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  • Call of Duty Championship 2014: Der 400.000 Dollar-Schuss

    Call of Duty will Counter-Strike als größten eSports-Shooter der Welt beerben. Dafür hat Activision die 31 besten Teams der Welt nach Los Angeles geflogen und drei Tage lang um insgesamt 1 Million US-Dollar kämpfen lassen. Wir waren live dabei, haben mit den Teams gesprochen und uns vom deutschen Clan SK Gaming viele Profi-Tipps zu Call of Duty: Ghosts verraten lassen.

    Los Angeles, 15 Uhr: Das L.A. Live Event-Deck am berühmten Staples Center der L.A. Lakers gleicht einem Hexenkessel und die Fans feuern ihre Teams an. Auf den Monitoren gleicht Strikezone einer Schlachtbank: Granaten schlagen ein, Rauch verhüllt die Gänge des Baseball-Stadions und kaum eine Sekunde vergeht ohne Abschuss. Doch die einzelnen Spieler verziehen kaum eine Miene in ihrer schalldichten Box. Ganz selten brüllt mal einer ein Kommando, die Team-Kommunikation verläuft eher ruhig und geordnet. Selbst wenn ein Kollege einen wichtigen Abschuss vergeigt oder ein Duell verliert, gibt's keinerlei Kommentare. Die Stimmung innerhalb der Teams ist erstaunlich wenig emotional, das ist so als würde sich FC Bayerns Bastian Schweinsteiger nach einem vergebenen Elfmeter nicht mal kurz ärgern.

    "Es zählt immer nur der Moment", erklärt Anthony "Nameless" Wheeler von einem der besten US-Clans EnVyUs, "Call of Duty ist ein sehr situatives Spiel. Eine verlorene Runde muss man abhaken, denn Matches lassen sich sehr schnell drehen." Das ist einer der Gründe, warum Call of Duty: Ghosts auch vom reinen Zusehen her das Adrenalin in Wallung bringt und wir richtig mitfiebern. Abwechslung wurde auch geboten, denn in Los Angeles wurde ein Best-of-Five gespielt, also fünf Karten, in denen Domination (Herrschaft), Search & Destroy (Suchen und Zerstören) und Blitz auf dem Plan standen.

    07:37
    Der 400.000-Dollar Schuss - Wir waren zu Gast bei den Call of Duty Championship 2014
    Spielecover zu Call of Duty: Ghosts
    Call of Duty: Ghosts

    SK GAMING: Publikums-Liebling, aber früh ausgeschieden

    Leider hatte keines der europäischen Teams eine Chance gegen die bärenstarken US-Profi-Clans. Das ist wenig verwunderlich, denn in Amerika Aus und vorbei: SK GAMING schied trotz starker Leistung gegen die Australier T1 Dotters aus und zeigten sich sichtlich enttäuscht im Gespräch am Abend. Aus und vorbei: SK GAMING schied trotz starker Leistung gegen die Australier T1 Dotters aus und zeigten sich sichtlich enttäuscht im Gespräch am Abend. Quelle: Benjamin Kratsch ist die Professionalisierung des eSports schon sehr viel weiter voran geschritten. Egal ob EnVyUs, CompLexity oder OpTic Gaming, all diese Teams wohnen zusammen in Clan-Häusern und können vom eSport sehr gut leben. Die Jungs vom deutschen Clan SK Gaming hingegen gehen normalen Berufen nach, trainieren in der Regel online und sehen sich nur auf Turnieren. "Dafür, dass wir signifikant schwierigere Bedingungen haben, konnten wir sehr gut mithalten", analysiert Kevin "raidN" Kreutzberg. SK konnte sich einen klaren Sieg gegen das mexikanische Team von Aztek Gaming sichern, musste sich aber jeweils sehr knapp gegen FaZe aus den USA sowie die Australier von Trident T1 Dotters geschlagen geben.

    Im Gespräch outete sich vor allem Moderator Alan Brice als SK-Fan: "Das Team hat einen unglaublichen Kampfgeist bewiesen und mitunter viele fast schon sicher verlorene Karten doch noch gewonnen". Besonders ins Gedächtnis gebrannt hat sich bei ihm die Leistung von Kevin "Kivi" Fiala: "Wow, ich bin ein Fan von ihm. Er hat sowohl gegen FaZe als auch T1 Dotters jeweils einen Vierer-Killstreak geholt und den Gegner sehr clever flankiert", lobt der Engländer. "Er spielt auf deutlich höherem Niveau als seine Kollegen, wenn die an seine Leistungen anknüpfen können, hat SK eine große Zukunft vor sich".

