu gleiten, ohne einer Wache auch nur ein einziges Haar zu krümmen!

    Wer zu rabiat vorgeht oder im Kampf stirbt, den bestraft das Spiel jedoch: Die Defcon-Stufe, die bei den Atommächten wie ein Rückwärts-Countdown zum Dritten Weltkrieg funktioniert, erhöht sich. Bei Defcon 5 ist alles okay. Wird Defcon 1 erreicht, habt ihr 60 Sekunden Zeit, zu einer Konsole am Ende des Levels zu sprinten und den Start der Atomraketen zu verhindern. Ansonsten heißt es: Game over. Schön: Die Defcon-Stufe wird von Mission zu Mission übernommen. Wer also viel Lärm macht, der muss in späteren Aufträgen mit erhöhter Alarmbereitschaft rechnen. Das führt unter anderem dazu, dass Wachen öfter zu zweit patroullieren, was die Herausforderung erhöht. Die Defcon-Stufe lässt sich senken, indem ihr Offiziere mit vorgehaltener Waffe zum Aufgeben zwingt.

    Im Nahkampf schaltet der Agent (links) seine Feinde sofort aus. Ihr drückt dazu lediglich die Viereck-Taste. Im Nahkampf schaltet der Agent (links) seine Feinde sofort aus. Ihr drückt dazu lediglich die Viereck-Taste. Quelle: Videogameszone

    Rivalen und verpasste Chancen

    Das Deckungssystem funktioniert gut; wer zu lange hinter einer Wand verharrt, dem rücken die Gegner mit Granaten zu Leibe. Das Deckungssystem funktioniert gut; wer zu lange hinter einer Wand verharrt, dem rücken die Gegner mit Granaten zu Leibe. Quelle: Videogameszone Der aus diesen Zutaten bestehende Missionsablauf gestaltet sich immer gleich: Auf der Suche nach zu hackenden Computern mit den benötigten Startcodes befördert ihr ganze Hundertschaften russischer und amerikanischer Soldaten unter die Erde, sucht nach Upgrades sowie Geld-Boni und liefert euch nebenbei eine Privat-Fehde mit einem automatisch ausgewählten Rivalen. Das ist ein anderer Spieler, dessen Level-Highscore euch Counterspy euch als zu überbietende Bestmarke präsentiert: Wer mehr Punkte als der Rivale sammelt, findet im nächsten Auftrag die Leiche des geschlagenen Agenten und erhält dafür einen besonders dicken Bonus. Diese optionale Online-Funktionalität dient als Ersatz für einen echten Mehrspielermodus, der leider fehlt. Gerade eine kooperative Spielvariante hätte gut zum Spielprinzip gepasst!

    Das ist nicht der einzige Punkt, bei dem Counterspy-Entwickler Dynamighty Potenzial liegen lässt. Die künstliche Intelligenz der Computergegner zeigte im Test immer wieder Aussetzer. Feinde reagierten etwa unrealistisch dämlich, wenn wir einen ihrer Kameraden ausschalteten und sie auf dessen Leiche stießen. Im Kampf gegen Soldaten mit Raketen- oder Granatwerfern kam es schon mal vor, dass diese ihre eigenen Kumpanen ins Jenseits beförderten - dass Friendly Fire etwas Schlechtes ist, hat ihnen ihr Ausbilder im Armeelager wohl verschwiegen.

    Davon abgesehen hätte Counterspy mehr Abwechslung im Spielverlauf gut getan. Abgesehen von neuen Waffen und den passiven Boni der Formeln gibt es keine coolen High-Tech-Gadgets, die einem etwa in der Splinter Cell-Serie ungewöhnliche Taktiken erlauben. Gegner lassen sich nicht ablenken, Kameras nicht stören, es gibt keine Geschütztürme umzuprogrammieren oder Leichen zu verstecken. Counterspy konzentriert sich auf das Wesentliche und wirkt daher immer wieder arg simpel und durchschaubar. Das gilt auch für die Hintergrundgeschichte, die lediglich eine Alibi-Funktion erfüllt, aber zumindest mit ein paar gut gemeinten (unvertonten) Dialogzeilen für das ein oder andere Schmunzeln sorgt.

