Call of Duty: Modern Warfare 2 - Vorschau, plus Neue Screenshots
In den Elendsvierteln von Rio können Sie Gegner und Zivilisten meist nur anhand einer etwaigen Waffe unterscheiden. Bei diesem Kollegen fällt das nicht schwer.
acTavish nimmt Anlauf und springt mit einem Satz hinüber - das sah leicht aus. Wir wollen es ihm gleichtun - keine gute Idee, wie sich schnell herausstellt: Uns fehlen am Ende einige Zentimeter. Unsere Spielfigur rammt ihre Eispickel in den Berg, doch einer der beiden lebensrettenden Eisnägel gleitet ab. Mit beiden Händen klammern wir uns an die verbleibende Kletterhilfe und hoffen darauf, dass die wenigen Zentimeter Stahl uns vor dem sicheren Tod bewahren. Hilflos baumeln wir über dem Abgrund, als auch unser zweites Eisgerät zu rutschen beginnt. Wir verspüren - obwohl wir auf einer relativ sicheren Couch sitzen - einen leisen Anflug von Panik. Wie unter Hypnose starren wir auf den Bildschirm, wo Protagonist Roach den Kopf hebt. Schnee wirbelt über der unerreichbar scheinenden Kante auf, dann taucht Soaps schon leicht angefrorenes Gesicht über uns auf. Sein Arm schnellt nach unten und greift uns im letzten Moment, bevor wir endgültig den Halt verlieren. Wenn die Präsentation in diesem Tempo weitergeht, sollten wir vielleicht einen Herzspezialisten dazuholen ...
Mittlerweile haben wir wieder sicheren und mit einer dicken Schneeschicht bedeckten Boden unter den Füßen. Wir nähern uns offensichtlich dem Einsatzziel, wie auf ein unsichtbares Kommando hin zücken Soap und Roach je eine schallgedämpfte ACR ("Adaptive Combat Rifle", zu Deutsch etwa "anpassungsfähiges Sturmgewehr") und klappen einen kleinen Monitor an der Seite der Waffe aus. Wir wundern uns kurz, was es mit dem Bildschirm auf sich hat; er zeigt ein blaues Bild mit kleinen Kreisen darauf, ähnlich einer Radaranzeige. Noch während wir über die Funktion des Gerätes grübeln, tauchen zwei pulsierende Punkte auf dem Display auf, die sich, als Soap und Roach weiterlaufen, nach unten auf dem Schirm bewegen. Dank der schneegetrübten Sicht erkennen wir die zwei Feinde vor uns erst, als die Punkte auf dem Monitor fast den unteren Bildschirmrand erreicht haben. Dann dämmert es uns: Es handelt sich um einen Herzschlagsensor! Etwas futuristisch, aber in dieser Witterung ungemein nützlich. Unser Begleiter instruiert uns, den linken Gegner anzuvisieren und auf sein Zeichen zu warten.
Als er den anderen Feind im Fadenkreuz hat, gibt er das Kommando: "Abdrücken!" Zwei leise "Fupp" lösen sich aus unseren schallgedämpften Sturmgewehren, gefolgt vom Geräusch zweier auf den Schnee plumpsender Körper. Die Typen hatten nicht einmal den Hauch einer Ahnung, wer oder was sie getroffen hat. Wir marschieren weiter und erleben fast die gleiche Situation noch einmal: Punkte auf der Sensoranzeige, zielen, warten, fupp, fupp, zwei Gegner weniger. Das Schneetreiben nimmt zu, die Sicht wird immer eingeschränkter. In der Suppe vor uns zeichnet sich langsam ein Gebäude ab, wir haben unser Einsatzzielerreicht: eine versteckte Gebirgsbasis irgendwelcher Rebellen. Wer oder was hier los ist, erfahren wir nur in Ansätzen und auch erst im späteren Interview. Doch machen Sie sich keine Hoffnungen, außer einer Handvoll grober Eckdaten verrät Infinity Ward zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht allzu viel über die Hintergrundhandlung. Während wir weiter in die Basis schleichen, gibt Soap Anweisungen: "Vorsicht, nicht ohne Schalldämpfer feuern, sonst bemerkt man uns" und "Verhalte dich wie ein Gespenst in einem Schneesturm!" Zumindest der Teil mit dem Schneesturm sollte uns angesichts der Witterung nicht allzu schwerfallen.
