Burnout Paradise: The Ultimate Box im PC Games-Test
Burnout gibt Vollgas - doch reicht der Sprit bis zum Raserparadies?
Quelle: Criterion
Nach solch einem Totalschaden ist Ihnen die Konkurrenz schnell weit voraus.
Ähnlich einfach gestrickt sind Marked-Man-Rennen, in denen Sie schlicht und ergreifend heil das Ziel erreichen sollen. Dieses Unterfangen erschweren einige aggressive Verfolger, deren Anzahl im Spielverlauf steigt. Road Rage dreht den Spieß hingegen um, hier soll der Teilnehmer in einem Zeitlimit eine gewisse Mindestzahl an Kontrahenten von der Strecke schießen, ohne zu oft selbst ins Gras respektive die Streckenbegrenzung zu beißen.
Gerade die chaotischen Crash-Fahrten stellen das Aushängeschild des Titels dar und hieven Burnout Paradise aufs Arcade-Podium. Denn wenn Sie sich voll auf Ihren Gegner konzentrieren - dem Streckenverlauf nur noch aus dem Augenwinkel folgend und die finale Attacke vom Triumph entfernt -, dann fühlen Sie sich fast wie Leinwandheld Jason Statham alias "The Transporter" aus dem gleichnamigen Film.
Quelle: Criterion
Nach solch einem Totalschaden ist Ihnen die Konkurrenz schnell weit voraus.
Unterstützt wird die Renngaudi dabei von einer ausgesprochen starken Präsentation. Die detaillierte Optik überzeugt und läuft im Gegensatz zu NfS Undercover absolut flüssig. Die strahlende Sonne unterstreicht das paradiesische Fahrgefühl, der dynamische Tag-Nacht-Rhythmus verzückt mit malerischen Sonnenaufgängen und Nachtfahrten bekommen durch dichte Nebelschwaden eine beinahe schauerliche Atmosphäre. Das Schadensmodell liefert mit einem Augenschmaus brachialer Natur den perfekten Kontrast: Die Symphonie der Zerstörung wurde astrein komponiert, es verbiegt sich Blech, platzen Scheiben und fliegen Fahrzeugteile durch die Luft.
Solche Blessuren wirken sich arcade-typisch nicht auf das Fahrverhalten aus und selbst nach Totalschäden, präsentiert in einer spektakulären Zeitlupe, steht Ihr Wagen direkt wieder fahrtüchtig auf der Strecke. Das ist auch gut so, denn gerade im Gegenverkehr sind Unfälle keine Seltenheit, obschon die Zahl der Autos auf dem Asphalt ruhig etwas höher sein dürfte. Allgemein wirkt das hübsche Paradise City leblos und leer, abseits der Straßen bewegt sich rein gar nichts. Frische Lebensgeister weckt hingegen der herausragende Soundtrack, der von Alice in Chains und Avril Lavigne über Depeche Mode und Faith No More bis hin zu Twisted Sister keine Wünsche offen lässt.
Quelle: Criterion
Das elegante Aussehen dieser Sportwagen täuscht, auch in solchen Schlitten kämpfen Sie mit harten Bandagen.
Als besonderes Schmankerl überraschen mehrere Klassik-Stücke von Beethoven über Mozart bis Verdi - coole Sache! Abseits der Musik überzeugen ordentliches Motorenbrummen sowie krachende Unfallgeräusche. Den einzigen Ausfall an der Klangfront bildet die virtuelle Radiomoderatorin DJ Atomica, die mit sinnlosen Sprüchen nervt.
Unterm Strich bleiben also eine tolle Präsentation und beinahe durchgehend überzeugende Rennmodi. Hätte Criterion Games diese Bestandteile mit einer motivierenden Karriere verknüpft, die Wertung fiele höher aus. So bekommen Sie nur eine Fahrlizenz in die Hand gedrückt, die Sie durch Siege aufwerten. Einen echten Anreiz zum Weiterspielen erzeugt das nicht, genauso wenig wie die GTA-typischen Suchspielchen "Finde die 50 Supersprünge", "Zerstöre die 120 Werbetafeln" und (kein Witz!) "Durchfahre die 400 Absperrzäune".
Außerdem gibt es keine Schnellreisefunktion, der Spieler wird oft gezwungen, durch die halbe Stadt zu fahren, um den gewünschten Startpunkt zu erreichen. So entstehen unschöne Motivationslöcher, die Burnout Paradise letztendlich den Sprung an die Genrespitze verwehren.
Auf der nächsten Seite: Pro und Contra, Motivationskurve und Fazit >>>

Das liegt daran, das meine Internet-Verbindung über einen Externen Proxy läuft.
Ich habe jetzt schon nach allem, was möglich war gesucht, um das spiel über einen Proxy aktivieren zu lassen. Jedoch ohne erfolg. könnte hilfe brauchen.
Schade ist, dass man in der PC Version keine eigene Musik hören kann, so wie bei der PS3 Version.