Codename: Panzers
Geschichte spielen
In Panzers liefern sich Infanteristen auch Gefechte innerhalb von Gebäuden. Hier sehen wir, wie so ein Haus entsteht.
In Codename: Panzers spielen Sie in drei Kampagnen nahezu den kompletten Verlauf des Krieges in Europa nach. "Man beginnt als Kommandeur einer kleinen Einheit und erlebt die ersten Kriegsjahre aufseiten der Deutschen", erklärt uns Achim Heidelauf, Produzent von Codename: Panzers. Laut Heidelauf sollen die ersten zwölf Missionen den Überfall auf Polen, die "Blitzkriege" im Westen und den Angriff auf die Sowjetunion umfassen. Die Schlacht um Sewastopol ist der Schlusspunkt der deutschen Kampagne und gleichzeitig der Beginn der russischen Missionen. Pünktlich zum D-Day (6. Juni 1944) tauscht man dann die russischen Uniformen gegen amerikanische ein und kommandiert bis zum Ende des Krieges Sherman-Panzer und Kaugummi kauende GIs. Der Umfang der drei Kampagnen soll letztendlich auf dreißig Missionen hinauslaufen.
Die richtige Perspektive
Alliierte Streitkräfte bombardieren einen deutschen Flugplatz.
Fragt sich, wie Stormregion das alles storytechnisch mit- einander verknüpfen will. "Wir haben extra ein Tool für die Zwischensequenzen entwickelt, um so eine tolle Geschichte erzählen zu können", ergänzt Heidelauf. "Mit diesem Tool können wir verschiedene ,Kameras' wie bei Filmaufnahmen platzieren oder auf bestimmten Bahnen um eine Szene herumkreisen lassen." Rund hundert Zwischensequenzen liegen als Mini-Drehbücher vor, für viele davon hat Stormregion schon Motion-Capturing-Aufnahmen gemacht, damit sich die Polygon-Soldaten in den Sequenzen nicht hölzern bewegen. Die Entwickler orientieren sich bei den Zwischensequenzen an Spielfilmen wie Der Soldat James Ryan oder der amerikanischen Fernsehserie Band of Brothers. Kurze, actiongeladene Szenen sollen sich mit längeren Sequenzen abwechseln. Auf diese Weise will man in jeder der drei Kampagnen die Geschichte eines Helden erzählen und den Krieg aus dessen Sicht darstellen. Ist das gerade in Falle der deutschen Kampagne keine heikle Sache? Dazu Tamás: "Ich denke nicht, dass es problematisch ist, die Geschichte eines deutschen Kommandanten zu erzählen. Unser "Held" heißt Hans von Gröbel und hat die gleichen Sorgen und Ängste wie ein britischer, russischer oder amerikanischer Offizier. Bei der Schlacht um Sewastopol, die gleichzeitig auch das Ende der deutschen Kampagne ist, rettet er zum Schluss russische Zivilisten und wird - so viel kann ich verraten - dabei verwundet."
Bis ins kleinste Detail
Panzer knicken Stromleitungen um wie Streichhölzer!
Grafisch sieht Codename: Panzers einfach nur Klasse aus. Die Panzermodelle sind allesamt hochdetailliert und erstklassig animiert. Da rumpelt ein Sherman über rauen Untergrund, während die Antenne wippt und sich die Ketten und die Räder der Beschaffenheit des Bodens anpassen. Radfahrzeuge setzen bei Wendemanövern ordentlich zurück, statt sich auf der Stelle zu drehen. Selbst der Detailgrad zerstörter Häuser wirft einen um: Heruntergestürzte Dachbalken liegen mittig in der Wohnstube, während der gute alte Eichenschrank den Bombentreffer überstanden hat und immer noch an der Wand steht. Überhaupt kommt Häusern eine größere Bedeutung zu. Gegnerische Infanterie kann sich in Gebäuden verschanzen und erhält dadurch einen kräftigen Verteidigungsbonus. Allerdings muss man das Haus nicht zerstören, will man die Soldaten darin ausschalten - sobald man der eigenen Infanterie den Angriffsbefehl erteilt, stürmt diese in das Gebäude. Sie können Ihren Soldaten dann beim Häuserkampf zuschauen, weil bei den Scharmützeln in Gebäuden das Dach ausgeblendet wird.


komisch und irgendwie morbide, dass für viele spiele nur interessant werden, wenn sie den WWII zur thematik haben
Scheint mir auch so. Ich mag's allerdings nicht. Habe es wirklich oft probiert (und Games wie Battlefield vermodern in meinem Regal)…
das Vorgängespiel S.W.I.N.E. sah ebenso grandios aus und von der qualität und dem spielprinzip nicht weit "weg" von panzers, soweit ich es auf der Games Convention spielen konnte.
schade…