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  • Champions of Anteria gespielt: Siedler im Namen - das war einmal
    Quelle: Ubisoft

    Champions of Anteria gespielt: Siedler im Namen - das war einmal!

    Aus Die Siedler: Königreiche von Anteria wird Champions of Anteria: Nach Kritik aus der Community entschieden sich Blue Byte und Ubisoft das Strategiespiel mit Action-RPG-Einschlag unter einem neuen Namen fortzuführen. Einen Abschied gibt's auch von Always-On-Pflicht und optionalen Mikrotransaktionen. Ob Champions of Anteria das Fiasko vergessen macht, lest ihr im Anspielbericht.

    Nach über einem Jahr Funkstille herrscht endlich Gewissheit: Ubisoft hat Die Siedler: Königreiche von Anteria endgültig eingestellt. Nicht wenige Fans der renommierten Aufbau-Strategiereihe dürften auf jene erlösende Nachricht gewartet haben. Aufgrund massiver Abweichungen zu bisherigen Siedler-Episoden geriet Königreiche von Anteria in die Kritik. Statt im Aufbau einer florierenden Siedlung lag der Fokus auf Hack & Slay-Abenteuern, in denen Helden Monster für Gold und andere Rohstoffe erschlugen. Wohl auch um die Arbeit von vielen Monaten zu retten, entschieden sich Blue Byte und Ubisoft das ursprünglich gedachte Spielkonzept unter dem neuen Namen Champions of Anteria fortzuführen - und dabei auf Altlasten wie Online-Pflicht und Mikrotransaktionen ganz zu verzichten! Bei Ubisoft in Düsseldorf konnten wir zwei Stunden mit einer Vorabversion verbringen und nach einem Tutorial erste Missionen absolvieren.


    Eroberungsfeldzug: Um das Königreich Anteria zu retten, müssen wir den befeindeten Fraktionen ihre Ländereien abluchsen. Eroberungsfeldzug: Um das Königreich Anteria zu retten, müssen wir den befeindeten Fraktionen ihre Ländereien abluchsen. Quelle: Ubisoft

    Champions of Anteria: Kampf um Ländereien

          

    In Anteria herrscht Krieg: Drei Fraktionen konkurrieren um das Fantasy-Königreich. Um dem Land den lang ersehnten Frieden zu bringen, müssen wir uns bis zu den Hochburgen der jeweiligen Anführer kämpfen und diese in einem Duell besiegen. Bis dahin ist es ein langer Weg, denn bevor wir bei den Feldherrn anklopfen können, müssen erst das umliegende Feindgebiet erobern. Anteria ist grob in über 20 Territorien unterteilt. Der Kartenbildschirm zeigt neben unserem Herrschaftsgebiet an, welche neutral sind und welche sich in der Hand unserer Feinde befinden. Jedes Territorium steht für eine Mission, die wir erfolgreich meistern müssen, ehe uns die Kontrolle über den Landstrich zufällt.

    07:17
    Champions of Anteria: Vorschau-Video zu Blue Bytes Taktik-Strategiespiel
    Spielecover zu Champions of Anteria
    Champions of Anteria

    Die anderen Fraktionen sehen unserem Treiben aber nicht tatenlos zu, sondern versuchen ihren Machtanspruch auszuweiten und greifen unsere Gebiete regelmäßig an. Pro Spieltag und damit Runde können wir in Champions of Anteria einmal angreifen, danach ist der Gegner am Zug. In der von uns gespielten Vorabversion sorgte das noch für die nervige Situation, dass wir zuvor eroberte Ländereien schon in der nächsten Runde wieder verteidigen mussten. Den Expansionsdrang der KI will Ubisoft aber im fertigen Spiel reduzieren. Außerdem können wir im späteren Spielverlauf in Territorien, die sich in unserem Einflussgebiet befinden, Befestigungen errichten, wodurch sich die Zahl der zur Übernahme benötigten Runden erhöht.

    Champions of Anteria: Eine kleine Prise "Die Siedler"

          

    Das eigene Dort als Ausgangspunkt: Die Siedler-Herkunft ist Champions of Anteria anzumerken. Das eigene Dort als Ausgangspunkt: Die Siedler-Herkunft ist Champions of Anteria anzumerken. Quelle: Ubisoft Unseren Feldzug gegen das Böse koordinieren wir von unserer Siedlung samt Burg aus, die anfangs noch einer Ruine gleicht. Also bauen wir in einem vom Kartenbildschirm losgelösten Areal unser Dorf aus, indem wir ähnlich wie in der Siedler-Reihe erst einmal Wohnhütten für unsere Bürger errichten. Voraussetzung dafür sind neben Gold noch fünf Rohstoffe, darunter Eisenerz und Wasser. Besagte Ressourcen erbeuten wir etwa in Missionen von Gegnern, stellen wir mit entsprechenden Produktionsbetrieben kontinuierlich aber auch selbst her.

