Modern Warfare 2: Keine Dedicated Server, keine Mods, aber Steam ist Pflicht (Update)
Update: Mittlerweile existiert eine Online-Petition, die Infinity Ward davon überzeugen soll, Dedicated Server für Call of Duty: Modern Warfare 2 zu erlauben. Die Petition zählt bereits über 86.000 Stimmen (Stand: 20.10.09).
CoD 6 wird keine Dedicated Servers mehr anbieten.
Community Manager Robert Bowling sagte im offiziellen Podcast, dass für CoD 6 eine Steam-Pflicht existiert. Das heißt, dass man Modern Warfare 2 nur mit einem aktiven Steam-Account und eine Internetverbindung spielen kann. Außerdem wird als Anti-Cheat-Tool nicht Punkbuster, sondern nur das Steam-Tool VAC eingesetzt. Außerdem seien keine Dedicated Server geplant, und generell sieht es für Mods schlecht aus, die enorm von Dedicated Servers profitieren. Mod-Tools soll es vorerst keine für Modern Warfare 2 geben. Statt den Dedicated Servers wird es Private Matches geben, die aber auf Server im IWNet laufen, das an Steam angeschlossen ist. Damit soll man laut Robert Bowling alle möglichen Einstellungen anpassen können, zum Beispiel die Luftunterstützung deaktivieren und dergleichen. Damit gibt es auf dem PC weitgehend die gleichen Optionen wie auf den Konsolen, wo zum Beispiel mit Xbox Live ein ähnliches System eingesetzt wird. Infinity Ward möchte über das IWNet sicherstellen, dass mit dem Matchmaking Spieler gleicher Stärke aufeinander treffen. Clans haben ebenso wie die Betreiber von Servern für die Vorgänger mit Protesten reagiert. Äußern Sie Ihre Meinung im Forum und in unserem Quickpoll!
Hier ist der Podcast zum Anhören - die spannende Stelle finden Sie bei ca. 1 Stunde 41 Minuten, bei ca. 2 Stunden 5 Minuten hören sie deutlich, wie geschockt die Teilnehmer des Podcast von Robert Bowlings Eröffnungen sind.
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Da hast du natürlich Recht, aber Steam hat einen nicht unbedeutenden Vorteil: First-Day-Raubkopien können dadurch verhindert werden, da die Spiele erst am Releasetag freigeschaltet werden. Früher war es doch gang und gäbe teilweise schon Wochen (!) vor dem Release die gecrackten Versionen in den diversen Tauschbörsen vorzufinden. Wenn man von dem legendären HL2-Leak absieht gab es sämtliche Valve-Spiele auch erst nach deren Release auf dem Raubkopier-Markt. Und eben in den ersten Tagen wird ein Großteil des Umsatzes erwirtschaftet, insofern ist das schon ein Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte. Wie gesagt, dies gilt nur bei freischaltpflichtigen Titeln, alle anderen waren trotzdem gecrackt verfügbar. Und dass Spiele nachdem sie erschienen sind sofort und 100 % lauffähig gecrackt werden ist doch heute nun wirklich nichts mehr Neues. Woher sie die Daten bekommen spielt doch dann überhaupt keine Rolle mehr...
Aber die Sache ist einfach ein Rechenexempel. Die wenigen die sich wegen DRM von den Spielen abwenden, fallen wahrscheinlich nicht ins Gewicht. Insofern drücken die Hersteller einfach das durch, was sie haben wollen.
Wie sich der zusätzliche Schlag gegen die Spielerschaft, nämlich keine Dedicated Server einzubauen, auswirkt, wird sich bald zeigen. Allerdings habe ich nahezu jede Hoffnung verloren, dass die Anzahl derer, die sich dem Spiel deswegen verweigern werden, so groß sein wird, dass sie die Verkaufszahlen wesentlich beeinflusst. Den meisten wird es - wie immer - total wurscht sein.
Soll ich dir sagen, wie die Wahrheit ausschaut? Diese ganzen Plattformen nutzen null gegen die Schwarzkopierszene. Im Gegenteil: Für die sind diese Plattformen das reinste Paradies, weil sie sie mittlerweile so cracken können, dass sie quasi jedes dort angebotene Spiel kostenlos über diese Plattform laden und zocken können. Die lachen sich darüber ins Fäustchen.