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  • Cognition: Interview mit Jane Jensen - Gabriel Knight, Mystery, Crowdfunding und Frauen in der Gaming-Branche

    Wer auf Mystery-Adventures steht, dem dürfte der Name Jane Jensen ein fester Begriff sein. Zuletzt hat sie unter anderem als Story-Beraterin am Indie-Erfolg 'Cognition' mitgearbeitet, ihren Ruf als Meisterin des gruseligen Verwirrspiels hat sie jedoch mit den Gabriel Knight-Spielen zementiert. Wir haben sie im Interview zu ihrer Karriere, Cognition, Mystery und aktuellen Projekten ausgefragt.

    Cognition: An Erica Reed Thriller hat als Indie-Mystery-Adventure 2012 noch einige Auszeichnungen einheimsen können - und das liegt mit Sicherheit auch an der Mithilfe einer Grande Dame des gepflegten Grusel-Rätselns: Jane Jensen hat sich in den Neunzigern unter anderem mit den Gabriel Knight-Spielen einen Ruf als Erzählerin aufgebaut, die aus Verschwörungen und Geheimnissen spannende Stories strickt. Wir haben sie in einem Interview nicht nur zu Cognition und dem Reiz des Mystery-Genres im allgemeinen ausgefragt, sondern auch zur Position der wenigen Designerinnen in der Gaming-Brache und zu aktuellen Projekten. Denn Jane Jensen hat mit einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne gleich mehrere kommende Adventures finanzieren lassen - das erste Projekt, Moebius, wird dabei noch dieses Jahr erscheinen.

    Frage: Ihre eigene Kickstarter Kampagne war ein großer Erfolg. Liegt hier, Ihrer Meinung nach, die Zukunft von Old School Genres wie Adventure-Spielen? Cognition wurde ja auch über Kickstarter finanziert.

    J.J.:Das glaube ich, ja. Der eigentliche Test wird aber sein, wie diese Kickstarter-finanzierten Spiele sich auf dem Markt machen. Dennoch ist es eine fantastische neue Möglichkeit der Produktion und ich erwarte, dass dies weiterhin Entwickler und Fans anziehen wird.

    Frage: Ist es anders direkt von tausenden Leuten finanziert zu werden, als einfach die Verkaufszahlen ihres Spieles zu kennen?

    J.J.: Ja, es ist eine große Verantwortung, Publisher eines Spiels zu sein, und nicht bloß Designer - und viel mehr Druck finanziell überlebensfähig zu sein und gute geschäftliche Entscheidungen zu treffen und nicht nur, "weil es cool" wäre. Ich lerne momentan sehr viel dazu.

    Frage: Cognition ist, wie Gabriel Knight und andere frühere Arbeiten, voll von Mystery-Aspekten. Was fasziniert Sie ebenso wie Ihre Fans an diesem Genre?

    J.J.: Das Mystery-Genre ist perfekt für Adventure-Spiele, weil all die Dinge, die ein Charakter dort normalerweise tun würde - untersuchen, Hinweise finden, mit Menschen sprechen, Hinweise analysieren - sich direkt in Rätseln umsetzen lassen. Außerdem macht es einfach Spaß in diesem Genre zu schreiben und zu spielen.

    Frage: Wieviel der Geschichte in Cognition haben sie geliefert? Offiziell sind sie Beraterin, aber Geschichte und Charaktere fühlen sich deutlich nach "Jensen" an.

    J.J.: Ich habe die Geschichte nicht selber geschrieben, das kann ich also nicht für mich verbuchen. Aber ich habe mit Caesar [Bittar]und Katie [Hallahan]schon sehr früh gebrainstormt und Vorschläge zur Handlung während der Arbeit gemacht. Ich glaube da Caesar ein Fan von Gabriel Knight ist, hat das die Geschichte ebenso sehr beeinflusst wie meine Mitarbeit an dem Projekt.

    Frage: Sie arbeiten seit den 90ern in der Spieleindustrie. Hat sich Ihre Arbeit seit damals sehr verändert? Ist es heute anders, im Vergleich zu damals, ein Adventure zu entwickeln?

    J.J.:Ich denke das hat sie, aber eher in oberflächlichen Aspekten wie dem Interface und der Benutzerfreundlichkeit, aber nicht so sehr im tieferen Sinn. Ich bevorzuge immer noch von der Geschichte bestimmte Spiele, scharfzüngige Charaktere und gut eingebaute Rätsel. Jedes Mal wenn du ein Spiel entwickelst, wirst du von dem neuesten da Draußen beeinflusst, seien es nun Spiele oder Popkultur, die du magst. Also entwickelt es sich ständig weiter.

    Frage: Was ist das wichtigste in Adventure Games: Der Charakter, die Story, die Rätsel?

    J.J.: Schwer zu sagen, die Charaktere, die Dialoge, der Plot, Stimmung und Atmosphäre, Orte, Rätsel, Musik, das ist alles sehr wichtig.

    Frage: Wie weit ist Moebius? Ich glaube, die Leute, die das Projekt finanziert haben, können den März 2013 kaum erwarten…

    J.J.: Der erste Teil soll wahrscheinlich eher im Sommer/Herbst 2013 heraus kommen, aber wir werden mit den Backern Alpha-Tests durchführen, so dass sie es lange davor schon zu sehen bekommen. Es geht vorzüglich vorran, wenn ich das so sagen darf. Ich bin davon ziemlich begeistert.

    Frage: Es gibt wenig Frauen unter den großen Namen der Industrie. Woran, glauben Sie, liegt das?

    J.J.: Viele der populäreren Spiele Genres sind sehr männlich geprägt - zum Beispiel Shooter oder Rollenspiele - daher tendieren sie dazu, männliche Designer zu haben. Das ist interessant, denn Sierra hatte viele weibliche Designer, von mir selbst abgesehen: Roberta Williams, Lori Cole, Christy Marx, Lorelei Shannon. Weil Adventure-Spiele mehr von der Story bestimmt werden, sind sie für ein weibliches Publikum interessanter und haben daher weibliche Designer.

    Vielen Dank!

    02:10
    Cognition - An Erica Reed Thriller: The Hangman Trailer #2
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http://www.pcgames.de/Cognition-An-Erica-Reed-Thriller-Spiel-20186/News/Cognition-Jane-Jensen-Interview-Moebius-Gabriel-Knight-Crowdfunding-1044352/
18.01.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2012/10/CemeteryGravesDay02_small.jpg
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