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  • CALL OF JUAREZ: GUNSLINGER

    Test: Kurzes Shooter-Vergnügen mit innovativer Erzählweise

    Call of Juarez: Gunslinger im Test: Kann sich Techland nach dem grottigen The Cartel wieder aufrappeln und Ego-Shooter-Fans die Call of Juarez-Serie erneut schmackhaft machen? Oder legt das Arcade-Geballer zum Budgetpreis eine Bauchlandung hin? Unser Test samt dazugehörigen Testvideo zu Call of Juarez: Gunslinger verrät es!

    Test zu Call of Juarez: Gunslinger: Mit dem neuen Wild-West-Spiel pfeift Entwickler Techland auf Shooter-Standards wie Mehrspielermodus und pompöse Story-Inszenierung. Stattdessen liefert das Studio nach dem grottenschlechten The Cartel einen spaßigen Solo-Shooter mit Punktefokus ab, der mit rauer Western-Atmosphäre, einem einfallsreichen Erzählstil und hübscher Comic-Optik überzeugt. Den geringen Umfang und das seichte Spielprinzip verzeihen wir Gunslinger aufgrund des Budget-Preises von 15 Euro gerade noch so, die vorhersehbare Handlung und mangelnde Abwechslung im Spielverlauf schmerzen dagegen schon eher.

    Darum geht's: Der Kopfgeldjäger Silas Greaves sitzt in einem Saloon und erzählt seine Lebensgeschichte, die ihn in (oft bleihaltigen) Kontakt mit zahlreichen bekannten Persönlichkeiten des Wilden Westens gebracht hat, von Jesse James bis Butch Cassidy. Diese Erinnerungen spielt ihr in typischer Ego-Shooter-Manier nach. Ähnlich wie im Indie-Action-Rollenspiel Bastion begleitet Silas' Kommentar die Action zu jeder Zeit. Einen Mehrspielermodus besitzt Gunslinger nicht.

    Info: Kopierschutz & deutsche Version

    Gunslinger setzt anders als andere Ubisoft-Spiele ausschließlich auf Steam als Kopierschutz (auch in der Retail-Fassung): Bei der Installation wird das Spiel mit eurem Steam-Konto verbunden, ein Weiterverkauf ist somit ausgeschlossen. Eine zusätzliche Registrierung über Uplay ist nicht nötig.

    Gunslinger hat eine Altersempfehlung ab 16 Jahren. Es fließt zwar jede Menge Blut, aber die Gliedmaßen getroffener Gegner bleiben am Körper. Das Spiel ist ungeschnitten im Vergleich zur internationalen Fassung.

    Call of Juarez: Gunslinger im Test - Das hat uns gefallen

    Spaßige Jagd auf Combo-Abschüsse und Erfahrungspunkte

    Wer mehrere Abschüsse aneinanderreiht, bekommt mehr Punkte. Wer mehrere Abschüsse aneinanderreiht, bekommt mehr Punkte. Quelle: PC Games Call of Juarez: Gunslinger schickt euch durch knapp ein Dutzend Episoden, in der ihr reihenweise Gegner umpustet. Dabei läuft ein Combo-Zähler mit: Wer mehrere Abschüsse aneinanderreiht, bekommt mehr Punkte. Boni gibt es für besonders geschickte Schüsse, beispielsweise Kopftreffer oder Abschüsse durch dünne Wände hindurch. Indem ihr erfolgreich Feinde ausschaltet, ladet ihr außerdem den Konzentrationsmodus auf. Per Knopfdruck aktiviert ihr damit eine Zeitlupe, die Gegner markiert und euch spielend leicht ankommenden Geschossen ausweichen lässt. Außerdem gibt es für Abschüsse in Zeitlupe ein Punkteplus. Das alles erinnert stark an Bulletstorm und dessen Skillshot-System, macht Laune und führt zu einigen herrlich chaotischen Szenen, bei denen die Kugeln nur so über den Bildschirm zischen.

