PC Games Meisterwerke: Heute mit Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt
Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt
Was dann allerdings kam, hat mich aber doch überrascht. C&C brachte es fertig, dieses Genre komplett neu zu definieren. Dabei war die Bedienung geradezu kindisch einfach und der Blick ins Handbuch eigentlich nie wirklich nötig. Trotz extrem einfacher Steuerung waren die Missionen jedoch überraschend komplex und fesselten mich wochenlang. Nicht unerheblich hat dazu die ausgesprochen spannende Hintergrundgeschichte beigetragen, die den Spieler mit in die Handlung einbezog. Im Verbund mit dem fetzigen Soundtrack, der das Geschehen auf dem Monitor vorbildlich untermalte und sogar in der Stereoanlage alles andere als peinlich war, konnte man sich dem Charme des Spiels schwer entziehen. Der Komponist Frank Klepacki hat sicherlich sehr viel zum Erfolg der Reihe beigetragen.
Ich persönlich habe bei diesem Spiel vor allem die plumpen, dummen Sammler in mein Herz geschlossen. Diese Geräte hatten so viel von Kühen an sich, dass ich mich bis heute wundere, warum sie nicht braun waren. Emsig kullerten sie durch die Gegend und mehrten meinen Vorrat an Tiberium. Immer? Fast immer. An manchen Engpässen konnte es schon vorkommen, dass sie sich gegenseitig im Weg standen und nichts mehr ging. Sehr beliebt war auch die Variante, Tiberum direkt vor den Geschütztürmen des Gegners zu ernten. Es war also ratsam, immer ein wachsames Auge auf seine Sammler zu haben, was den innigen Kontakt natürlich verstärkte. Ab und zu gelang es aber auch, einen gegnerischen Soldaten mit der Kuh ... äh ... dem Sammler zu überfahren und man freute sich am leisen Knacken und dem kleinen, roten Fleck. Nicht lachen - damals haben wir das noch als brutal empfunden!
Und wo wir gerade bei dem Thema brutal sind: C&C war mein erstes Multiplayer-Spiel! Nun darf man sich das aber nicht so vorstellen wie heute: ins Internet einloggen und fertig. Hier mussten noch ganze Computer in einen Raum geschleppt und mit Kabeln verbunden werden. Hatte man diese Hürde genommen, musste man schmerzhaft erfahren, dass ein IPX-Protokoll wirklich nichts für Grünschnäbel war und das Spiel erst "Multi" wurde, wenn dieses Protokoll lief. Oft haben wir fast genauso lange gebastelt, bis alles lief, wie gespielt. Ja, Multiplayer war da noch etwas für echte Männer!
Ebenfalls interessant:
Immer auf dem neuesten Stand: PC Games bei Twitter
PC Games Meisterwerke: Heute mit Warcraft 2: Tides of Darkness
PC Games Meisterwerke: Heute mit MDK
PC Games Meisterwerke: Heute mit Monkey Island 2: LeChuck's Revenge
PC Games Meisterwerke: Heute mit Populous
Retro-Wahnsinn #5: Kultige Inserate zu Starcraft, Half-Life (dt.), Anno und Co.
Retro-Wahnsinn #4: Kultige Inserate zu Resident Evil, Outlaws, Käpt"n Blaubär und mehr
Retro-Wahnsinn #3: Von Diablo, Worms und Sex-Sells-Offensichtlichkeiten
Retro-Wahnsinn #2: Kultige Inserate zu Warcraft 2, Bleifuss, C&C und mehr!
Retro-Wahnsinn: Kultige Werbung aus dem Jahr 1994
Werbung:
Fast alle Command&Conquer-Spiele bei Amazon auf einen Blick.
- Schlagwörter:
- , command and conquer


Dr. Moebius natürlich
Das ist ein Zitat von... ?