Call of Juarez: Bound in Blood - Test: Der bis dato beste Western-Shooter
Die Bound in Blood - Protagonisten Thomas und Ray McCall (links) ballern sich durch eine Geisterstadt.
In der ersten Mission von Ubisofts Western-Shooter Call of Juarez: Bound in Blood kämpfen Sie Schulter an Schulter mit fanatischen Soldaten, die dafür sorgen wollen, dass dunkelhäutige Menschen weiterhin zur Arbeit gezwungen werden dürfen. Wir verraten Ihnen, warum Bound in Blood trotz dieser moralisch heiklen Ausgangslage einer der interessantesten Action- Titel des Jahres ist. Willkommen in den 60er- Jahren des 19. Jahrhunderts! Die Amerikaner befinden sich im Bürgerkrieg. Auf der einen Seite die USA im Norden, auf der anderen Seite die nach Unabhängigkeit strebende Konföderation der Südstaaten (CSA). Dort setzt Call of Juarez: Bound in Blood an. Faszinierend, schließlich ist man aus Ego-Shootern normalerweise die Normandie, Berlin und den vietnamesischen Dschungel gewohnt. Wer also noch nichts vom Sezessionskrieg wusste, kriegt mit diesem Ego-Shooter überaus unterhaltsamen Geschichtsunterricht. Bound in Blood beginnt mit den Geschehnissen im Schützengraben. Mit Revolvern, Dynamit und rostiger Flinte ausgestattet, bahnt sich CSA-Soldat Ray McCall seinen Weg durch das Schlachtfeld Virginias. Von Anfang an macht Call of Juarez klar, was es sein möchte: ein knallharter Westernfilm zum Mitspielen. Bäume stürzen um, Kameraden sterben vor den Augen des Spielers und Massen von Unionssoldaten stürmen effektvoll auf den CSA-Stützpunkt zu.
Schnell wird klar, dass sich die polnischen Entwickler von Techland (Xpand Rally, Chrome) bei der Grafik- Engine selbst übertroffen haben. Denn die Chrome-Engine 4 kann locker mit der populären Unreal- Engine 3 (Unreal Tournament 3, Mirror's Edge) mithalten. Ob Wald, Gebirge, Westernstadt oder Fluss - das virtuelle Nordamerika des 19. Jahrhunderts präsentiert sich sehr detailreich und atmosphärisch stimmig. Auch die Physik überzeugt: Wenn Ray einem rennenden Unionssoldaten in die Hüfte ballert, sackt der Getroffene physikalisch korrekt zusammen.
Im späteren Spielverlauf rücken Ihnen Indianer auf die Pelle.
"In diesem Krieg geht es nicht um deine Familie", entgegnet ein Vorgesetzter dem verzweifelten Ray McCall. Dessen jüngerer Bruder Thomas verteidigt eine Flanke, die in Kürze von den USA überrannt werden soll. Doch so einfach lässt Ray Tommy nicht im Stich und bricht auf eigene Faust zu dessen Rettung auf. In den Wirren der Schlacht lernt der Spieler den sogenannten Konzentrationsmodus kennen. Damit lassen sich - eine volle Konzentrationsleiste vorausgesetzt - mehrere Gegner auf einen Schlag erledigen. Dabei verfärbt sich der Bildschirm und Feinde werden markiert.
Mit der Maus fährt man über die Opfer und erledigt sie automatisch. Dies ist zugleich effektvolles Gameplay- Feature, wie auf höheren Schwierigkeitsgraden eine Überlebensversicherung. Haben Sie Thomas endlich gefunden, geht es erst richtig los. Die Brüder desertieren aus der Armee und werden daraufhin vom sadistischen Colonel Barnsby über den Kontinent gejagt. Nach dem spektakulären Beginn im Bürgerkrieg setzt die Story einige Jahre später in einem Westernstädtchen wieder an.
Der Wilde Westen. Saloons. Sheriffs. Duelle! Natürlich bedient Bound in Blood alle Klischees des Western-Genres. Die Duellanten dienen hierbei als Endbosse. Immer wieder stellt sich Ihnen ein genervter Gesetzeshüter oder Oberganove in den Weg und möchte einen Kampf "von Mann zu Mann". Dann schaltet Call of Juarez in die Po-Perspektive. Klingt merkwürdig, sieht aber imposant aus. Sie positionieren Ray oder Thomas vor dem Duellpartner und bewegen gleichzeitig die Hand des Helden. Ertönt das Signal, müssen Sie Ihre virtuellen Finger schnellstens zum Revolverhalter bewegen, die Knarre ziehen und abdrücken.
Weiter geht's auf der nächsten Seite, inklusive Test-Ergebnis >>>
Bildergalerie zum Call of Juarez: Bound in Blood - Test








Das Spiel kommt aus England. Alles ist englisch, Packung, Handbuch, Spiel, usw.
Aber trotzdem prangt ein USK Logo auf der DVD. Dabei hat die USK ausserhalb Deutschlands doch gar nix zu melden.
Ich finde das etwas merkwürdig.
Was mich allerdings generell vielmehr wundert, ist dass mickrige Spielzeiten keinen Punkteabzug mehr geben. 7 Stunden? Mehr als lächerlich für soviel Geld - aus genau diesem Grund habe ich mir schon lange keinen Shooter mehr gekauft.