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  • Taern - Blut. Tod. Vergeltung - Leser-Test von Ternaim

    Gildenland Quelle: Taern - Blut. Tod. Vergeltung.

    "Stirb, Abschaum Taerns!" So lautet die ebenso höfliche wie einladende Begrüßung im Browsergame "Taern - Blut. Tod. Vergeltung". Ja, solche Nettigkeiten muss man schon seit dem Start der Closed Beta (27. Mai 2014) hinnehmen. In erster Linie sind es die Horden aus Utor, die sich so unverschämt äußern - wie auch gerade eben. Alle Bewohner dieses mittelalterlich anmutenden Fantasy-Browsergames werden so rüde behandelt.

    Taern ist kein klassisches Mittelalterspiel, hier sieht man weder heldenhafte Ritter eifrig auf Drachen einschlagen, noch Burgfräulein, welche die tatkräftigen Ritter vom Balkon aus anschmachten. Ein Klicki-Bunti-Pausenfüller, der uns mit vielen leuchtstarken und geräuschvollen Effekten zu unterhalten versucht, ist es ebenso wenig. Nein, Taern stützt sich auf ein paar andere Elemente des Gameplays, die zwar sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen, aber dennoch ihre Liebhaber finden.

    Ein kleiner Einblick ins Spiel...

    Die Story selbst startet natürlich doch auf vertraute Art: Wie so oft kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn's dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Taern, Heimatland unseres Helden, wird von den Utorianern angegriffen und in einen Krieg gestürzt. Da Taern leider nicht mit der militärischen Stärke der Angreifer mithalten kann, bleibt also nur die Flucht mit Sack, Pack und (so der Plan) der Familie. Die Reise geht nach Haligard, einem weiteren Nachbarland.

    Trotz sehr hilfreichen Anfangstutorials gelingt unserem Helden die Flucht nicht wirklich gut. Bei der Abreise gen Haligard bleibt die Familie zurück, und zu allem Überfluss wird er auch noch ohnmächtig geschlagen. Nach einer kurzen Erholung steht unser Held recht deprimiert am Hafen Haligards herum.

    Der Hafen Haligards Der Hafen Haligards Quelle: Taern - Blut. Tod. Vergeltung.
    Doch sehr schnell gelingt es, ein paar Ablenkungen von all dem Elend zu finden. Der Hafen ist nicht unbewohnt und Drecksarbeit gibt's immer zu tun. So zum Beispiel für Leila. Nach einer sehr viel freundlicheren Begrüßung schickt sie unseren Helden los, Gold von einem Schuldner einzutreiben. Wir können uns nun entscheiden, ob wir dem Typen gleich nachhaltig und unmissverständlich klarmachen, dass wir Geld sehen möchten, oder aber einen Vermittlungsversuch zwischen den beiden starten. Letztendlich endet die ganze Sache aber doch mit einer Prügelei und Leila freut sich schon bald über ihr Gold.

    Es braucht auch keine lange Suche oder viel Zeit, um den Hauptqueststrang zu finden. Hier lernen wir den Taernier Desmond kennen und erzählen ihm, wie es uns ergangen ist, und dass wir durchaus an Rache interessiert sein könnten – wenn denn die Bezahlung stimmt.

    Was dann folgt, ist eine lange und verzweigte Geschichte von Lug, Trug, Tod, Verrat und ein bisschen Drogenhandel mit so ziemlich jedem, der grade Zeit hat oder in Desmonds Augen nicht patriotisch genug erscheint. Auffällig sind die teils langen, aber oft auch sehr unterhaltsamen Questtexte. Man kommt mit Durchklicken (und ohne zu lesen) zwar weiter, keine Frage, verpasst dadurch aber so manches Mal den entscheidenden Hinweis, wie es mit der Quest weitergeht. Das kann dann schonmal in ein paar Stunden "Suche nach dem Übeltäter" ausarten.

