Call of Duty: Modern Warfare 2 im Multiplayer-Test: Trotz fehlender Features motivierend
Die 23 kurzen Szenarien im Modus Spezialeinheit sind vor allem auf „Veteran“ eine richtig harte Nuss. Teamwork ist hier das A und O.
Boykott-Aufrufe schallten vor der Veröffentlichung Modern Warfare 2 quer durch alle Fan-Foren und Communitys. Die Entscheidung der Entwickler, sich für den PC-Mehrspielerteil an der Konsolenversion zu orientieren, stößt vielerorts auf Ablehnung. Keine dedizierten Server, keine Admin-Befehle, keine Mods, Beschränkung auf maximal 18 Spieler, kein Herauslehnen aus der Deckung und kein Clan-Support - was sich schlimm anhört, mindert den Spielspaß in der Praxis minimal bis gar nicht. Mehr als 18 Spieler würden sich auf dem Gros der 16 Karten die Füße platt treten, das "Lehnen" vermissen wir überhaupt nicht. Und dank 14 verschiedenen Spielmodi, mehr als 50 Waffen, 70 Rängen und ausbaufähigen Spezialfähigkeiten ist auch ohne Mods für Abwechslung und Ansporn gesorgt. Hinzu kommt der brillante Spezialeinheit-Modus, in dem Sie die besten Momente der Solo-Kampagne und einige neue Szenarien mit einem zweiten Spieler kooperativ erleben. 23 teils knüppelharte Missionen gilt es insgesamt zu bewältigen. Wer sich hier reinfuchst, kommt so schnell nicht wieder von Modern Warfare 2 los.
Nur die Server-Sache birgt in den Versus-Modi tatsächlich einen eklatanten Nachteil: Der Host, also der Spielteilnehmer, dessen PC das Match verwaltet, hat gegenüber seinen Mitspielern einen deutlichen Ping-Vorteil. Verlässt der "Gastgeber" das laufende Spiel, wird die Partie zudem auf einen anderen Rechner umgesiedelt, was eine nervige Spielunterbrechung mit sich bringt. Zwar haben wir uns im Lauf der Testphase auch daran gewöhnt, Punktabzug gibt's dennoch!
Dem Feind wurde eine Vorratskiste geliefert. Welche Belohnung drinsteckt, entscheidet der Zufall.
Lobenswert ist das tadellose Waffen-Handling. Wirklich jede Knarre fühlt sich anders an, die Treffer-Rückmeldung ist hervorragend, mit den Spezialfähigkeiten (Perks) lässt sich die eigene Spielweise gekonnt unterstreichen und wenn es mal nicht so rund läuft, greifen Ihnen Todesserie-"Belohnungen", beispielsweise mit einem temporären Gesundheits-Boost beim Wiedereinsteig, unter die Arme.
Weniger gut ausbalanciert sind hingegen die Abschussserien-Belohnungen. Aus insgesamt 15 Spezialwaffen von der Überwachungsdrohne bis zur matchbeendenden Atombombe können Sie drei auswählen und nach Erreichen der erforderlichen Kills in Serie auf die Gegner loslassen. Das sorgt zuweilen dafür, dass das Match von aufstellbaren Geschützen und Kampfhubschraubern gewonnen wird und nicht durch die Fähigkeiten eines Spielers oder Teams. Bei den Vorratskisten, die aus der Luft abgeworfen werden, kommt auch noch der Faktor Glück ins Spiel, weil sie stets eine zufällige Belohnung beinhalten.
Immerhin findet sich auf fast jede dieser "Superwaffen" eine Antwort. Luftunterstützung können Sie mit Raketenwerfern vom Himmel holen, feindliches Radar stören Sie per Konter-Drohne und dank Ninja- und Eiskalt-Perks bewegen Sie sich nahezu unbemerkt über die Map. Dauer-Campern machen Sie zudem dank Vollmantelgeschossen auch durch Wände und Mauern hindurch die Hölle heiß. Deshalb sollten Sie den Klassen-Editor rege nutzen und die Slots mit unterschiedlichen Waffen-Perk-Kombinationen bestücken, um im laufenden Match jederzeit auf die Taktik Ihrer Gegner reagieren zu können.
Anfangs steigen wir sehr schnell im Rang auf und freuen uns über immer neue Waffen, Perks oder Ausrüstungsgegenstände.
Für schnelles Hochleveln empfiehlt sich vor allem der Frei-für-alle-Modus. Zwar erhalten Sie hier pro Abschuss "nur" 50 Erfahrungspunkte (plus eventuelle Boni), dafür müssen Sie Kills nicht mit Ihren Teamkameraden teilen und sich auch nicht um Flaggen, Bomben und Ähnliches kümmern. Die meisten Erfahrungspunkte (EP) pro Abschuss erhalten Sie im rundenbasierten Modus Suchen und Zerstören. Versuchen Sie nebenbei, so viele Herausforderungen wie möglich zu meistern (einzusehen unter "Quartiere"). Am lukrativsten ist das Freischalten aller Aufsätze der Primärwaffen (Schalldämpfer, Rotpunktvisier etc.), für das pro Schießeisen 10.000 EP winken.
Wenn Sie dann nach vielen, vielen Spielstunden endlich Level 70 erreicht haben, stellt sich die alles entscheidende Frage: Den Prestige-Modus aktivieren, für ein exklusives Rangabzeichen und zusätzliche Veteran-Herausforderungen alle freigeschalteten Goodies wieder abgeben und ganz von vorn anfangen? Mit zehn (!) möglichen Prestige-Durchläufen bindet Infinity Ward Online-Jünger über Monate ans Spiel. Vorbildlich! Und fies!
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sich für eine Sache zu entscheiden ist sehr wichtig. Als ich das damals gelesen habe, da stand zu 100% fest ich kaufe mir kein Call of Duty MW Teil mehr.Diese Meinung vertrete ich nun immer noch. Dafür waren die Änderungen, nach nur einem Teil, einfach zu gravierend. Nun wäre es ziemlich blöd wenn…
eine kurze Zusammenfassung:
Level 1 ist ok, nichts besonderes aber ok
Level 2 ist fantastisch, der mit ganz ganz großem Abstand beste Level, den ich je in einem CoD gespielt habe
Level 3 kann man ja überspringen (nicht empfehlenswert)
und ab Level 4 müsste man den Namen des Spiels in Moorhuhn Warfare umbenennen, da es ab diesem Moment extrem eintönig und somit langweilig wird