    Clevere Erzählweise

    Gunslinger spielt sich wie ein interaktives Ammenmärchen. Das liegt vor allem an Protagonist und Erzähler Silas, dessen Erinnerungen ihr nachspielt, und der das Geschehen auf dem Bildschirm fortlaufend kommentiert. Weil Silas sich aber gerne mal verhaspelt, einen Whiskey nach dem anderen kippt und sich zudem seine Zuhörer in die Erzählung einmischen, kommt es oftmals zu kuriosen Situationen: Da ändert sich plötzlich das Wetter, wenn Silas sich erinnert, dass in den Sümpfen Nebel herrschte statt Sonnenschein. Oder es erscheint urplötzlich eine Leiter, um euch die Flucht aus einer ausweglosen Situation zu ermöglichen. Dann wieder ploppen, schön animiert, Gebäude oder Bäume aus dem Erdboden auf, wenn Silas die Geschichte um Details ergänzt. Und schließlich spult das Spiel eine Szene zwei Mal zurück auf Anfang, weil erst zwei Zuhörer die Geschehnisse aus ihrer Perspektive schildern, bevor Silas die "richtige" Version mit ihnen und dem Spieler teilt.

    All diese Änderungen finden in Echtzeit statt; die Levels verändern sich direkt vor euren Augen. Etwaige Inkonsistenzen in der Erzählung erklärt der charmante Silas mit oftmals haarsträubenden Story-Verwicklungen oder flunkert einfach dreist. Würde Gunslinger nicht im Wilden Westen spielen, wir würden sagen, der Erzähler spinnt ein dreistes Seemannsgarn!

    Lässige Western-Atmosphäre

    Die Atmosphäre in Gunslinger erinnert auf positive Weise an die ersten beiden Call of Juarez-Spiele. Die Atmosphäre in Gunslinger erinnert auf positive Weise an die ersten beiden Call of Juarez-Spiele. Quelle: PC Games Trotz im Kampf aufpoppender Punktezahlen (lassen sich im Menü ausblenden): Die Atmosphäre in Gunslinger erinnert auf positive Weise an die ersten beiden Call of Juarez-Spiele. Der Ego-Shooter fühlt sich an wie ein Produkt des Wilden Westens, auch wenn diese Epoche der Cowboys und Pferdediebe etwas knalliger und bunter wirkt als in den Vorgängern. Die schöne Landschaftsdarstellung, der passende Soundtrack und die guten (englischen) Sprecher erzeugen so oder so eine dichte Stimmung.

    Augenzwinkernde Inszenierung

    Techland nutzt die innovative Erzählweise des Spiels für einige Gags, von denen aber bei weitem nicht alle zünden. So schläft ein Zuhörer etwa ein, während Silas seine Geschichte erzählt. Prompt baut der Held ein paar Indianer in de Spielverlauf ein, um den unhöflichen Schnarcher aufzuwecken. Ein anderes Mal verlässt Silas kurz den Tisch im Saloon, um seine Blase zu erleichtern, woraufhin die verbliebenen Charaktere sich das Maul über die offensichtlichen Lügen in der Geschichte zerreißen. Eigentlich eine lustige Idee, allerdings seid ihr währenddessen dazu verdonnert, minutenlang im Schneckentempo durch einen gähnend leeren Zugwaggon nach dem anderen zu stiefeln. Trotzdem: Gunslinger nimmt sich nicht ernst und stellt ähnlich wie Far Cry 3: Blood Dragon den Spaß an Spiel und Dialogen in den Vordergrund. Gut so!

    Motivierende Stufenaufstiege

    Für Abschüsse hagelt es Erfahrungspunkte – wer besonders präzise zielt, etwa Kopfschüsse verteilt oder in schneller Folge mehrere Gegner erledigt und so den Combo-Zähler in die Höhe treibt, bekommt mehr XP. Das führt zu regelmäßigen Stufenaufstiegen, bei denen ihr jeweils eine neue Fähigkeit im Umgang mit Revolver, Schrotflinte oder Gewehr erlernt. Neue Skills sorgen für einen merklichen Kräfteanstieg, was es einfacher macht, bessere Combos abzuschließen und noch mehr Erfahrungspunkte abzusahnen – ein spaßiger und motivierender Kreislauf.