    Lächeln, bitte: Die humorige Story in Champions of Anteria wird mit animierten Konzeptgrafiken erzählt. Lächeln, bitte: Die humorige Story in Champions of Anteria wird mit animierten Konzeptgrafiken erzählt. Quelle: Ubisoft Der Aufbaupart beschränkt sich in Champions of Anteria auf ein Minimum. Gebäude errichten wir in um unsere Burg angrenzenden Sektoren. Das ausgewählte Gebiet gibt dabei nicht nur die Anzahl möglicher Bauten vor. So kann eine Wohnhütte etwa auch nur dort platziert werden, wo es uns das Spiel explizit anhand weiß schraffierter Flächen anzeigt. Außerdem müssen wir in neutrale Gebiete erst einen Wachturm setzen, um diese unserem Einflussbereich zuzuordnen - noch so ein Überbleibsel aus der Siedler-Reihe.

    Mit dem Anlegen und Optimieren von Produktionsketten beschäftigen wir uns in Champions of Anteria gar nicht erst. Wichtig ist nur, dass wir Betriebe speziell in jenen Sektoren platzieren, die die Produktion einer bestimmten Ressource aufgrund des Terrains begünstigen. Eine Fischerhütte sollte also tunlichst an Gebiet mit einem Fluss oder See liegen. Rohstoffquellen versiegen übrigens nie, doch das Warten auf Nachschub kann aufgrund der Tatsache, dass Gegner seinem Zug zum Angriff nutzt, ein Risiko darstellen.

    Beispiele für Spezialgebäude im Dorf
    Champions of Anteria Burg

    Champions of Anteria: Auf der Jagd nach Ruhm

          

    Neben den eingangs erwähnten Ressourcen existiert mit Ruhm noch eine weitere Währung. Pro Spieltag erhalten wir einen festgelegten Wert, der sich nach der Anzahl der Territorien unter unserer Kontrolle richtet. In einer Art Talentbaum schalten wir mit Ruhm unter anderem neue Gebäude wie die Schmiede und Apotheke frei. Solche Bauwerke erfüllen einen speziellen Zweck. Während wir uns beim Schmied im Tausch gegen Crafting-Rezepte, Rohstoffe und etwas Gold mit Waffen und Rüstungen eindecken, gibt's in der Apotheke wertvolle Tränke, die zum Beispiel die Lebenskraft regenerieren oder Verteidigung erhöhen. Am Marktplatz können wir hingegen überschüssiges Holz zu Gold machen.

    Haben wir im Talentbaum ausreichend Ruhm investiert, steigen wir übrigens in Fraktionslevel auf. Dadurch erhalten wir unter Umständen nicht nur Zugang zu weiteren Spezialbauten, auch die Champions gewinnen an Macht dazu. Nach jedem Stufenaufstieg dürfen wir bei allen fünf Helden individuell zwischen zwei Skills wählen. Dabei begleiten uns Fragen wie "Erlernen wir jetzt den flächendeckenden Pfeilregen oder entscheiden wir uns doch fürs schützende Ausweichen?" Einmal freigeschaltete Fähigkeiten können wir vor Missionsbeginn noch einmal konfigurieren.

    Champions of Anteria: Stein, Schere, Papier

          

    Aus dem Helden-Quintett müssen wir uns vor jeder Mission für drei Champions entscheiden. Aus dem Helden-Quintett müssen wir uns vor jeder Mission für drei Champions entscheiden. Quelle: Ubisoft Auch welchen Helden wir überhaupt ins Abenteuer mitnehmen, liegt in unserer Hand. Von fünf verfügbaren Champions können maximal drei an einer Mission teilnehmen. Ritter Vargus sucht mit Schild und Schwert den Nahkampf, während zum Beispiel die zierliche Bogenschützin Nusala und der in Blitzzaubern versierte Mönch Anslem eher aus der Distanz agieren. Jeder Champion ist dabei einem der fünf Elemente Feuer, Wasser, Blitz, Natur und Metall zugeordnet.