    Allzu lang hält der begrenzte Spielspaß von Counterspy zudem auch nicht an, nach gerade mal drei Stunden habt ihr alle für die Story relevanten Aufträge inklusive der besonders anspruchsvollen letzten Mission absolviert. Danach könnt ihr noch eine Weile auf Highscore-Jagd gehen und die letzten ausstehenden Verbesserungen freischalten. Das sich schnell abnutzende Spielprinzip versprüht aber insgesamt nur wenig Langzeitmotivation.

    Counterspy gibt es exklusiv in Sonys PSN-Store und kostet knapp 13 Euro. Der Download beinhaltet Versionen für Playstation 4, PS3 und PS Vita (Cross Buy). Auf einer Plattform erspielte Verbesserungen sind auch auf den anderen Konsolen verfügbar.

    Counterspy (PS4)

    Spielspaß
    68 %
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Counterspy (PS3)

    Spielspaß
    68 %
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Counterspy (PSV)

    Spielspaß
    68 %
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schleichen geht leicht von der Hand
    Launige Ballereien mit unterschiedlichen Waffen
    Gutes Deckungssystem mit schönen Kameraschwenks
    Solides Platformer-Gameplay aus aus der seitlichen Perspektive
    Verschiedene Gegnertypen
    Cleveres Defcon-System
    Unauffälliges es Vorgehen wird belohnt
    Stimmiger 60er-Jahre-Stil mit passender Musik
    Befriedigende Takedowns
    Zufallsgenerierte Levels
    Suche nach Formeln und Waffen-Blaupausen motiviert zum Erkunden der Levels
    Zwei freispielbare höhere Schwierigkeitsgrade (New Game+)
    Unaufdringliche Online-Anbindung mit Punkte-Wettstreit und Rangliste
    Dank Cross Buy ein Komplettpaket mit Versionen für PS4, PS3 und PS Vita
    Erspielte Formeln und Waffen lassen sich zwischen PS4, PS3 und PS Vita austauschen.
    Missionen mit den immer gleichen Level-Bausteinen
    Das simple Spielprinzip hält auf Dauer keine Überraschungen bereit
    Keine interessanten Gadgets/Waffen, die neue Spielweisen erlauben
    Inkonsequente KI (nutzt unter anderem keine Leitern)
    Sehr kurze Spielzeit (Story lässt sich in unter drei Stunden abschließen)
    Banale Hintergrundgeschichte ohne Überraschungen
    Anfangs nur ein (zu niedriger) Schwierigkeitsgrad verfügbar
    Kaum Sprachausgabe (unvertonte Dialoge)
    Kein echte Mehrspielermodus

  • Counterspy
    Counterspy
    Publisher
    Sony
    Developer
    Sony
    Release
    20.08.2014

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Killing Floor 2 Release: Killing Floor 2
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Counterspy
Test: Vorhersehbare Stealth-Action für zwischendurch
Wenn James Bond und Austin Powers Urlaub machen, müssen Playstation-Spieler halt als Geheimagent die Welt retten: In Counterspy verhindert ihr eine Eskalation des Kalten Krieges, die Atomraketen und den Mond beinhalten. Ob das actionlastige Schleichspiel mit Comic-Grafik als Indie-Geheimtipp für das Sommerloch taugt, verrät euch unser Counterspy-Review mit Testvideo.
http://www.pcgames.de/Counterspy-Spiel-20439/Tests/Test-Vorhersehbare-Stealth-Action-fuer-zwischendurch-1133304/
23.08.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/08/Counterspy_10-pc-games_b2teaser_169.jpg
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