Modern Warfare 2: Debatte im britischen Parlament zum Thema Gewalt in Computerspielen
Keith Vaz
Bereits gestern berichtete PCGames über die anstehende Debatte im britischen Parlament, initiiert durch Labour-Politiker Keith Vaz, der sich in einem Gespräch mit der Daily Mail "schockiert" zeigte ob der realistischen und drastischen Darstellung von Gewalt in Modern Warfare 2. Im Verlauf derselben ergriff er nun zunächst selbst das Wort, indem er sich an den zuständigen Minister wandte: "Ist sich der Minister dessen bewusst, dass heute um Mitternacht ein neues, brutales Videospiel, mit Namen Call of Duty: Modern Warfare 2, erscheinen wird? Es enthält Szenen von solcher Brutalität, dass sogar der Hersteller selbst Warnungen in das Spiel integriert hat, die darauf hinweisen, dass man einzelne Szenen überspringen kann." Er fuhr fort: "Welche Maßnahmen gedenkt die Regierung zu ergreifen, um zu verhindern, dass diese gewalthaltigen Spiele in die Hände von Kindern und Jugendlichen fallen? Es geht nicht um Zensur, sondern um den Schutz unserer Kinder."
Der Angesprochene, Minister Siôn Simon ebenfalls Labour, antwortete mit den folgenden Worten: "Das Spiel um das es geht, ist ab 18 Jahren freigegeben. Es darf nicht an Kinder verkauft werden und es ist die Aufgabe der Regierung sicherzustellen, dass Erwachsene das bekommen, was für sie bestimmt ist und dass Kinder nicht mit solchen Inhalten in Berührung kommen."
Ein weiterer Parteikollege, Tom Watson, ergänzte die Ausführungen des Ministers mit dem Stellen einer rhetorischen Frage: "Stimmt der Minister zu, dass es für diese Kammer besser wäre die Tausende von Spieleschaffenden und Millionen von Spielern zu unterstützen, anstatt die diesbezügliche Panikmache [im Original: moral panic] durch die Daily Mail noch zu fördern?"


Das einzige was das Ganze ist, nämlich ein schöner Werbespot für den Hersteller. Was Besseres kann einem doch gar nicht passieren, dass sogar schon die *äh* "Politik" über das eigene Produkt spricht und so indirekt damit wirbt.