    Arcade-Modus und New Game+

    Die Kampagne ist mit vier Stunden zwar schnell vorbei, dafür gibt es einen Arcademodus, in dem ihr euch nacheinander durch zehn Levels auf Basis der Story-Umgebungen kämpft und mit zu Combos aneinandergereihten Abschüssen möglichst hohe Punktzahlen erzielt. Die vergleicht ihr online mit Freunden und Fremden per Ranglisten. Bei Spielstart wählt ihr zwischen einer von drei Waffen- und Skill-Kombinationen und schaltet durch höhere Punktzahlen weitere Skills frei.

    Doof: Die Stufenaufstiege aus der Story-Kampagne spielen im Arcade-Modus keine Rolle. Um eure Charakterstufe nach dem Ende der Geschichte weiter zu erhöhen, müsst ihr einen neuen Spieldurchlauf starten. Dafür steht eine "New Game+"-Option samt eines dritten, anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad ohne Bildschirmanzeigen zur Verfügung.

    Hübscher Cel-Shading-Look

    Die Grafik von Gunslinger ist stimmig, was vor allem an den hübschen Landschaftspanoramen liegt, welche die raue Schönheit der Natur prima einfangen. Die Grafik von Gunslinger ist stimmig, was vor allem an den hübschen Landschaftspanoramen liegt, welche die raue Schönheit der Natur prima einfangen. Quelle: PC Games Die Grafik von Gunslinger ist stimmig, was vor allem an den hübschen Landschaftspanoramen liegt, welche die raue Schönheit der Natur prima einfangen. Explosionen sind zwar eine Spur zu mickrig, Innenlevels kommen im Vergleich zur Außenwelt ziemlich öde daher und die Gegnermodelle hätten ein paar mehr Details vertragen können. Aber dafür gibt es hübsche Wassereffekte wenn der Regentropfen auf Objekte einprasseln, sowie glaubwürdige Physikeffekte, durch die von Balken hängende Ketten klirrend hin und her schwingen.

    Das leichte Cel-Shading, das alle Objekte mit einer dünnen schwarzen Linie umrahmt, verdeckt geschickt so manche verschwommene Textur. Dazu kommen ein prächtiger Lichteinfall und liebenswerte Details wie in der Ferne kreisende Vögel.

    Viele interessante Fakten zum Wilden Westen

    Im Spiel sind 54 sogenannte "Nuggets der Wahrheit" versteckt. Wenn ihr diese Gegenstände einsackt, bekommt ihr nicht nur Erfahrungspunkte; ihr schaltet auch jeweils einen kleinen, informativen Text mit Hintergrunddetails zu wichtigen Personen, Orten und Ereignissen zur Zeit des Wilden Westens aus. Ein schönes Bonbon für Geschichts-Fans!

  • Es gibt 51 Kommentare zum Artikel

    Von Lokkregar
    Also ich fand das Spiel recht gut, sorgt für Spaß  Okay es ist ein Low-Budget Titel also die paar Macken kann man da gut übersehen 
    Von sauerlandboy79
    Ist das nicht ein bisschen aufwendig, dafür extra zu nem Bekannten zu fahren, nur um Patches zu sichern ?! Wie hoch ist deine Traffic-Begrenzung ? Würde da mal zu nem anständigen Provider wechseln...
    Von shippy74
    Sagen wir besser nicht Patchen kann, ich würde sicher gerne das ein oder andere Spiel Spielen (Kein MP) aber bei allen Versuchen mal ein Steam Spiel zum laufen zu bekommen OHNE das er gleich Updates zieht oder gar das ganze Spiel aus dem Netz läd ohne auf die CD zurückzugreifen. Hier liegt der große vorteil…

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Call of Juarez: Gunslinger
Test: Kurzes Shooter-Vergnügen mit innovativer Erzählweise
Call of Juarez: Gunslinger im Test: Kann sich Techland nach dem grottigen The Cartel wieder aufrappeln und Ego-Shooter-Fans die Call of Juarez-Serie erneut schmackhaft machen? Oder legt das Arcade-Geballer zum Budgetpreis eine Bauchlandung hin? Unser Test samt dazugehörigen Testvideo zu Call of Juarez: Gunslinger verrät es!
http://www.pcgames.de/Call-of-Juarez-Gunslinger-PC-256282/Tests/Call-of-Juarez-Gunslinger-im-Test-1070741/
23.05.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/original/2013/04/call_of_juarez_gunslinger_002_b2teaser_169.png
call of juarez,shooter,ubisoft
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