Colin McRae: Dirt
Staubige Pisten, harte Rennen, atemberaubende Inszenierung - hier schnellt Ihr Puls in die Höhe.
Zwei Jahre war es ruhig um die Rallye-Spiel-Legende aus dem Hause Codemasters. Nun erscheint endlich Colin McRae: Dirt. Mit Innovationen im Gepäck nimmt der Titel wieder Kurs auf den Genre-Thron.
Der sechste Teil der Reihe beschreitet neue Wege. Statt wie gewohnt nur Rallye-Fans zu fordern, lockt er mit frischen Renndisziplinen (siehe Kasten) vor den Bildschirm. Das macht den pyramidal aufgebauten Karriere-Modus spannend. Denn sämtliche Rennarten sind vertreten, insgesamt 66 Events erwarten Sie. In diesen erfahren Sie Preisgelder und Punkte. Vom gewonnenen Schotter kaufen Sie sich nach und nach verschiedene Gefährte. Ob Rallye-Flitzer, Buggys oder Trucks, im Fuhrpark ist alles vertreten, was die Rallye-Welt hergibt. Die Punkte benötigen Sie, um die Karriereleiter nach oben zu klettern. Am Ende entlohnt Colin McRaes selbst entworfenes Auto, der R4, als Siegprämie. Neben der Karriere fahren Sie im Meisterschafts-Modus (der frühere Karriere-Modus, der nur auf Rallye ausgelegt ist) verschiedene Rallye-Events oder wählen die Option Rallye-Welt und bestreiten Einzelrennen und -events. Das ist vor allem für Anfänger ratsam, um mit den Wagen zurechtzukommen.
Erstmals fahren Sie in Dirt gegen andere Fahrer, die sich zeitgleich mit Ihnen auf der Strecke befinden. Das Verhalten der Kontrahenten ist gut gelungen. Kurz nach dem Start versuchen sie, Ihren Wagen von der Strecke zu drängen. Den kleinsten Fahrfehler nutzen sie aus und überholen Sie. Die Rivalen sind allerdings auch nicht perfekt: Sie verpassen den Bremspunkt, schleudern mit zu hoher Geschwindigkeit aus der Kurve oder drehen sich auf regennasser Fahrbahn. Das Verhalten hängt vom eingestellten Schwierigkeitsgrad ab.
Dieser ist vor allen Events wählbar: Anfänger, Clubman, Amateur, Pro AM und Professional sind die Klassen, in denen Sie antreten. Damit spricht der Titel jegliche Spieler-Gruppen an. Im Anfänger-Modus nehmen Schäden nur optisch Einfluss auf Ihren Wagen und Ihre Kontrahenten setzen Sie kaum unter Druck. Je sicherer Sie aber fahren, desto härter gestalten sich die Rennen. Ein "professioneller" Fahrer muss zum Beispiel darauf achten, die Ideallinie einzuhalten, damit er auf dem Siegertreppchen steht, und darf seinen Wagen nicht schrottreif machen. Dafür winkt aber ein höheres Preisgeld.
Das detaillierte Schadensmodell ermöglicht es, die 46 durchweg lizenzierten Flitzer in ihre Einzeltei le zu zerlegen. Krachen Sie gegen die Leitplanke, zerbirst die Windschutzscheibe, der Kotflügel segelt durch die Luft oder ein Rad verabschiedet sich. Auch die Leitplanke trägt Spuren des Unfalls davon. Jeglicher Schaden, den Ihr Wagen einsteckt, ändert das Fahrverhalten merklich.
Fahren Sie im späteren Spielverlauf ein Etappen-Event, bei dem Sie Ihr Auto erst vor dem dritten Rennen reparieren dürfen, beeinflussen Fahrfehler der ersten Runde schnell den Ausgang des gesamten Wettbewerbs. Generell ist der Schwierigkeitsgrad ausgewogen. Nach kurzer Spielzeit haben Sie Ihre Karre im Griff.
Da Colin McRae: Dirt keine lupenreine Simulation á la Richard Burns Rally ist, hält sich das Frustpotenzial in Grenzen. Egal ob Sie zur Tastatur, zum Gamepad oder zu einem Lenkrad greifen, die Steuerung ist tadellos gelungen. Das Fahren per Tastatur fällt allerdings schwerer aus.
Technisch überzeugt der Titel auf ganzer Linie. Optisch findet sich auf dem Rennspielmarkt momentan kein anderes Spiel, das ein derartiges Grafikfeuerwerk bietet. Unschärfe- und HDR-Effekte sowie die unglaublich detaillierten Wagenmodellen lassen staunen. Die ersten Fahrten auf einer sonnigen Strecke Italiens enden meist abseits der Piste, zu groß ist die Ablenkung durch die grafischen Finessen des neuen Colins. Nur in Sachen Motorensounds enttäuscht das Spiel. Die Flitzer klingen allesamt nicht satt, eher zu hoch - nur die Buggys der CORR-Rennen ertönen stimmig. Dafür passt die Musikuntermalung in den Wiederholungen. Die Synchronisation des Co-Piloten ist gleichsam gut umgesetzt und passt genau zu den jeweiligen Strecken.


Ja die steuerung ist leider nicht sonderlich realistisch (zumindest fühlt es sich so an, bin ja kein rennfahrer), so wie ich es von gt legends gewohnt bin.
Und online funktioniert nicht (was ´ne frechheit ist).
Aber alles in allen bin ich recht…
dann frißt die grafikdarstellung massig leistung, sieht aber nur unwesentlich besser aus als die von flatout 2 und die haben nicht mal lizenzen für jeden müll wie…