Civilization 4

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Weltherrschaft leicht gemacht: Im strategisch anspruchsvollsten Teil der Civilization-Serie machen wieder historische Persönlichkeiten die Runde.

Intensiver Handel schafft ein gutes Klima zwischen zwei Völkern. Außerdem kommen Sie so an seltene Ressourcen. Intensiver Handel schafft ein gutes Klima zwischen zwei Völkern. Außerdem kommen Sie so an seltene Ressourcen. Nur noch eine Runde! Egal, um welchen Civilization-Teil es sich handelte, dieser Satz war stets ein Garant für Beziehungskrisen. Denn dem "letzten" Spielzug folgten in der Regel zig weitere - bis man schließlich völlig übermüdet im Morgengrauen ins Bett fiel. Ob auch Civilization 4 wieder Ehe- und Partnerschaftsberatern verzweifelte Kundschaft ins Wartezimmer spült oder schon nach einer Woche der Spuk vorbei ist - wir haben die vermeintliche Droge ausprobiert und verraten, welche Risiken und Nebenwirkungen auf Sie zukommen.

Sechs Wege zum Sieg

Im Mittelpunkt von Civilization 4 steht erneut die Menschheitsgeschichte seit der Erfindung des Rads. Bevor Sie sich 4000 vor Christus mit einer Hand voll Siedler auf den Weg machen, ein florierendes Imperium aus dem Boden zu stampfen, steht zunächst die Wahl der eigenen Nation an. Jeder der 18 Staaten verfügt über andere Starttechnologien und einem Oberhaupt mit Spezialfähigkeiten.

Französische Nahkampfeinheiten unter Napoleons Fuchtel steigen beispielsweise unmittelbar nach der Produktion einen Rang auf, Bismarck verleiht hingegen deutschen Städten einen Gesundheitsbonus. Somit spielt sich jedes Volk geringfügig anders. Im Gegensatz zu vielen Strategietiteln führen bei Civilization 4 gleich sechs Wege zum Sieg. Die konventionellen Varianten bestehen darin, mit roher Gewalt die übrigen Staaten vom Globus zu pusten oder mindestens 25 Prozent der gesamten Bevölkerung sowie 75 Prozent Landmasse zu kontrollieren.

Eleganter gehen Diplomaten zu Werke. Diese gründen die Vereinten Nationen und lassen sich von Bündnispartnern zum Weltherrscher wählen. Ansonsten könnten Sie entweder 50.000 Kulturpunkte sammeln, als Erster ein Raumschiff zum Alpha Centauri schicken oder einfach bis zum Jahr 2050 warten. Dann nämlich endet Civilization 4 auf jeden Fall und erklärt den Spieler mit den meisten Punkten zum Gewinner. Bis dahin vergeht übrigens locker eine Woche, je nachdem wie lange Sie für einen Zug benötigen.

Denn Civilization 4 setzt erneut auf rundenbasiertes Gameplay. Und das ist gut so! Der Job als Staatsoberhaupt ist nämlich ziemlich anspruchsvoll und zeitraubend, aber niemals kompliziert. Dem nagelneuen Interface, einem ausführlichen Tutorial und optionalen Hilfen sei dank. Wird zum Beispiel in einer Stadt gerade nichts produziert, weist Sie der Computer nicht nur dezent darauf hin, er fragt sogar gleich, was als nächstes gebaut werden soll.

Vor allem wer ein größeres Imperium mit zig Städten unterhält, braucht nicht ständig von Ort zu Ort springen und nach dem Rechten sehen. Auch lästige Routineaufgaben nimmt der PC ab. Hungersnöte oder stinkige Bürger werden hingegen verschwiegen. Derartige Ereignisse erfahren Sie nur über den wenig ansprechend gestalteten Stadtverwaltungs-Bildschirm. Geht es Ihren Schäfchen schlecht, wirkt sich das negativ auf Einheitenproduktion und Forschung aus. Mit Theatern, Weltwundern oder Gefängnissen steuern Sie der Unzufriedenheit gegen.

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