Call of Juarez: Bound in Blood-Vorschau: Im Wilden Westen bricht die Hölle los
Vergangene Ausgabe berichteten wir, dass Ubisoft den Nachfolger des Western-Shooters Call of Juarez namens Bound in Blood angekündigt hat. Teilweise mussten wir in dem Vorschau-Artikel noch Kaffeesatzleserei betreiben. Ende Februar lud uns der Publisher aber nach München ein, wo er Techlands staubige Ballerei präsentierte.
Dank der Chrome-Engine 4 sieht Bound in Blood gut aus, bietet enorme Weitsicht und fühlt sich an wie ein Kinostreifen.
Wie im Vorgänger von 2006 schlüpfen Sie wieder in die Haut von zwei Charakteren, nämlich Ray und Thomas. Die unterscheiden sich abermals in der Spielweise, allerdings nicht mehr ganz so krass wie zuvor. Das zeigen uns die Entwickler auch direkt. Ray nutzt zwei Revolver und eine Metallplatte als "Rüstung". Thomas hat lieber ein Gewehr im Gepäck. Das kennen wir schon. Überarbeitet hat Techland den Konzentrationsmodus. In Call of Juarez konnten Sie diesen - von kurzen Aufladezeiten abgesehen - jederzeit nutzen.
Dann verlangsamte sich das Spielgeschehen, die zwei Fadenkreuze von Rays Knarren wanderten übers Bild, per Mausklick feuerten Sie beide ab. In Bound in Blood füllt sich der Konzentrationsmodus auf, wenn Sie Gegner umpusten. Haben Sie den Zähler gefüllt, läuft ein Timer ab. Sie haben 60 Sekunden, den Konzentrationsmodus zu aktiveren. Dann geht das Spielchen wieder von vorne los.
Steuern Sie Ray, friert Bound in Blood das Spielgeschehen ein. Nun markieren Sie mit der Maus die Gegner oder Stellen, auf die Sie feuern möchten - unter Zeitdruck. Sobald sich die Welt weiterdreht, feuert Ray. Mit etwas Übung räumen Sie so auch große Gegnergruppen aus dem Weg. Bei Thomas läuft der Spezialfeuermodus ein wenig anders ab.
Hier verlangsamen die Entwickler das Spiel nur und Thomas visiert automatisch Ziele in der Umgebung an. Die Schwierigkeit für Sie: Um die Betätigung des Abzugshahns zu imitieren, müssen Sie die Maus möglichst schnell von oben nach unten ziehen. Und das bei jedem einzelnen Schuss.
Beide Feuermodi hören sich nun so an, als wäre es mit ihnen kein Problem, die feindlichen Pistoleros wegzuknallen. Doch weit gefehlt. Denn zum einen steht der Konzentrationsmodus nur begrenzt zur Verfügung, zum anderen liest sich das Prozedere einfacher, als es beim Spielen auszuführen ist. So entstehen oft genug brenzlige Situationen, in denen Sie einer Übermacht schießwütiger Cowboys gegenüberstehen.
Mit seinen zwei Knarren ballert sich Ray ohne ernste Probleme durch die Levels von Call of Juarez: Bound in Blood.
Doch Techland hat sich für Bound in Blood noch ein praktisches Schmankerl einfallen lassen. Möchten Sie nämlich in Deckung gehen, braucht es nicht etwa eine bestimmte Taste und die richtige Stelle, sondern Sie laufen einfach auf das schützende Objekt der Wahl zu. Als Beispiel zeigt man uns einen Baum. Sobald die Spielfigur frontal gegen dessen Stamm läuft, schmiegt sich der Held an diesen und wird nicht mehr getroffen. Solange Sie nun in Richtung eines Gegners sehen, bleibt Ihr Charakter hinter der Deckung, er folgt im Exempel sogar der Rundung des Baumstamms präzise.
Schauen Sie dann gezielt woandershin und betätigen eine Bewegungstaste, löst sich der Held wieder von dem Objekt und das Abenteuer geht weiter. Intuitiver kann ein Deckungssystem gar nicht gestaltet sein. Dann zeigt uns Techland, wie die Duelle in Bound in Blood funktionieren. In Call of Juarez waren diese zu einfach: Pistole ziehen, das Fadenkreuz auf den Gegner platzieren, abdrücken, fertig.
Das war wenig herausfordernd. Für Bound in Blood setzen die Entwickler auf Spannung. Ihr Charakter und sein Gegner stehen sich gegenüber, Ihre Spielfigur sehen Sie von hinten. Nun tänzeln beide nach links oder rechts. Ihre Feuerhand bewegen Sie mit der Maus. So können Sie Ihren Gegner verunsichern, indem Sie antäuschen, den Revolver zu ziehen. Aber auch der umgekehrte Fall mag eintreten. Auf einen Countdown verzichten die Entwickler, sodass Sie in Bound in Blood wirklich darauf achten müssen, wann Ihr Gegner Anstalten macht, seine Knarre zu ziehen.
Und genau in diesem Moment sollten Sie schneller sein. Das alles sah tatsächlich in den gezeigten Showdowns deutlich spannender und filmähnlicher als im Vorgänger aus. Die aktuelle Chrome-Engine 4 taucht das Spielgeschehen dazu noch in wunderhübsche Landschaften, vollgepackt mit Details (etwa Spinnen, welche die Baumrinde entlang krabbeln), die jedoch sicherlich hardwarehungrig ausfallen. Aber optische Qualität hat nun einmal ihren Preis. PC Games: Euer Deckungssystem wirkt sehr durchdacht. Wie steht es eigentlich mit zerstörbaren Objekten? Können Gegner mir meinen Schutz zerschießen?
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"Projekte" also ist neben dead island ja noch mehr in entwicklung. zumindestens kann man hoffen das die chrome 2 immer noch in der hinterhand haben, also die entwicklung nicht völlig eingestellt wurde