Der Taktik-Shooter für Solospieler
Für romantische Gondelfahrten bleibt keine Zeit, wenn Sie in der Stadt der Liebe Terroristennester ausheben müssen.
Wenn sich abends in der U-Bahn zwei Jugendliche über sowjetische Sturmgewehre, Blendgranaten und Kopfschüsse austauschen, handelt es sich dabei nur selten um Waffennarren. Viel wahrscheinlicher ist, dass die beiden zu den 30.000 bis 40.000 begeisterten Anhängern von Counter-Strike zählen, die jeden Tag auf den unzähligen Internet-Servern Räuber und Gendarm spielen. Der ursprünglich kostenlos zum Download angebotene Mod für Half-Life ist inzwischen populärer als kommerzielle Kracher wie Unreal Tournament. Nur: Wer keinen Internet-Anschluss hat oder nicht hin und wieder zu Netzwerk-Partys pilgert, guckt in die Röhre.
Die in Texas beheimateten Entwickler von Gearbox (Opposing Force, Blue Shift) wollen das ändern. Counter-Strike: Condition Zero soll den Taktik-Shooter auch für Einzelspieler öffnen. Damit ist es noch nicht getan, denn mit neuen Karten, Missionen, Waffen, Rollenspielelementen, einem Storymodus und Verbesserungen in Grafik, Sound und Bedienung wird das Action-Universum noch ausgedehnter. Der Clou: Gearbox will die meisten Neuerungen kostenlos per Patch veröffentlichen, so werden auch Multiplayer-Fans in den Genuss der vielen Verbesserungen kommen.
Weltbewegendes ändern die Gearbox-Mannen am bewährten Spielprinzip natürlich nicht. Auch in der Soloversion sind Sie Teil einer Polizei- oder einer Terrorgruppe, die sich gegenseitig die Kugeln um die Ohren jagen, Bomben legen oder entschärfen, Geiseln nehmen oder befreien. Allerdings schlüpfen statt menschlicher Mitspieler computergesteuerte Bots in die Rollen Ihrer Gegner und Teamkameraden. "Für die künstliche Intelligenz haben wir den besten Mann auf diesem Gebiet engagiert: Markus Klinge hat mit den PodBots die bislang glaubwürdigsten Computergegner ins Leben gerufen. Für Condition Zero hat er den Programmcode noch weiter verfeinert", behauptet Gearbox-Boss Randy Pitchford. Und dann erzählt er, wie Beta-Tester nach einigen Runden gar nicht glauben wollten, dass sie da gegen Bots und nicht gegen Opponenten aus Fleisch und Blut angetreten waren.


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