Call of Duty: United Offensive
Gray Matter wertet die veraltete Quake-3-Engine durch neue Partikeleffekte auf.
Die Einzelspieler-Kampagne setzt weiterhin auf jene cineastischen Skript-Sequenzen, die bereits bei Call of Duty erheblich zur einzigartigen Atmosphäre beigetragen haben. Wie im Hauptspiel übernehmen Sie die Rolle eines Soldaten der Alliierten - der russischen, amerikanischen oder der britischen Seite. Zwar agieren Sie nicht aus der Sicht der Original-Charaktere, sehen allerdings immer wieder aus Call of Duty bekannte Gesichter. Selbstverständlich spielen Sie einige der wichtigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs auch im Add-on nach (mehr dazu im Extrakasten). Unabhängig davon, mit welcher der drei Sei- ten Sie gerade um den Sieg kämpfen, fühlen Sie sich stets mitten im Geschehen. Gegnerische Bomber jagen vorbeifahrende Fahrzeuge in die Luft, ein ganzer Kugelhagel rauscht an Ihren Ohren vorbei und links und rechts Ihrer Kameraden gönnen Ihnen die gewaltigen Explosionen keine Verschnaufpause. United Offensive inszeniert auch besondere Missionen, die man in dieser Form nicht erwarten würde, etwa eine Verfolgungsjagd an Bord eines Bootes oder die Flucht auf einem Motorrad. Das Prinzip: Der Mitstreiter steuert, Sie feuern.
Wind of Change
Ihre Mitstreiter (hier: Amerikaner) gehen in Gruppen vor und geben einander Rückendeckung.
Bei einer Erweiterung zu einem Ego-Shooter sind zusätzliche Waffen obligatorisch. Rauchgranaten, Bazookas, Flammenwerfer oder tragbare MGs erweitern das ohnehin große Arsenal des Hauptspiels. Solch ein tragbares MG muss der Spieler im Liegen aufstellen. Auf Wunsch rennt Ihr Alter Ego aber auch manchmal eine begrenzte Zeit, was vor allem in brenzligen Situationen Leben rettet - währenddessen kann die Waffe natürlich nicht benutzt werden. Eine weitere Neuerung: Wer den Sprengsatz erst ein paar Sekunden nach dem Abreißen des Stiftes in die Richtung des Gegners wirft, vermeidet, dass dieser die Granate möglicherweise aufhebt und zum Spieler zurückbefördert.
Spiel mit mir
Während Ihr Bomber seine Fracht abwirft, wehren Sie die Angriffe der deutschen Jagdflugzeuge ab.
Glücklicherweise hat Gray Matter auch an alle Internet- und Netzwerk-Spieler gedacht und drei neue Modi eingebaut. Zum einen gibt es den aus vielen anderen Spielen bekannten Capture-the-Flag-Modus - Ihr Team dringt in die gegnerische Basis ein und erobert die Flagge des Feindes. Zum anderen erkennt ein geübtes Auge einen leicht abgewandelten Spieltyp: Bei Domination gilt es, durch die Kontrolle von fünf auf der Karte verteilten Flaggen Punkte zu sammeln. Im dritten Modus, Base Assault, verteidigt der Spieler die eigene Basis gegen die Angriffe der Kontrahenten. Streng genommen sind dies keine besonderen Innovationen, aber allein die drei neuen (von Ihnen steuerbaren) Fahrzeuge schaffen mehr Abwechslung für die ohnehin spannenden Online-Matches. Beispielsweise sind Sie mit dem Jeep schneller unterwegs und haben zudem Platz für zwei Kameraden. Diese wiederum halten während der Fahrt den Gegner unter Beschuss - wahlweise mit der eigenen Waffe oder mit dem am Bord montierten Maschinengewehr. Alternativ dringen Sie mit einem leichten oder einem schweren Panzer zu der gegnerischen Basis vor - während der leichte Panzer Platz für zwei Spieler bietet, sind Sie im schweren auf sich allein gestellt.Ein spezielles Bonus-System soll für einen weiteren Motivationsschub sorgen: Entsprechend Ihren Leistungen und dem davon abhängigen Rang ergattern Sie drei mögliche Boni: mehr Granaten verschaffen Ihnen einen Munitionsvorteil, ein Fernglas lässt Sie die Feinde frühzeitig erkennen oder aber Sie fordern die Artillerie-Unterstützung. Zwar verlieren Sie beim Verlassen des Gefechts alle Ihre bis dato erkämpften Ränge, mehr Ansporn bringt diese Neuerung jedoch allemal. Wenn alles glatt verläuft, unterziehen wir United Offensive bereits in der nächsten Ausgabe einem ausführlichen Test.


Ja, verbietet diese Spiele, da hat man ja ne Waffe und schiesst auf…