    Erstaunlich ist auch der Umfang der Quests und die teils sehr folgenreichen Entscheidungen, die wir treffen können. Als kleines Beispiel sei hier mal die verschwundene Tochter des Bürgermeisters von Trentis angeführt: Sie ist weg! Wohin, weiß natürlich keiner, woher auch? Mancherorts munkelt man, das arme Kind wurde entführt. Andre erzählen, sie sei der Kopf einer Räuberbande. Wie auch immer, wir begeben uns auf die Suche nach ihr und sammeln allerlei Hinweise, was passiert und wo das Gör nun abgeblieben ist. Tatsächlich finden wir Anhaltspunkte, die eine Entführung, ja sogar den Tod der Kleinen zu bestätigen scheinen. Nebenbei erfahren wir auch von einer Räuberbande, geleitet von einer unbekannten Fremden und schließlich finden wir noch heraus, dass auch der Herr Bürgermeister reichlich Dreck am Stecken hat. Wir stehen mit einem ganzen Stapel an belastenden Dokumenten da … und plötzlich wollen alle uns ans Leder, damit von dem ganzen Ärger nur ja nichts rauskommt. Und tatsächlich, händigen wir die Dokumente der kleinen Räubertochter aus (ja, natürlich lebt sie und ist Kopf der Räuberbande, die ihren Vati in den Wahnsinn treibt), so wird sie uns zu einem anderen Zeitpunkt und in einer anderen Quest noch einmal zu Hilfe eilen. Aber auch ohne ihre Hilfe würden wir es schaffen, ganz klar.

    Natürlich ist die Hauptquest nicht alles, was wir in Taern erleben können. Sollte uns der Sinn danach stehen, können wir uns auch mit der Fülle an abwechslungsreichen Nebenquests oder wiederholbaren Aufgaben ablenken. Der Umfang der Nebenquests ist sehr unterschiedlich und kann von einem Botengang bis hin zum Ausräuchern gewisser Räuberbanden alles umfassen. Ganz genauso sieht es mit den Aufgaben aus. Es gibt sie für verschiedene Levelbereiche und in unterschiedlichen Ausführungen. Von "Töte die Räuberbande in den Bergen" bis hin zu "Sammle Kartoffeln" ist alles vertreten.

    Eine Runde in der Arena Eine Runde in der Arena Quelle: Taern - Blut. Tod. Vergeltung.
    Auch PvP sucht man hier nicht vergeblich. Es gibt sowohl eine Arena, in der man sich mit anderen Spielern messen kann, wie auch den Kampf auf freiem Felde. In beiden Fällen kommt das rundenbasierte Kampfsystem zum Einsatz. Wir haben eine relativ fest vorgegebene Zahl an Aktionspunkten, die wir auf unsere Angriffe und Verteidigungen verteilen können. Die Schwierigkeit des rundenbasierten Kämpfens wird oft und gern unterschätzt, aber es sei gesagt: Man tut gut daran, die Fähigkeiten seiner eigenen Klasse sowie die des Gegners zu kennen, sonst geht man schon in der ersten Runde baden. Und bei einem Kampf, der sich über sechs oder mehr Runden hinziehen kann, kommt auch keine Langeweile auf, da sich menschliche und auch virtuelle Gegner immer an den Kampfverlauf anpassen und ihre Taktik von Runde zu Runde ändern können.

    Gildenland Gildenland Quelle: Taern - Blut. Tod. Vergeltung.
    Sich allein zu prügeln, macht auf Dauer aber auch keinen Spaß, daher bietet Taern ein Gruppensystem für kurzfristiges Zusammenspiel und ein ausgewachsenes Gildensystem für ein etwas dauerhafteres Beisammensein. In Gruppen kann man sich fast immer und zu jeder Zeit zusammenfinden, sei's nun, um gemeinsam eine Quest zu erfüllen, oder einfach nur Monster zu jagen. Eine Gilde zu gründen und zu pflegen, ist schon etwas mehr Aufwand, kostet Gold, Rohstoffe und Zeit. Der Einsatz wird aber durch einige Vorteile, wie zum Beispiel Kampfgefährten oder verbesserte Abbauraten durch den Bau von Gildengebäuden belohnt. Und für alle PvP-Liebhaber kommen Allianzen und Kriege zwischen Gilden noch dazu.

