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  • Bounty Train angespielt: Passable Lokomotiven-Simulation mit spaßigen Raubüberfällen

    Bounty Train von Corbie Games und Daedalic Entertainment vereint Elemente einer Wirtschaftssimulation mit pausierbaren Taktik-Kämpfen. Im späten 19. Jahrhundert transportieren wir in den USA mit einer Lokomotive Waren von Stadt zu Stadt und häufen Reichtum an. Wir durften vor dem Early Access-Release am 17. August 2015 bereits eine frühe Vorabfassung ausgiebig spielen und schildern euch nachfolgend unsere Eindrücke.

    Der Wagon mit dem Tabak ist futsch und Cowboy Fred hat die lange Reise nicht überlebt. Aber der Zug mitsamt sonstiger Ladung hat seinen Bestimmungsort, die US-amerikanische Stadt Boston, schlussendlich erreicht. Wer in Bounty Train ein blühendes Eisenbahnimperium aufbauen möchte, muss eben bereit sein, dafür einen hohen Preis zu bezahlen. In dem Genremix von Corbie Games und Daedalic Entertainment befördert man Waren von A nach B und wehrt gleichzeitig Banditen und Indianerstämme ab, die es auf die Ladung abgesehen haben. Am 17. August 2015 erscheint das Strategiespiel als Early Access-Version auf Steam. Wir erhielten im Vorfeld eine frühe Vorabversion und verraten euch im nachfolgenden Bericht, was Spaß macht und wo es noch hakt.

    Bounty Train siedelt in den USA im späten 19. Jahrhundert an. Die blühende Nation errichtete ein gewaltiges Streckennetz für Züge, das selbst England, das Mutterland des Bahnbaus, in den Schatten stellte. Die Zugverbindungen zwischen den Städten eröffnen einem profitable Handelsmöglichkeiten - und hier kommen wir ins Spiel. Bounty Train erzählt die Story von Walter Reed, über dessen Hintergrundgeschichte und Motive wir derzeit allerdings nur spekulieren können. Denn in unserer Vorabversion war es weder möglich, die Hauptquest zu starten noch historische Events auszulösen. Stattdessen setzt uns Bounty Train beim Spielstart mit nichts weiter als einer DeWitt Clinton-Lok mit zwei angekoppelten Wagons in das Städtchen Portland.

    Bounty Train: Erste Sporen verdienen

    Wer in Bounty Train erfolgreich sein will, muss auch die einzelnen Rohstoffpreise (unten links) im Auge behalten. Wer in Bounty Train erfolgreich sein will, muss auch die einzelnen Rohstoffpreise (unten links) im Auge behalten. Quelle: Corbie Games / PC Games Die Liste an Aktivitäten ist überschaubar: Am Gleis stehen Tagelöhner, Lokomotivführer, Söldner, Krankenschwestern und andere Personen herum, die wir gegen Bares anheuern können. Im Depot können wir zudem neue Zugmaschinen und passende Wagons kaufen. Mangels Geld erscheint ein Blick in das Rathaus zunächst jedoch lohnenswerter. Hier können wir nämlich lukrative Nebenmissionen annehmen. Meist gilt es zum Nachbarort zu reisen, dort eine festlegte Anzahl bestimmter Waren zu kaufen und diese anschließend sicher zum Auftraggeber zu transportieren. Die meisten Missionen müssen meist innerhalb weniger Spieltage abgeschlossen werden, sonst gibt's kein Geld. Allerdings ist das Zeitlimit in Bounty Train großzügig. Wer sich den Aufträgen umgehend widmet, arbeitet das Pensum problemlos ab.

    Von den ersten Aufträgen kaufen wir uns in Bounty Train schließlich eine neue Lokomotive, die deutlich widerstandsfähiger gegen Schäden ist und größere Strecken ohne Zwischenstopp zurücklegen kann. Der Haken allerdings: Pro gefahrener Meile verbraucht diese auch mehr Steinkohle. Den Treibstoff besorgen wir uns in den Städten, was besonders zu Beginn nerven kann. Denn die ersten beiden Loks schaffen meist nur die Strecke zu einer Stadt. Wer vom nördlichen Portland zur südlich gelegenen Metropole Philadelphia reisen möchte, muss mindestens zwei unfreiwillige Zwischenstopps einlegen, um sich wieder mit Kohle eindecken.

    Bounty Train: Kohle, wir brauchen mehr Kohle!

    Nervig: Häufige Zwischenstopps in Städten sind erforderlich, um Nachschub an Steinkohle zu besorgen. Nervig: Häufige Zwischenstopps in Städten sind erforderlich, um Nachschub an Steinkohle zu besorgen. Quelle: Corbie Games / PC Games Zu einer lästigen Angelegenheit wird das Ganze auch aufgrund der nicht zu Ende durchdachten Benutzeroberfläche. Von dem Hauptplatz in der Stadt muss man sich zunächst zum Markt begeben. Von dort bewegen wir die Steinkohle via Drag&Drop in das an den Zug angeschlossene Vorratslager und müssen dann noch die genaue Verladezahl festlegen. Eine mit einem Klick erreichbare Option für einen automatischen Kohlenachschub würde einem Zeit ersparen. Außerdem sollten die Macher von Bounty Train über Tooltipps nachdenken, denn auf dem Marktplatz ist nicht immer sofort ersichtlich, um welchen Warentyp es sich handelt. Auch mutet es seltsam an, dass eine aktive Quest beim Klicken auf einen mit einem Fragezeichen versehenen Button verschwindet anstelle Auftragdetails auszuspucken.

