Taktik-Shooter mit Golfkrieg-Thematik.
Wie in C&C: Renegade steuern Sie Fahrzeuge, darunter Jeeps und Panzer. Auf Wunsch fährt der PC, während Sie schießen.
Als am Morgen des 2. August 1990 irakische Soldaten in Kuwait einmarschierten, hagelte es Protest von den Vereinten Nationen. Weil Saddam Hussein trotzdem keinen Rückzug anordnete, kam es zum Golfkrieg - das ist ernster Stoff, auf dem Desert Storm basiert. Weniger ernst ist die Umsetzung. Wie in C&C: Renegade wird Krieg mit einem Augenzwinkern simuliert. Sie steuern ein amerikanisches, vierköpfiges Spezialistenteam im Kampf gegen die Widersacher durch die Wüste und nehmen es locker mit einer feindlichen Überzahl auf: Gegner, die hektisch aus Zelten kommen, erledigen Sie ruckzuck mit Schnellfeuergewehren; Helikopter, die am Himmel Kontur annehmen, schießen Sie lässig aus dem Handgelenk mit Raketenwerfern ab, Panzern blüht dasselbe Schicksal. Ein Taktik-Shooter will Desert Storm sein, doch von Realismus hält der Titel so viel wie Hussein von Demokratie. Zwar dürfen Sie mit den Zahlentasten in Echtzeit zwischen den Figuren Ihres Teams umherschalten, um jeweils eine Person direkt zu lenken. Aber nur theoretisch lassen sich damit hübsche Fallen aufstellen, etwa: Scharfschützen als Rückendeckung auf einem Felsvorsprung positionieren, während der Sprengstoffexperte im feindlichen Lager eine Bombe legt. In Wirklichkeit ist das Feature ein Blender; rohe Gewalt führt genauso - und schneller - ans Ziel.