    Nach dem einfachen Stein-Schere-Papier-Prinzip sind Helden im Kampf gegen Feinde anderer Elemente stärker beziehungsweise schwächer. Wasserwesen sehen gegen Blitzmagie von Anslem etwa kein Land, während Goblins entsprechende Zauber sogar heilen! Welche Elementare unseren Gegnern in der jeweiligen Mission überwiegend zugehörig sind, zeigt uns das Spiel auf Wunsch vor Einsatzbeginn an.

    01:41
    Champions of Anteria: Trailer zur Ankündigung des Echtzeit-Strategiespiels
    Spielecover zu Champions of Anteria
    Champions of Anteria

    Champions of Anteria: Kurze Denkpause, bitte!

          

    In den Missionen spielt sich Champions of Anteria von einer Besonderheit abgesehen wie Warcraft 3. Wir kommandieren unser Helden-Trio zunächst in Echtzeit über das Schlachtfeld. Die Einsatzziele variieren je nachdem, ob wir gerade ein fremdes Territorium angreifen oder unser eigenes Gebiet verteidigen. Karawanen eskortieren, Spion hinter feindlichen Linien retten, beim Aufbau von Wachtürme helfen und dabei Gegnerwellen zurückschlagen - im Hinblick auf Aufgabenvielfalt bietet Champions of Anteria augenscheinlich genreübliche Standardkost.

    Über die verschneiten Regionen Anterias herrschen die Wikinger-ähnlichen Frostbeards. Über die verschneiten Regionen Anterias herrschen die Wikinger-ähnlichen Frostbeards. Quelle: Ubisoft Interessanter wird erst beim Feindkontakt: Sobald wir in Sichtweite von Gegnern gelangen, friert das Spiel augenblicklich ein. Während der automatischen Pause sehen wir mit Mouseover die Elementarkraft und maximalen Lebenspunkte des anvisierten Gegnertyps ein. Außerdem haben wir die Möglichkeit, jedem Champion individuell Befehle zu erteilen, die sie in einer von uns festgelegten Reihenfolge nach Ende der Pause abarbeiten. Als uns etwa plötzlich eine Gruppe von Spinnen überfällt, positionierten wir Vargus erstmal so, dass er sämtliches Ungeziefer mit seiner Ansturm-Fähigkeit erfassen kann. Und Anslem erteilen wir den Befehl, die betäubten Schergen mit seinem Blitzschlag einzuheizen. Sind wir mit den Kommandos zufrieden, beenden wir die Pause, die wir übrigens jederzeit selbst mit einem Druck auf die Leertaste selbst aktivieren können.

    Für Nebenmissionen wie das Töten dieses Zyklopen gibt's zusätzlich Gold und andere Rohstoffe. Für Nebenmissionen wie das Töten dieses Zyklopen gibt's zusätzlich Gold und andere Rohstoffe. Quelle: Ubisoft Bei den von uns gespielten Missionen auf dem normalen Schwierigkeitsgrad waren derlei taktische Pausen in der Regel aber gar nicht erst notwendig. Meist gaben wir die Kommandos wie in regulären Strategiespielen üblich einfach in Echtzeit. Unser Eingreifen war allenfalls im Falle eines drohenden Heldentodes erforderlich. Doch auch hier kam selten Anspannung auf, da das Spiel in solchen Situationen automatisch pausiert und das Einnehmen von Heiltränken verlorene Lebenspunkte sofort wieder auffrischt. Der laxe Schwierigkeitsgrad fällt insbesondere bei den eigentlich cool inszenierten Bosskämpfen auf, die Hobby-Feldherrn erwarten, sobald alle Territorien einer Fraktion erobert wurden.

    Die Konfrontation mit dem Bösewicht Fendrel verläuft etwa in drei unterschiedlichen Phasen, in deren Verlauf der Ritter neue Attacken lernt und von Mitstreitern geheilt wird. Mit zig Heiltränken im Gepäck hatten wir im Duell aber nicht in einer Sekunde Probleme. Noch aber ist die Spielbalance nicht final und auf höheren Schwierigkeitsstufen könnte Champions of Anteria in Kombination mit dem Ironman-Modus durchaus für Nervenkitzel sorgen.

    Champions of Anteria erscheint am 30. August 2016 zum Preis von 30 Euro ausschließlich als digitale Verkaufsversion für den PC.

    Champions of Anteria: Fazit

          
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Champions of Anteria
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http://www.pcgames.de/Champions-of-Anteria-Spiel-56916/Specials/Vorschau-zum-Nicht-Siedler-1192402/
22.04.2016
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