Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand: Filmrezension zum weihnachtlichen Biopic
Mit einem Cast, der zum großen Teil aus ausgebildeten Shakespeare-Schauspielern besteht, inszeniert Regisseur Bharrat Nalluri ein Biopic über Charles Dickens, den Autor des Klassikers "Eine Weihnachtsgeschichte", der am Anfang seines Buches auch Bezug auf Shakespeare nimmt und großer Fan dessen war. Der Film folgt dem Autor, der von Dan Stevens verkörpert wird, in einer Krisensituation, der unter höchstem Zeitdruck seine Idee zu Papier bringen muss. Ausgerechnet Christopher Plummers Ebenezer Scrooge, die Hauptfigur von Dickens Roman, taucht auf einmal in dessen Wohnzimmer auf und hilft dem Schöpfer bei der Vollendung der Geschichte. "Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand" erwartet euch einen guten Monat vor dem Fest, am 22. November, in den deutschen Kinos.
Charles Dickens hat im Oktober 1843 alles, was er sich wünschen kann. Seine künstlerischen Ambitionen werden allerdings missachtet und seine letzten drei Bücher waren keine Erfolge. Auch seine Finanzen sahen schon einmal besser aus. Von seinen Verlegern im Stich gelassen, beschließt er, seinen neuen Roman ohne fremde Hilfe zu veröffentlichen. Um das Projekt namens "Eine Weihnachtsgeschichte" bis Heilig Abend fertigzustellen, helfen ihm diverse Hauptfiguren seiner neuen Story, darunter auch der grantige Ebenezer Scrooge.
Ohne zu tief in die Psyche des Autors einzudringen, erzählt Regisseur Bharrat Nalluri von der kreativen Reise des Autors hin zu einer erfolgreichen Weihnachtsgeschichte als beschwingtes Biopic mit gelegentlich eingestreuten dramatischen Elementen. "Der Mann der Weihnachten erfand" sollte daher nicht als authentisches Porträt des erfolgreichen Schriftstellers gesehen werden, sondern eher als Weihnachtsspiel mit einem charmanten Dan Stevens (Downton Abbey), das zum Wohlfühlen einlädt.
FAZIT: Leicht verdauliches Porträt eines Schaffensprozesses, der zu einem Klassiker führte. Ideal für die Weihnachtszeit.
