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Call of Duty: World at War (dt.) (PC)

Release:
13.11.2008
Genre:
Action
Publisher:
Activision Blizzard

Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!

07.07.2008 10:58 Uhr
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Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War! In einem Interview mit Call of Duty Infobase äußerte sich Entwickler Treyarch zur dargestellten Brutalität in Call of Duty: World at War:

Rich Farelly, Creative Directir bei Treyarch: "Die erste Cutszene, in der dieser japanische Offizier die Zigarette im Gesicht des gefangenen Marine ausdrückt und dieser dann die Kehle durchgeschnitten bekommt, das ist schon ziemlich hart. [...] Es geht uns nicht darum einfach nur brutal zu sein und damit aus den Titeln der Serie herauszustechen. Wir haben uns nur gesagt, dass wir dieses Mal kein Blatt vor den Mund nehmen werden. [...] Dazu gehört nun mal auch, dass wir uns überlieferte Vorkommnisse genau so darstellen, wie sie tatsächlich geschehen sind."

"Die Spieler sollen selber erleben, wie hart gekämpft wurde und wie sehr es schmerzen kann, eigene Kameraden in diesem Kampf zu verlieren."

"Stell dir vor du bist der Soldat mit dem Flammenwerfer und dir kommen plötzlich verbrannte Menschen entgegen, die dich mit ihrem Katana angreifen, obwohl sie schon fast tot sind. Diese Szene ist so dermaßen grausam und fordert wirklich Nerven, aber genau so ist es passiert."

Noah Heller, Senior Producer bei Treyarch: "World at War soll dem Spieler nahe bringen, dass damals Menschen wirklich gestorben sind und das in einem Krieg, der ohne Skrupel und Rücksicht über die Soldaten hinweg gefegt ist."

Das komplette Interview finden Sie hier.

Online-Redakteur
Moderation
07.07.2008 10:58 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.11.2008 15:57 Uhr

Ich bin nicht generell gegen drastische Darstellungen. Sie müssen nur im Kontext stimmig sein, mit dem Gameplay auf würdige Art harmonieren und präzise demonstrieren, dass Krieg eben nicht atmosphärisch "cool" ist, sondern ekelhafte, perverse, gestörte, abartige und kranke Scheiße ist, die einem die Gedärme im Leib umdreht. Von CoD kann man so eine "Leistung" imho nicht erwarten. Dafür waren die bisherigen 4 Teile einfach zu patriotisch und zu einseitig. Da gab es nur gut und böse. Und ein CoD mit differenzierendem Blickwinkel erwarte ich nicht, weil das Spiel schlicht für die amerikanischen Markt und die dort dominierenden Plattformen konzipiert wird (XB360, Wii, DS). Amerikaner wollen keinen dreckigen Krieg. Die wollen konzentrierten Patriotismus, was die bisherigen Teile immer ausreichend geboten haben. Ami gut. Rest böse. Spiel gekauft.
Wenn du wirklich so grosse moralische Bedenken hast und nach diesem schmalen Grat suchst, den es ja anscheinend nicht gibt, dann kann die Konsequenz für dich nur lauten: Spiel keine Kriegsspiele mehr! Überhaupt keine. Keine Egoshooter, keine Strategie, keine Simulation. Denn es werden immer gesichts-, namen- und telefonnummerlose Feinde niedergemäht, egal in welchem Genre, und der Spieler soll in erster Linie Spass dabei haben. Auf Szenarios, die an reelle Konflikte angelehnt sind, solltest du dann auch verzichten. Und konsequenterweise auch auf komplett fiktive, denn Krieg ist Krieg und Krieg is bad, mhkay?
Bei mir herrscht wohl die gleiche Doppelmoral vor, wie bei dir: Tiere essen ist böse, andere Tierprodukte zu konsumieren ist okay bzw. "akzeptabel". Same here. Die Rahmenumstände definieren das eigene Verhalten und moralische Empfinden. DoD:Source ist mein Lieblingsspiel. WW2. Krieg. Teambasiert. Krauts vs. Amis. Aber immerhin werden keine Rahmenumstände thematisiert, sondern man kämpft einfach nur Mann gegen Mann auf netten Karten. Das Spiel will nur den Teamfaktor darstellen, aber nicht den Krieg insgesamt greifbar machen - was ich durchaus akzeptieren kann. Eine gewisse Doppelmoral schwimmt immer mit. Von der will ich mich auch gar nicht lossagen.
Du kannst es nicht mehr mit deinem Gewissen vereinbaren Computerspiele zu spielen aber hast kein Problem damit, die Waffenindustrie finanziell zu unterstützen? Yay!
Wenn ich mit Glock 17c / Colt 1911 / P8 / P99 / Tokarev auf Zielscheiben feuere, dabei einen Zustand der Konzentration erreiche, und das tue, was ich für "entspannend" halte, dann beuge ich mich wenigstens nicht der merkwürdigen Nachbildung von realen Begebenheiten, und tue so, als wäre ich ein krasser Soldat im Dienste irgendeines Landes. Beim Feuern mit echten Waffen auf Papier denke ich nicht an Mord, moralische Konflikte oder aus dem Zusammenhang gerissenen Nachbildungen der Realität. Ich denke einfach nur daran, wie man möglichst optimal die Atemfrequenz an die Schussfolge anpassen kann, um nach der Zielübung in guter Gesellschaft ein Bierchen zischen zu können (alkoholisiert sind Waffen natürlich ein NoGo). Ergo: Lieber schieße ich unter kontrollierten Bedingungen mit echten Waffen auf Papierziele, als unter unkontrollierten Umständen Krieg am PC zu spielen, was dann meiner Meinung nach schnell fataler für die Psyche werden kann. Auch wenn ich dabei die Waffenlobby unterstütze. Ihr (mich eingeschlossen) unterstützt mit euren Käufen ja auch die Geschichtsverfälschung in Videospielen. Nur wird da quasi auf Kosten der echten lebenden und gefallenen Soldaten "ein Spiel gespielt", während das echte Feuern mit Waffen in kontrollierter Umgebung ganz genau niemanden direkt oder indirekt schädigt. Es ist Sport. Virtuelles Geballere mit echtem Schwerpunkt gleicht eher undiszipliniertem Gewalttourismus - weshalb ich auch tatsächlich den Konsum solcher Medien auf ein geringes Maß runtergefahren habe. Ich komme mir dabei einfach dumm vor. Weshalb ich Geld auch vornehmlich in Konzepte wie Tactical Assault, Geometry Wars, Lego Indiana Jones, Super Mario, Metroid Prime, Edna, Hotel Dusk und ähnliche - möglichst unrealistische - Werke stecke.

