Das "wahre" Sudden Strike 2!
Bei Kursk müssen Sie aufseiten der Sowjets Welle für Welle der deutschen Angreifer zurückschlagen, bevor Sie zum Gegenangriff übergehen.
Dazu kommen mindestens noch einmal so viele automatisch generierte Einsätze, in denen Sie sich bessere Einheiten verdienen. Wer mag, darf beliebig viele Zufallsaufträge erledigen und sich so die Pflichtaufgaben erleichtern. Zwar gibt es eigentlich nur drei verschiedene Typen von Auto-Missionen. Mal sollen Sie sich zu einer bedrohten Stellung durchschlagen und sie verteidigen, mal ein besetztes Dorf räumen, mal eine Brücke einnehmen und einen Panzerkonvoi stoppen. Weil die gegnerischen Streitkräfte aber immer anders verteilt sind und die Karten immer wieder anders aussehen, bleiben auch diese Levels fordernd.
Die Hauptmissionen, oft angelehnt an historische Schlachten, sind noch abwechslungsreicher. Als sowjetischer Offizier müssen Sie bei Kursk Welle um Welle der Deutschen zurückschlagen, büßen immer mehr Boden ein, bis Sie schließlich mit Verstärkungen endlich kontern. Auf Seite der Briten und Amerikaner knacken Sie Bunker und eingegrabene Stellungen rund um eine Küstenbatterie, die Ihren Truppen währenddessen herbe Verluste beibringt. Erst wenn die letzten Verteidiger geschlagen sind, ergibt sich die Bedienmannschaft. Meistens haben Sie mehrere Ziele zu erfüllen. Etwa eine Brücke zu sichern, danach eine Stadt zu erobern und schließlich ein Depot einzunehmen. Kernige KanonenNicht nur, weil Sie selten Nachschub während einer Schlacht bekommen, müssen Sie stets Vorsicht walten lassen. Auch, weil eine Kerntruppe aus anfangs einer Handvoll, später ein Dutzend oder mehr Einheiten Sie von Mission zu Mission begleitet und dabei Erfahrung sammelt.
Kanonierveteranen beispielsweise schießen genauer als ihre grünen Kameraden, erfahrene Panzerkommandeure versuchen selbstständig, Gegner von der Seite anzugreifen oder sich geschickt zurückzuziehen. Klar, dass man solche Elitekrieger nur ungern verliert. Zwischen den Missionen haben Sie Gelegenheit, Ihren Schützlingen neue Ausrüstung zu spendieren. Beispielsweise veraltete Panzer-IV-Modelle gegen nagelneue Panther-Tanks auszutauschen oder ein Artillerie- in ein Flakgeschütz zu verwandeln. Flieger gehören nicht zu Ihrer Kernarmee, sondern werden bei Bedarf angefordert. Neben den aus Sudden Strike bekannten Aufklärern, Flächenbombern und Transportmaschinen, die Fallschirmjäger in die Abwurfzone bringen, gibt es auch Jagbomber, die sich ihre Ziele selber suchen, und Jäger zur Verteidigung.
So lange die Luftwaffe heil zurückkehrt, dürfen Sie sie nach einiger Zeit wieder einsetzen. Allerdings nur einen Typ auf einmal. Wenn Sie eben einen Aufklärer entsandt haben und der Computergegner Bomber gegen Ihre Stellungen schicken, müssen Sie darauf hoffen, dass die Flak das Problem beseitigt. Realistischer rumpelnZwar ist Blitzkrieg beileibe keine Realismus-Orgie, die historische Waffentechnik wird aber wesentlich genauer umgesetzt als von manchem Genrekollegen. Nicht nur, dass Panzer in der Regel von hinten leichter zu knacken sind als von vorn. Die Typen sind auch unterschiedlich effektiv, ein amerikanischer Sherman etwa kann sich verabschieden, wenn er allein frontal einem deutschen Königstiger gegenübersteht. Und Maschinengewehrschützen können so einem stählernen Ungetüm ohnehin nichts anhaben - es sei denn, er kommt nahe genug heran, um mit seinen Granaten zumindest die Ketten des Monsters zu beschädigen.
Auch optisch wirken die Fahrzeuge und Flieger echter als noch in Sudden Strike 2 - 3D-Grafik sei dank. Fußsoldaten, Gebäude und Terrain sind zwar noch in klassischer Pixelgrafik gehalten, glänzen dafür aber mit Details: Häuser, Bunker und Teile des Geländes nehmen bei starkem Beschuss sichtbar Schaden; nach einem Artillerieangriff bleiben von einem schmucken Dörfchen oft nur noch rauchende Trümmer. Wie eben auch von der eingangs beschriebenen Panzertruppe.