    Das Grand Finale: EnVyUs versus CompLexity

    Professionelle Turnierbedingungen: Um nicht von Kameralicht oder jubelnden Zuschauern abgelenkt zu werden, spielten die Clans in schalldichten Kabinen. Professionelle Turnierbedingungen: Um nicht von Kameralicht oder jubelnden Zuschauern abgelenkt zu werden, spielten die Clans in schalldichten Kabinen. Quelle: Benjamin Kratsch "Wir sind sehr gut in Search & Destroy, die Runden haben wir bisher immer geholt. Verlieren wir also eine Runde Domination, ist das verschmerzbar", so "Nameless" von EnVyUs, der von den Moderatoren zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde. Im großen Finale gegen CompLexity sollte das allerdings nicht reichen. Der Traditionsclub beeindruckte mit exzellentem Teamplay, schaffte es sehr oft dem Feind mit zwei Mann aufzulauern, deckte sich gegenseitig extrem gut ab und harmonierte vor allem im Modus Blitz. Genau hieran haperte es bei EnVyUs: "Nameless" und sein Kollege "STUDyy" machten die ganze Arbeit, versuchten Taktikzüge auszuspielen und dem übermächtigen Gegner mit überraschenden Strategien auszutricksen. Beispielsweise indem sie beide Scharfschützengewehre auf Freight wählten, obwohl die Karte auf Grund ihrer Kompaktheit mit dem zentralen Güterzug in der Mitte eher für Sturmgewehre geeignet ist. "Infinity Ward hat das Quick-Scoping (schnelles Zielen, Anm. d. Red) entschärft, dennoch ist die USR nach wie vor meine Lieblingswaffe, weil sie sehr präzise ist und schnell nachlädt. Gerade wenn der Gegner in Überzahl ist und ich als letzter übrig, ist das eine effiziente Strategie", verrät "Nameless" in einer kurzen Pause vor dem Finale.

    Der Rest seines Teams verließ sich im entscheidenden Match jedoch zu sehr auf seinen Star und so nahm CompLexity letztlich hoch verdient im klaren 3:0-Match die 400.000 US-Dollar mit nach Hause (Anm. d. Redaktion: Activision hat das Preisgeld auf die Plätze 1-8 aufgeteilt). Auf der Pressekonferenz bestätigt der Sieger unsere Theorie: "Wir operieren sehr wenig mit Alleingängen, all' unsere Strategien basieren auf Teamplay", erklärt Captain Patrick "ACHES" Price. "Bei jeder Taktik spielt jeder seine Rolle, wobei wir uns gegenseitig gut decken. So können wir oft eine Überzahl aufbauen und den Druck auf den Gegner konstant hoch halten".

  • Call of Duty: Ghosts
    Call of Duty: Ghosts
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Infinity Ward
    Release
    08.11.2013
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von LastChapter
    Mit Gamepad....WIRKLICH!? D:
    Von Kratos333
    Warum "beerben" ? Das Event ist jedes JahrDas "FaZe" die Deutschen raushaut war irgendwie klar. Schade, das SK nicht…
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von LastChapter Benutzer
        Mit Gamepad....WIRKLICH!? D:
      • Von Kratos333 Erfahrener Benutzer
        Warum "beerben" ? Das Event ist jedes Jahr

        Das "FaZe" die Deutschen raushaut war irgendwie klar. Schade, das SK nicht weiter gekommen ist.
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Call of Duty: Ghosts
Call of Duty Championship 2014: Der 400.000 Dollar-Schuss
Call of Duty will Counter-Strike als größten eSports-Shooter der Welt beerben. Dafür hat Activision die 31 besten Teams der Welt nach Los Angeles geflogen und drei Tage lang um insgesamt 1 Million US-Dollar kämpfen lassen. Wir waren live dabei, haben mit den Teams gesprochen und uns vom deutschen Clan SK Gaming viele Profi-Tipps zu Call of Duty: Ghosts verraten lassen.
http://www.pcgames.de/Call-of-Duty-Ghosts-Spiel-19649/Specials/Call-of-Duty-Championship-2014-Der-400000-Dollar-Schuss-1116754/
09.04.2014
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