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  • Carmageddon: Reincarnation - Eine KI ohne die I - Leser-Test von RISAG

    Die ersten Carmageddon Teile erschienen in den späten Neunzigern und waren in Deutschland indiziert. Dieses Schicksal ist dem neusten Serienteil erspart geblieben. Doch kann Carmageddon: Reincarnation den Spielspaß in die Gegenwart bringen? Immerhin war die Kickstarter Kampagne mit 625.000 Dollar ein voller Erfolg.

    Carma Race – Fehlende Langzeitmotivation
    Überfahrene Passanten bringen in Carmageddon Geld- und Zeitboni. Sicherlich einer der Gründe, weshalb es früher in Deutschland indiziert wurde. Überfahrene Passanten bringen in Carmageddon Geld- und Zeitboni. Sicherlich einer der Gründe, weshalb es früher in Deutschland indiziert wurde. Quelle: RISAG Der Karrieremodus in Carmageddon: Reincarnation bietet das klassische Carma-Rennen. Hier gilt es entweder alle gegnerischen Autos zu zerstören, sämtliche Lebewesen auf der Karte auszulöschen oder ein Rennen zu fahren. Die beiden letztgenannten ziehen sich aber arg in die Länge und werden daher in der Regel links liegen gelassen. Im Endeffekt geht es also darum alle gegnerischen Vehikel zu zerstören. Dies macht wie schon in den Vorgängern Spaß. Doch auf die Dauer gesehen reicht der Spielmodus nicht für eine ausreichende Langzeitmotivation aus. Da helfen auch die anderen Spielmodi nicht. Im Checkpoint-Rennen beispielsweise tauchen auf der Karte zufällige Checkpoints auf. Der Fahrer der zuerst eine gewisse Anzahl erreicht hat gewinnt. Allerdings können Punkte durch Zerstörung hinzugewonnen bzw. auch verloren werden. Diese und andere Aufgaben sorgen jedoch eher weniger für Spielspaß und wirken unausgereift.

    Karrieremodus – Fehlende Langzeitmotivation Teil 2 Mit Upgrade-Tokens können wir z.B. die Rüstung des Autos verbessern. Mit Upgrade-Tokens können wir z.B. die Rüstung des Autos verbessern. Quelle: RISAG
    Um eine neue Stage freizuschalten sammeln wir eine bestimmte Menge an Geld in den Levels. Doch eine neue Stage bedeutet nicht unbedingt auch neue Gebiete. Im Laufe des Spiels wiederholen sich die Level häufiger. Das Gefühl von Fortschritt bleibt somit auf der Strecke. Zwar schaltet man neue Fahrzeuge frei und Upgrade Tokens sorgen für Verbesserungen am Auto, aber sonst passiert nicht viel. Dazu wirkt das Spiel arg gestreckt. Hinzu gesellt sich ein Ende, welches man ruhig als eine Frechheit bezeichnen kann. Sowohl das letzte Level als auch die "Endsequenz" belohnt den Spieler in keinster Weise.

    Der Carma-Funfaktor
    Doch Carmageddon: Reincarnation hat auch seine Stärken. Da wäre zum Beispiel der gute Soundtrack, der einen regelrecht zum Zerstören motiviert oder der hohe Funfaktor. In den im Level überall verteilten Tonnen finden wir unter anderem Waffen oder einfach nur lustige Veränderungen der Spielwelt. So tanzen unter anderem alle Personen zu einem coolen Musikstück (auch die Kühe) oder die Schwerkraft wird auf die des Jupiters verstärkt, wodurch die Autos regelrecht nach unten gedrückt werden. Hinzu kommt der aus Carmageddon bereits bekannte, legendäre Pinball-Modus. Stößt ein Auto hier gegen einen Gegenstand fliegt er wie die Kugel in einem Flipper Automaten durch die Luft, wobei die Stärke des Wegfliegens pro Aufprall erhöht wird. Ausflüge über die ganze Map sind somit garantiert!
    Kühe können in Carma ebenfalls tanzen. Ein GIF wäre hier wohl auch besser zur Veranschaulichung. Kühe können in Carma ebenfalls tanzen. Ein GIF wäre hier wohl auch besser zur Veranschaulichung. Quelle: RISAG Anhand dieser Spielereien erkennt man schon, dass Carmageddon sich nicht ganz ernst nimmt. Dies zeigt sich ebenfalls an den Waffen. Mit der "Amboss-Kanone" können Gegner mit einem riesigen Amboss zerstört werden. Dies gelingt ebenfalls mit riesigen Sprungfedern, welche die gegnerischen Fahrzeuge durch die Luft oder gegen Wände schleudern. Die Schäden an den Wägen sind übrigens sehr detailliert, womit wir beim Schadensmodell angelangt sind. Carmageddon 1 und 2 waren damals ihrer Zeit voraus und boten ein sehr spektakuläres Schadensmodell. Auch die Neuauflage überzeugt in diesem Bereich. Autos sind in viele kleine Einzelteile zerlegbar. Ein schönes Feature dabei ist, dass beim Reparieren Teile zum Besitzer zurückfliegen und sich dann montieren.