Regards, eX!



ich hatte noch nie in meinem leben das bedürfnis mit echten waffen auf zielscheiben zu schiessen. ich habe auch keinen dienst geleistet und musste es auch in der armee nicht. ich finde wenn man schon den pazifisten raushängen will ex dann ziehs dann durch und erzähl nicht so ein blödsinn. ich kenne die klientel aus schiessvereinen hier in der schweiz sehr gut. ich weiss was für leute "entspannend" auf zielscheiben schiessen. seih es in privaten schiesskellern oder schützenvereinen. meine erfahrung zeigt mir das viele solche leute alles andere als ein pazifistisches gedankengut vertreten. ich kann natürlich nicht für alle sprechen aber generell legen diese leute eine grosse faszination für waffen und waffentechnik an den tag. während du entspannend deine schiessübungen machst wird irgendwo auf der welt mit genau der waffe einer erschossen. was daran faszinnierend sein soll erklärs du mir ein ander mal. jemand den ich gut kenne war in einem kriegsgebiet in afrika mit "ärzte ohne grenzen" der hat mir sachen erzählt wo einem die faszination an schiesskellern vergehen würde.

wenn ich was für meine konzentration,zielgenauigkeit oder entspannung machen will geh ich sport treiben oder leg mich hin für ne massage..ich würds auch mal versuchen ex!!
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04.11.2008 15:11 Uhr
@AMDSpider:

Woher willst du denn wissen wie es in Wirklichkeit läuft? Ich glaube nicht, dass du einmal live bei einer Hinrichtung dabei warst. Es ist wie bei einer normalen Geschichte, nimm ein paar kleine Fakten und dichte, der Spannung und dem Spielspaß zuliebe, vieles dazu.
Sorry, aber für mich sollte ein Spiel das bleiben was es ist, nämlich ein Spiel. Wenn ich "ultrageilen" Realismus will, um mich daran zu ergötzen fahre ich nach Afghanistan oder in den Irak.
Erfahrener Benutzer
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25.08.2008 04:19 Uhr
Gut so, dass der Krieg so gezeigt wird, wie er ist.
Krieg ist nämlich in Wirklichkeit kein lustiges im Schützengraben hocken unter Freunden und von dort aus lachend herausballern mit schier unendlich grossen Munitionsvorräten, sondern Krieg ist Brutalität und Todesangst, und wenn die 30 Schuss im Magazin leergeschossen sind, wird zum Bajonett, zu Agent Orange Entlaubungsmittel, und zum Flammenwerfer gegriffen.
Genau so realistisch will ich das sehen!
Schon bei COD 4 war die Introszene, wo man zur Hinrichtungsstätte gefahren wird, einfach superspannend und intensiv, weil es genau so gezeigt wurde, wie es in Wirklichkeit läuft.

Natürlich regen sich über dargestellte harmlose Bildschirmbrutalitäten aller Art, egal ob Film oder Spiel, immer irgendwelche Jesuiten und Moralapostel auf, aber who cares, solange unsere amerikanischen Freunde (ausser dem irren Jack Tompson) keine weiteren Moralapostel im Land haben, die sie am Herstellen guter Spiele hindern.

Der Rest ist, wie man so schön sagt, COD5 US Import  
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11.07.2008 23:07 Uhr
wenn im fernsehen bei tom und jerry im kinderprogramm gezeigt wird wie die maus der katze den schwanz abhackt, die katze voll verbunden mit rotem kreuz auf dem verband der maus nachläuft ...... das ist altes comic zeichentrick und nicht weniger brutal, als oben beschriebenes szenario, tom und jerry hab ich gesehen....
weiters sieht man am 1700 uhr in manchen nachrichten/dokusendern - wenn auch unfreiwillig derselben, die tötung von menschen! was macht den unterschied zum spiel! der letzte rambo sprengt die kinokassen, blutiger gehts auch nicht in einem spiel zu.... wenn man bei fire department einen fussgänger mit dem feuerwehrauto überfährt macht man es auch nicht real?

Neuer Benutzer
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11.07.2008 19:46 Uhr
Ich verstehe die Entwickler. Wir sollten uns einmal die Frage stellen, was grausamer ist: Einen Krieg in einem Spiel so darzustellen, dass er ins Kinderzimmer passt, oder unverblühmt und grausam, wie ein Krieg wirklich ist.