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  • Nachschub im Anmarsch Auf zum nächsten Gefecht

    DAS WAR WOHL NIX Sobald Ihre Commandos unvorsichtig agieren und von den Feinden entdeckt werden, rollt schwergewichtige Verstärkung an. DAS WAR WOHL NIX Sobald Ihre Commandos unvorsichtig agieren und von den Feinden entdeckt werden, rollt schwergewichtige Verstärkung an. Der Green Beret schaut nervös aus den Jeep, den er sich gerade geschnappt hat. Dann plötzlich das laute Krachen einer Explosion. Unser Pionier hat seine Aufgabe erfüllt und den japanischen General mit einer Handgranate ausgeschaltet. Schnell sprintet er in den Jeep und ab geht die Flucht durch eine enge Straße, verfolgt von feindlicher Infanterie und einem Panzer. Genau nach Plan, denn so locken wir die chancenlosen Gegner in den Hinterhalt, den wir mit verbündeten Truppen an dieser Stelle gelegt haben.
    Wo offene Kämpfe versagten oder das Unmögliche möglich gemacht werden musste, kamen bei den Alliierten im Zweiten Weltkrieg die Commandos zum Einsatz. Ein Starensemble weniger Spezialisten, die sich als Team perfekt ergänzen und ihre hoffnungslose zahlenmäßige Unterlegenheit so in einen Vorteil ummünzen. Mit einer genialen PC-Umsetzung dieser Thematik landeten die Pyro Studios einen Überraschungshit und lassen dem Mission-Pack Im Auftrag der Ehre im März den zweiten Teil folgen. Bei einer Vorführung der neuesten Version standen uns in Madrid Projektleiter Gonzo Suarez und Chefprogrammierer John Beltran Rede und Antwort und zeigten, was sich seit der E3 alles geändert hat. Dabei machten die Spanier eines gleich zu Beginn klar: Der Schlüssel zum Erfolg ist mehr denn je die taktisch geschickte Kombination der Fähigkeiten Ihrer Commandos. Sie entscheiden über die klassische Frage "Wer macht wo, wann, was?" und hebeln nach und nach die Phalanx feindlicher Truppen aus. Geduld, Vorsicht und Beobachtungsgabe sind die Fähigkeiten, die ein erfolgreicher Commandos 2-Zocker mitbringen muss, da die feindlichen Truppen noch misstrauischer und aufmerksamer als im ersten Teil sind und jeder Seltsamkeit nachgehen.
    Ihr Spezialistenteam besteht inzwischen aus acht Mitgliedern, die je nach ihren Fähigkeiten für verschiedene Aufgaben prädestiniert sind. Während der Green Beret als Mann fürs Grobe die Feinde bevorzugt lautlos mit dem Messer ausschaltet, zieht der Pionier mit schweren Waffen, Granaten und Sprengstoff eine pyrotechnische Show ab. Nichts für den Taucher, der sich im nassen Element wohl fühlt und dort am effektivsten agiert. Die anderen Protagonisten können zwar inzwischen auch schwimmen, sollten dies aber nur im Notfall tun. Außer dem Green Beret erzeugen sie nämlich etwa genauso viel Planschgeräusche wie ein Nilpferd beim Turmspringen und werden so leichte Beute für feindliche Truppen. Nachdem alle menschlichen Teammitglieder Ihre Fahrprüfung bestanden haben, darf auch jeder zumindest einfache Fahrzeuge, beispielsweise Jeeps und Motorräder steuern, in tropischen Gefilden können Sie gar auf Elefanten reiten. Komplizierte Vehikel wie Panzer bleiben dennoch den Spezialisten vorbehalten. Für die Bedienung eines Stahlkolosses werden aber gleich zwei Mann gebraucht: ein Fahrer sowie ein weiterer Kamerad, der sich um den Geschützturm kümmert. Eine Mischung aus Spion und Schütze stellt die geheimnisvolle Natasha dar, deren größte Waffe ihre offensichtlich wohl proportionierte Weiblichkeit ist. Durch gezieltes Anbaggern zieht die aparte Schönheit die Aufmerksamkeit feindlicher Soldaten auf sich, hat aber im Gegensatz zum Spion nur diese Möglichkeit zur Ablenkung. Das Anlegen feindlicher Uniformen und die unauffällige Beseitigung der Gegner mittels Giftinjektion bleibt diesem Spezialisten vorbehalten. Dafür ist Natasha neben dem Scharfschützen am geschicktesten im Umgang mit dem entsprechenden Gewehr. Mit dem neuen Charakter des Einbrechers trägt Pyro der Tatsache Rechnung, dass alle Gebäude begehbar sind und eine wichtige strategische Rolle spielen. Lautlos dringt der Spitzbub durch Fenster in Häuser ein und knackt Schlösser von Kisten oder Schränken, in denen sich mitunter Munition, Waffen oder andere nützliche Utensilien befinden und macht außerdem feindliche Truppen unschädlich. Und sollte er doch entdeckt werden, versteckt er sich kurzerhand unter dem Bett, im Schrank oder macht sich mit einem Sprung aus dem Fenster aus dem Staub. Nicht zu vergessen ist der tierische Neuzugang Whisky (siehe Kasten "Auf den Hund gekommen"). Welcher Commando was wie gut kann, insbesondere bei den gemeinsamen Fähigkeiten wie Schwimmen, Fahren, Schießen, entscheidet sich endgültig erst beim abschließenden Ausbalancieren.
