Interview mit Bill Roper: Champions Online und die Akte Hellgate: London
Bill Roper ist ausführender Produzent bei Cryptic und werkelt momentan an Champions Online.
PC Games: Wenn du einen World of Warcraft-Verrückten von Champions Online überzeugen müsstest, was würdest du ihm sagen?
Roper: "Ich glaube nicht, dass man jemanden von etwas abbringen kann, für das er wirklich eine Leidenschaft hat. Beispielsweise bin ich ein beinharter San-Francisco-Giants-Fan und es ist nicht abzusehen, dass ich jemals einen anderen Baseball-Club so lieben könnte. Aber ich will natürlich gute neue Spiele sehen. Und deshalb bin ich jedes Mal aufgeregt, etwas Tolles auszuprobieren, das zwar in eine vertraute Richtung geht, dabei aber trotzdem einzigartig ist.
Das ist unser Fokus für Champions Online - etwas erschaffen, das einerseits die Erwartungen eines MMO-Spielers erfüllt, andererseits aber auch von dem abweicht, was er bereits kennt. Der wohl größte Unterschied von Champions Online zu anderen MMOs ist die 'Customization‘, also dass man sich einen Helden nach Maß basteln kann - das steht für mehr als nur für einen tollen Kostüm-Editor. Die Spieler genießen hier Gestaltungsfreiheit auf einem ganz neuen Level, weil sie sämtliche Fähigkeiten und Talente in dem Spiel nach Belieben kombinieren dürfen, ohne auf eine bestimmte Klasse oder ein Thema festgelegt zu sein. Man darf sogar den 'Austrittspunkt‘ der Superkräfte wählen! Energieblitze müssen beispielsweise nicht aus den Händen des Helden schießen. Sie könnten auch ebenso gut aus den Augen oder etwa der Brust gefeuert werden. All das dient dem Zweck, dass die Spieler sich wirklich ihren eigenen Helden erschaffen können, so wie sie sich ihn vorstellen."
PC Games: Und wie funktioniert das genau mit diesen selbst erstellten Superschurken?
Roper: "So wie du nach Lust und Laune einen Helden bauen kannst, steht es dir auch frei, dir deinen Erzfeind zu erschaffen, deine Nemesis. Dazu verwendet man die gleichen Tools wie bei der Erstellung von Helden. Das bedeutet, du legst nicht einfach nur Aussehen und Superkräfte des Schurken fest, sondern bestimmst auch seine Persönlichkeit und definierst sogar, welche Schergen er im Kampf gegen dich einsetzt. Du selbst erschaffst dir damit deine größte Herausforderung. Zum Beispiel kannst du so überall in der Spielwelt in einen Hinterhalt geraten und dann gibt es auch noch Missionen, die in speziellen Gebieten spielen. Diese Showdown-Locations sind gewaltig und es macht wirklich Spaß, sich dort bis zum eigenen Erzfeind durchzukämpfen. Das ultimative Ziel ist es, die eigene Nemesis in den Stronghold zu werfen - das ist ein besonderes Gefängnis nur für Superschurken, draußen in der Wüste. Sobald man das geschafft hat, kann sich der Spieler den nächsten Schurken erschaffen. So bekommt man im Lauf der Zeit eine regelrechte Galerie an Bösewichtern zusammen, die dann wieder in zukunftigen Missionen zum Einsatz kommen."
PC Games: Gibt's denn auch etwas, was ihr schweren Herzens für die erste Verkaufsfassung rausnehmen musstet, einfach weil es bis zum Release nicht mehr fertig geworden wäre?
Roper: "Bei jedem Spiel kommt es vor, dass man etwas aus technischen Gründen nicht mehr rechtzeitig fertig bekommt. MMOs haben aber den Vorteil, dass man nach Release an diesen Konzepten weiterarbeiten und sie längerfristig umsetzen kann. Wir werden nach Erscheinen weiter neue Inhalte veröffentlichen, Power Sets, Missionen, Locations, Verstecke, Spielsysteme, Kostüme, Gegner und, und, und. Am wichtigsten ist dabei der Input unserer Community, sodass wir sie mit genau den Updates versorgen können, die sich unsere Spieler wünschen."


bzw immer Bill Roper damit in verbindung gebracht wird obwohl er eigentlich fast nichts mit der richtigen entwicklung zu tun hatte -.-
Naja schmücken ist etwas falsch ausgedrückt. Er war…