    Bounty Train: Raubüberfälle auf unsere Lok

    Indianer auf Pferden stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Lokomotive dar. Wenn man nicht aufpassen, kapern sie die Wagons. Indianer auf Pferden stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Lokomotive dar. Wenn man nicht aufpassen, kapern sie die Wagons. Quelle: Corbie Games / PC Games Wie eingangs erwähnt, sind die Handelsrouten zwischen Städten nicht unbedingt sicher. An den Gleisen lauern Banditen und Indianerstämme. Zum Glück sind Feindbegegnungen auf der Weltkarte durch Spielfiguren symbolisiert, sodass man sich darauf vorbereiten kann. Kommt es zu einer Auseinandersetzung, wechselt Bounty Train von der Weltkarte zur einer separaten Map. In der neuen Ansicht können wir die Lok steuern. Über das Interface ist es beispielsweise möglich, den Zug zu beschleunigen oder gar sofort zu stoppen. Ersteres sollte ausschließlich bei Fluchtsituationen eingesetzt werden und dann auch nur über einen kurzen Zeitraum hinweg, da der Zug mitsamt Wagons aufgrund Überbeanspruchung Schaden nehmen können.

    Während der Fahrt könnt ihr der Besatzung verschiedene Befehle erteilen, etwa das Feuer auf die Angreifer zu eröffnen oder hinter einem Objekt in Deckung zu gehen. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab, lassen sich auf Wunsch jedoch pausieren, um einzelnen Charakteren Aufgaben und Ziele zuzuweisen. Zu Beginn sind die Schusswechsel noch anspruchslos. Später, wenn berittene Indianerkrieger versuchen, eure Wagons zu kapern, wird das Ganze fordernder. Gefahr für Lok und Leben dort insbesondere dann, wenn auf einem der Wagons Feuer ausbricht. Löschen wir die Flammen nicht unverzüglich, entsteht nach kurzer Zein ein verheerender Brand, der den Eisenbahnwagen mitsamt Ladung vernichtet.

    Aufmerksamkeit bedürfen auch unsere angeheuerten Cowboys. Charaktere in Bounty Train sind im Fall eines Todes unwiderruflich verloren. Und das kann mitunter schmerzlich sein, sammeln die Figuren im Spielverlauf Erfahrungspunkte und werden dadurch effizienter. In unserer Vorabversion ließ sich der Verlust jedoch umgehen, indem man das laufende Gefecht absichtlich verliert und dann den Checkpoint vor dem Kampf lädt. Beim Anspielen machten uns die Kämpfe durchaus Spaß, stellen sie doch eine gelungene Abwechslung zum Wirtschaftspart dar.

    Bounty Train: Grafik aus dem 19. Jahrhundert

    Die Bahnhöfe einzelner Städte ähneln sich optisch teilweise enorm. Die Bahnhöfe einzelner Städte ähneln sich optisch teilweise enorm. Quelle: Corbie Games / PC Games Technisch wirkt Bounty Train altbacken. Niedrig aufgelöste Texturen, detailarme Objekte, hölzerne Animationen und statische Schatten trüben den sonst passablen Eindruck von Bounty Train. Beim Anspielen stießen wir noch auf einige Bugs (Interface verschiebt sich auf wundersame Weise) und Abstürze, was aber höchstwahrscheinlich dem frühen Entwicklungsstadium geschuldet ist. Definitiv Hand anlegen sollten die Entwickler bei den Städten, die optisch teilweise schwer auseinanderzuhalten sind. Portland und Boston gleichen sich zum Beispiel wie ein Ei dem anderen. Auch sollten die Entwickler von Bounty Train über optisches und akustisches Feedback nachdenken, etwa beim Abschluss von Quests. Aktuell werden abgeschlossene Missionen einfach ausgeblendet - unschön!

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Bounty Train
Angespielt: Passable Lokomotiven-Sim mit spaßigen Raubüberfällen
Bounty Train von Corbie Games und Daedalic Entertainment vereint Elemente einer Wirtschaftssimulation mit pausierbaren Taktik-Kämpfen. Im späten 19. Jahrhundert transportieren wir in den USA mit einer Lokomotive Waren von Stadt zu Stadt und häufen Reichtum an. Wir durften vor dem Early Access-Release am 17. August 2015 bereits eine frühe Vorabfassung ausgiebig spielen und schildern euch nachfolgend unsere Eindrücke.
http://www.pcgames.de/Bounty-Train-Spiel-55896/Specials/Angespielt-Passable-Lokomotiven-Sim-mit-spassigen-Raubueberfaellen-1166140/
03.08.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/07/BountyTrain__1_-pc-games_b2teaser_169.jpg
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