    Tolles Leveldesign
    Dank der temporären Granitverkleidung unseres Autos zerstören wir den 'Volkswerker' ganz einfach und schnell. Dank der temporären Granitverkleidung unseres Autos zerstören wir den "Volkswerker" ganz einfach und schnell. Quelle: RISAG Neben dem Funfaktor und dem Schadensmodell ist zudem das tolle Leveldesign zu loben. Optisch sind einige Variationen geboten und auch inhaltlich gestalten sich die Gebiete unterschiedlich. Auf einer Eiskarte findet man zum Beispiel einen unterirdischen Laborkomplex. Doch das Erkunden lohnt sich auch spielerisch. An manchen Stellen finden sich besonders lohnenswerte Gegenstände oder viel Geld. Spieler die gerne Karten erkunden werden auf diese Weise belohnt und zufrieden gestellt. Zwar kommt das Spiel nicht an das Leveldesign von Teil 2 heran (der Vergnügungspark war einfach der Hammer), aber ist immer noch als sehr gut einzustufen.

    Grauenhafte Programmierung/Optimierung
    Alles andere als sehr gut ist die Programmierung beziehungsweise Optimierung. Flüssiges Spielen, also konstante 60 FPS pro Sekunde (60 Bilder pro Sekunde sorgen für eine flüssige Darstellung auf dem Bildschirm), ist nicht einmal mit der besten Grafikkarte möglich. Und da Carmageddon nicht gerade die tollste Grafik hat, kann man nur von einer schlechten Programmierung ausgehen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dieser Umstand nicht so sehr stört. Was allerdings extrem nervt sind die langen Ladezeiten, die Grafikaussetzer, allgemeine Bugs und eine sehr dumme KI. Das Wort Künstliche Intelligenz wird hier wirklich ins Lächerliche gezogen. Des Weiteren gibt es haufenweise Beschwerden über einen instabilen Multiplayer. Insgesamt ist die Programmierung miserabel.

    Fazit
    Die Stärken der Carmageddon-Serie kommen zur Geltung. Der Funfaktor, das Schadenmodell und das Leveldesign sind prima umgesetzt und bringen das alte Feeling der Reihe zurück. Dennoch wurde ich als alter Carmageddon Fan von der Neuauflage enttäuscht. Die schlechte Optimierung ist eine riesen Frechheit für einen Kickstarter-finanzierten Titel, der dann auch noch 25€ kostet. Doch diese Umstände könnte ich sogar verkraften, wenn eine Langzeitmotivation vorhanden wäre. Der Karrieremodus nutzt sich aber dermaßen schnell ab, da es kaum Gründe gibt überhaupt weiterzuspielen. Zudem sind die Spielmodi überhaupt nicht fesselnd. Da Carmageddon 1 und 2 (Teil 3 kann man vergessen) für ca. 10€ erhältlich sind, sollte man lieber diese Spiele erwerben. Wer Lust auf ordentliches Zerstören gegnerischer Autos hat, dem kann man das 2006 erschienene FlatOut 2 ans Herz legen. Das sieht grafisch nicht schlechter aus als Carmageddon: Reincarnation und bietet einen viel besseren Impact beim Rammen der Gegner. Da die Negativpunkte überwiegen kann ich dieses Spiel leider nicht weiterempfehlen.

    Video mit Gameplay
    Natürlich haben wir auch wieder ein Gameplayvideo parat. Schaut rein, wenn ihr Lust habt.

    03:18
    Carmageddon: Reincarnation - Brutaler Murks - unsere Video-Eindrücke

    Carmageddon: Reincarnation

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: RISAG
    65 %
    Multiplayer
    65%
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Atmosphäre
    7/10
    PC GAMES
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Carmageddon: Reincarnation
    Carmageddon: Reincarnation
    Developer
    Stainless Games
    Release
    21.05.2015
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von MrIL
    Ich werd mir das Spiel trotzdem kaufen,später vielleicht xD. Ist das nicht so das die Programmierer das Spiel am…

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    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von MrIL Benutzer
        Ich werd mir das Spiel trotzdem kaufen,später vielleicht xD. Ist das nicht so das die Programmierer das Spiel am optimieren sind? Naja.
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Carmageddon: Reincarnation
Eine KI ohne die I - Leser-Test von RISAG
Die ersten Carmageddon Teile erschienen in den späten Neunzigern und waren in Deutschland indiziert. Dieses Schicksal ist dem neusten Serienteil erspart geblieben. Doch kann Carmageddon: Reincarnation den Spielspaß in die Gegenwart bringen? Immerhin war die Kickstarter Kampagne mit 625.000 Dollar ein voller Erfolg.
http://www.pcgames.de/Carmageddon-Reincarnation-Spiel-19730/Lesertests/Eine-KI-ohne-die-I-Leser-Test-von-RISAG-1162735/
23.06.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/06/Carma_Thumbnail_ohne_R_b2teaser_169.png
carmageddon,action
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