    So vielfältig die Fähigkeiten sind, so verschieden fallen die Missionen aus: Mal steht die Befreiung von Gefangenen auf dem Programm, dann müssen Sie eine bestimmte Stellung verteidigen, feindliche Lager infiltrieren oder wichtige Gegenstände wie Geheimakten finden und stehlen. Die Einsätze orientieren sich an historischen Ereignissen und bekannten Filmen wie Die Brücke am Kwai, Das Boot oder Der Soldat James Ryan und spielen an entsprechend unterschiedlichen Schauplätzen. Ob in Thailand, Afrika, Frankreich, Nordeuropa oder auf den pazifischen Inseln, die Commandos lösen auf der ganzen Welt knifflige Aufträge, die mit einer Hintergrundstory miteinander verknüpft sind. Das erklärte Lieblingsszenario von Projektleiter Gonzo Suarez ist die Mission, in der Sie Offiziere aus dem deutschen Hochsicherheitsgefängnis Colditz befreien müssen. Das Gelände wurde dank umfangreicher historischer Daten genau nachgebildet und stellt eine nahezu uneinnehmbare Festung dar. In dieser, wahrscheinlich schwersten, Mission müssen Sie laut Suarez wirklich sämtliche Fähigkeiten der Truppe einsetzen, um erfolgreich zu sein. Offene Konfrontation können Sie sich hier und in allen anderen Missionen abschminken, diese kommt so gut wie nie zum Einsatz. Und wenn, dann so kontrolliert wie im eingangs beschriebenen Hinterhalt. Dieses taktische Mittel wir dadurch möglich, dass Sie verbündeten Truppen entsprechende Anweisungen geben können. Klingt vielleicht banal, ist in einigen Szenarien aber der Schlüssel zum Erfolg. In den meisten Fällen entspricht das Gameplay dem ersten Teil: Sie entledigen sich sukzessive Ihrer Feinde, man könnte auch sagen, dass Sie zahlreiche Mini-Puzzles lösen, um schließlich das Hauptziel der zwölf Missionen zu erreichen. Mit diesen kleinen Erfolgserlebnissen wird ständig die Motivations- und Spannungskurve am Anschlag gehalten. Oftmals haben Sie aber nicht nur eine Direktive, sondern müssen mehrere Aufgaben innerhalb eines Auftrags erfüllen. Beispielsweise müssen Sie in der Mission Der Soldat James Ryan den Burschen zunächst einmal finden, anschließend verteidigen und lebendig aus der Schlacht bringen.
    Grafisch überzeugt Commandos 2 bereits in der vorliegenden Version. Selbst in einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten und ohne 3D-Unterstützung schlägt es die versammelte Konkurrenz um Längen und setzt die Welt fast schon fotorealistisch in Szene. Mit der genannten Konfiguration soll das Spiel laut Pyro sogar auf einem Pentium 166 mit 32 MB Arbeitsspeicher laufen. Höhere Auflösungen werden unterstützt und scheinen auf den ersten Blick aus Gründen der Übersichtlichkeit sinnvoll. Da sich die Karte frei zoomen lässt, sind sie aber nicht notwendig. Den genialen Look verdankt das Spiel einer neuartigen Grafikengine, die eigens für das Spiel programmiert wurde. Dabei werden Gebäude, Fahrzeuge und Figuren als dreidimensionale Objekte auf eine 2D-Oberfläche platziert. Sehr gut gelungen sind auch die Animationen der Charaktere. Alles wirkt flüssig und lebensecht, vom Erklimmen eines Mastes über das Hangeln an Wäscheleinen bis hin zum Handgranatenwurf. Besonders detailverliebt: Langsam schwimmen die Commandos im Bruststil, während Sie schnellere Strecken im Kraulen zurücklegen.
    Commandos 2 legt wie sein Vorgänger das Hauptaugenmerk auf die Einzelkampagne. Der geplante kooperative Mehrspielerpart wird daher vermutlich ein ebensolches Nischendasein fristen wie sein Pendant im Originalspiel. Irgendwie klar, denn sekundengenaues Timing kriegt man alleine nun mal besser hin. Interessanter klingt da schon die Variante, in der mehrere Zocker mit Ihren Truppen gegeneinander antreten dürfen. Als möglichen Modus nannte Suarez neben Deatchmatch auch King of the Hill. Dabei hält ein Spieler eine bestimmte Position, während der Gegner versucht, eben diese zu stürmen.

  • Commandos 2: Men of Courage
    Commandos 2: Men of Courage
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Pyro Studios
    Release
    21.09.2001
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Commandos 2: Men of Courage
Nachschub im Anmarsch Auf zum nächsten Gefecht
http://www.pcgames.de/Commandos-2-Men-of-Courage-Spiel-20307/News/Nachschub-im-Anmarsch-Auf-zum-naechsten-Gefecht-5058/
07.03.2001
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