In einer eisigen Gebirgsbasis treffen wir nach Erledigung unseres Missionsziels auf heftigen Widerstand.
In bester Schleichshooter- Manier schleichen wir in die Anlage, aber nicht ohne zuzusehen, wie Captain MacTavish den einen oder anderen Feind umrennt und mit dem Messer zum Schweigen bringt. Wir wissen zwar immer noch nicht so genau, was hier eigentlich gespielt wird, aber zumindest warnt uns ein Funkspruch vor mehr als 20 Gegnern, die zu Fuß in unsere Richtung eilen. MacTavish ändert spontan die Richtung und faselt irgendetwas von "Vorbereitungen treffen für Plan B". Wir spurten kurz durch den eisigen Nebel zu einem nahen Flugfeld - auch wenn wir das nur anhand herumstehender Düsenjets erkennen können, von einer Start- oder Landebahn ist vor lauter Schnee nichts zu sehen. Auf Soaps Anweisung hin bringen wir an einigen der Maschinen Sprengladungen an und schlagen dann wieder den ursprünglichen Weg ein. Dank Herzschlagsensor wurde uns bislang niemand ernsthaft gefährlich, aber das soll sich schnell ändern. Wir entfliehen der Witterung in einen Hangar, wo wir einen Satelliten vorfinden - scheinbar das Ziel unserer Mission. MacTavish befiehlt uns, die in der zweiten Etage liegenden Büroräume aufzusuchen und den Computer zu hacken. Wir tun, was uns befohlen wurde, doch als wir zurückkommen, stehen die "mehr als 20 Gegner, die zu Fuß in unsere Richtung eilen", in der offenen Hangartür, alle mit Gewehr im Anschlag und auf den anderen Teil unseres Zwei-Mann-Kommandos gerichtet. Mist.
Also doch Plan B: Unser Protagonist zückt einen Fernzünder, drückt den Auslöser und in einer monströsen Explosionskette, deren akustische Wucht uns fast von der Couch fegt, jagen die vorhin platzierten Sprengladungen die hier stationierte Flugstaffel in die Luft. Erschütterungen verwackeln das Bild, aufgeregtes Durcheinanderschreien, allgemeine Verwirrung - eventuell mischen sich darunter auch ein paarTodesschreie, so genau lässt sich das im Moment nicht ausmachen. MacTavish, auf den Knall vorbereitet, nutzt die Verwirrung, um in Deckung zu schlittern und sein Sturmgewehr zu ziehen. Gemeinsam ballern wir eine Nische in den noch stehenden Teil des menschlichen Verteidigungswalles. Jetzt aber hurtig ...
Es folgt: ein actiongeladener Schusswechsel in gewohnt hoher Call of Duty-Qualität. Richtig hitzig wird's dann aber erst, als auch noch Feinde auf Schneemobilen ins Geschehen eingreifen. Den ersten kann MacTavish mit einem herzhaften Hieb vom Gefährt schubsen, dann ergreift unser Duo aber doch die Flucht. Wir werden Zeuge, wie die beiden Hals über Kopf einen Abhang hinuntersprinten, -stolpern und -kullern, aber die motorisierten Verfolger machen bei der Talabfahrt eine wesentlich bessere Figur und holen schnell auf. Der Wunsch, selbst auf solch einem Teil zu sitzen, keimt in uns auf, wir schätzen die Chancen angesichts der fehlenden Fahrzeuge im Vorgänger jedoch als eher gering ein. Doch wir irren. MacTavish holt mit gezielten Schüssen zwei weitere Fahrer von ihren Schneegefährten und wir schwingen uns auf die Vehikel. Was jetzt kommt, ist dermaßen bombastisch, dass uns der Unterkiefer gen Erdboden klappt und erst Minuten später wieder zurückkehrt: Wir düsen in einem atemberaubenden Tempo weiter den Abhang hinab, hinter uns, vor uns und um uns herum pfeifen Kugeln, sausen Verfolger auf ihren Mobilen und schlagen Granaten ein.
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Neue Screenshots zu Call of Duty: Modern Warfare 2
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