    Alle, die es geahnt haben, liegen richtig. Natürlich gibt es hier auch ein Abbausystem in dem uns hunderte verschiedener Rohstoffe, Materialien, Tränke und Pflegemittelchen aller Art für Ausrüstung, Charakter, Begleiter und Gilde erwarten. Ob wir uns diese Items nun per Handel besorgen oder selbst die Spitzhacke schwingen, liegt ganz bei uns.

    Diese Massen an Roh- und Handwerksstoffen verteilen sich über die gesamte Spielwelt, welche aus vielen, teils aufwändig gestalteten Karten besteht.

    Bauer Horst und sein Storch Bauer Horst und sein Storch Quelle: Taern - Blut. Tod. Vergeltung.
    Auch die Grafik des Spiels entspricht nicht grade der absoluten Gamingnorm, was dem Spiel aber keinesfalls schadet. Im Gegenteil, sie ist passend zu den Spielinhalten etwas rustikaler. Wir haben unseren kleinen Helden, den wir durch eine mehr oder weniger düstere Welt lenken können. Es blinkt und blitzt eher selten, dennoch gibt es oft viele kleine Gegenstände und Türen, die wir finden und erforschen können. Auch hier sehen wir wieder die Detailverliebtheit: das Storchennest auf dem Hof von Bauer Horsts Haus darf einfach nicht fehlen. Und wenn der Storch auch noch so klein gezeichnet werden muss – er gehört da hin!

    Nachdem wir uns also vom Hölzchen zum Stöckchen gekämpft haben, ein kleines Fazit:

    Taern ist sicherlich ein spezielles Spiel, dass nicht jedermann liegt. Wer sich allerdings für MMORPG-Browserspiele, rundenbasiertes Kämpfen, eine zwar retro aber doch detailverliebte Grafik und etwas unorthodoxe Texte interessiert, ist hier genau richtig!

    Für mehr Infos einfach mal bei www.Taern.de reinschauen

  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von LenaMukkelberger
    Rein schauen lohnt sich auf jeden Fall! Am 04.03.1215 gab es ein Update mit neuen Quests, neuen Server-Events, neuen…
    Von Ternaim
    Mittlerwele ist Taern seit dem 30.07.2014 komplett der Beta entwachsen. Natürlich gibt es Kleinigkeiten, die man sich…
    Von BigKahuna01
    Der kurze Testbericht klingt doch eigentlich gar nicht nach einem "speziellen" Spiel, wie im Fazit beschrieben,…
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von LenaMukkelberger Neuer Benutzer
        Rein schauen lohnt sich auf jeden Fall!
        Am 04.03.1215 gab es ein Update mit neuen Quests, neuen Server-Events, neuen Champions und und und.
      • Von Ternaim Neuer Benutzer
        Mittlerwele ist Taern seit dem 30.07.2014 komplett der Beta entwachsen. Natürlich gibt es Kleinigkeiten, die man sich für Geld kaufen kann, aber bisher sind es tatsächlich nur Kleinigkeiten und nicht der komplette Spielinhalt.
      • Von BigKahuna01 Erfahrener Benutzer
        Der kurze Testbericht klingt doch eigentlich gar nicht nach einem "speziellen" Spiel, wie im Fazit beschrieben, sondern nach allem, was ein gutes klassisches Rollenspiel üblicherweise zu bieten hat. Die Grafik ist kein Kriterium, an dem man ein Browserspiel bewerten sollte und ich seh überraschenderweise…
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Taern - Blut. Tod. Vergeltung - Leser-Test von Ternaim
"Stirb, Abschaum Taerns!" So lautet die ebenso höfliche wie einladende Begrüßung im Browsergame "Taern - Blut. Tod. Vergeltung". Ja, solche Nettigkeiten muss man schon seit dem Start der Closed Beta (27. Mai 2014) hinnehmen. In erster Linie sind es die Horden aus Utor, die sich so unverschämt äußern - wie auch gerade eben. Alle Bewohner dieses mittelalterlich anmutenden Fantasy-Browsergames werden so rüde behandelt.
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