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  • Kaffeekränzchen im Internet

    DA STEPPT DER BÄR Mit so einer jungen Kreatur sollten Sie noch nicht an einen Angriff denken. Erst muss der Kleine von Ihnen lernen. DA STEPPT DER BÄR Mit so einer jungen Kreatur sollten Sie noch nicht an einen Angriff denken. Erst muss der Kleine von Ihnen lernen. Der erste Programmteil, den Lionhead fertig stellen will, wird The Gathering heißen, ist ein Online-Forum in der Art des Chat-Programms ICQ und soll sogar dessen Datenbank benutzen können. Was vielleicht gewöhnlich klingt, ist jedoch etwas ganz Besonderes: Mit The Gathering und einer Internetanbindung landen Sie nämlich auf einer von mehreren Inseln, die mit Hilfe der Black & White-Spielgrafik dargestellt werden. Sie verabreden sich mit einem Freund oder treffen Unbekannte, die jeweils mit ihrer höchstpersönlichen Kreatur auftauchen. Damit das große Treffen nicht nur Besitzern des Spiels vorbehalten bleibt, erhalten alle Gesprächspartner ohne eigenes Black & White-Wesen eines von mehreren vorgefertigten. Dann tippen Sie fleißig Mitteilungen, die in einer farbigen Sprechblase über dem Kopf Ihrer Kreatur erscheinen und vom Gegenüber gelesen werden können. Besonders faszinierend ist, dass die Software es sogar schafft, die Texte so zu analysieren, dass nicht nur die Lippen der Kreatur synchron bewegt werden, sondern diese sogar zu sprechen lernt. Richtig gehört: Ihre Kreatur übernimmt nach einer Weile selbstständig das Sprechen für Sie! Das Programm baut aus oft benutzen Phrasen und Satzelementen neue, sinnvolle Sätze - verspricht Peter Molyneux. "Black & White wird in acht Sprachen erscheinen. Jede von ihnen kann von der Kreatur gelernt werden", kündigt er an. Sofern Sie ein passendes Mikrofon für die Soundkarte besitzen, können Sie sogar mit Ihrem Gegenüber sprechen, wobei die Kreatur auch hier die Lippen synchron bewegt. In der frühen Version von The Gathering, die wir bei unserem Besuch bewundern durften, funktionierte dies sowohl mit Englisch als auch mit Deutsch einwandfrei!
    Bereits vor der Veröffentlichung von Black & White soll The Gathering kostenlos zur Vefügung gestellt werden. Damit erhalten Sie einen hervorragenden Einblick in die Welt von Black & White sowie eine erste Ahnung, wie spaßig der Umgang mit den Kreaturen sein wird. Besitzer des Spiels haben künftig einen großen Vorteil, denn sie können ja ihre eigenen Kreaturen benutzen und sie beispielsweise gegen die Wesen anderer Götter zum Wettstreit antreten lassen. Wie im richtigen Mehrspielermodus lernen die Tiere von ihren Kontrahenten, entwickeln neue Taktiken oder schauen sich bessere Schlagkombinationen ab. Wollen Sie das virtuelle Kaffeekränzchen in The Gathering beenden, nehmen Sie Ihr Alter Ego wieder mit in den Einzelspielermodus, wo es die neu gewonnenen Fähigkeiten natürlich einsetzen kann. Mit den vorgefertigten Kreaturen von The Gathering ist das nicht möglich. Wer möchte, darf sein kampfstarkes Haustier sogar online lassen, obwohl man selbst nicht mehr im Internet ist. Das Wesen kann dann selbstständig weiter reden oder kämpfen. "Unser Ziel ist, dass niemand den Unterschied zwischen einem echten Menschen und der computergesteuerten Kreatur erkennen kann", erklärt Peter. "Bereits in der aktuellen Version ist dies selbst für uns schwer!"
    Das große Ziel in Black & White ist nicht nur, ein mächtiger Gott zu werden und computergesteuerte Gegner zu unterwerfen. Das werden Sie natürlich auch tun, aber eigentlich geht es um viel mehr: Die wahre Herausforderung besteht darin, im Mehrspielermodus menschliche Kontrahenten in die Schranken zu weisen, was ungleich komplexer ist. Da Peter Molyneux sein Spiel auf jeden Fall einsteigerfreundlich halten will, gewinnt nicht der Spieler mit dem nervösesten Zeigefinger oder der besten Hand-Auge-Koordination, sondern der taktisch raffinierteste. Außerdem treten alle Teilnehmer einer Netzwerkpartie mit ihren Kreaturen an, die vorher im Einzelspielermodus selbstverständlich hochgezüchtet werden dürfen. Durch die Komplexität des Spiels ergeben sich unzählige Möglichkeiten, wie Sie vorgehen können. Defensive Spieler, gute Götter, böse Tyrannen und Angriffslustige sollen alle die gleichen Chancen haben, sagt Peter.
    Eine Mehrspielerpartie beginnt zunächst geruhsam. Sie erkunden die Umgebung, sehen sich Ihr Völkchen an und sorgen dafür, dass deren Glaube an Sie steigt und dadurch Mana produziert wird. Ihr Gegenspieler wird genauso vorgehen und auch irgendwann entdecken, dass tatsächlich noch andere, unabhängige Stämme die Welt bevölkern, bis zu denen jedoch weder Ihr noch sein Einflussbereich reicht. Fatalerweise sind diese anderen Stämme deutlich stärker als Ihr eigenes Volk, besitzen also bessere Zaubersprüche und Verstärkungssymbole, die sie Ihnen schenken könnten. Ahnen Sie schon, wie es weitergeht? Klar, alle Spieler wollen schnellstmöglich diese neuen Stämme unterwerfen, um selbst stärker zu werden. Also schicken alle ihre Kreaturen los und verhauen sich, oder? Mooooment! So nicht! Die Entwickler haben das natürlich vorausgesehen, weil es in jedem Strategiespiel so abläuft. Und genau das verhindern sie. Sie dürfen natürlich Ihre Kreatur losschicken und den Gegner angreifen, was aber nicht viel bringen wird, da er sich mit seiner Kreatur verteidigen kann oder einen Schutzschild um wichtige Häuser errichtet. Um also den Einflussbereich auszuweiten, müssen Sie erst den Glauben Ihrer Untertanen stärken und für deren Fortpflanzung sorgen. Ein aggressiver Gott, der seine Jünger knechtet und schuften lässt, wird damit aber Probleme haben. Wer den ganzen Tag auf dem Feld malocht und in Angst vor seinem Gott lebt, springt des Abends nicht entspannt in die Kiste und lässt seinen Hormonen freien Lauf. Dazu gehört schon etwas Freizeit und Muße, für die Sie also sorgen müssen. Ein zu gütiger Gott muss aber damit leben, dass sein Stamm keinen Bock auf harte Arbeit hat und daher nicht gerne Felsbrocken für neue Häuser klopft. Das Geheimnis des Erfolges ist also Zuckerbrot und Peitsche - oder ein ganz eigener Weg, der von Ihrem persönlichen Charakter abhängt, denn auch extreme Spieler sollen bekanntlich dieselben Chancen haben wie alle anderen.
    Sind diese ersten Hürden genommen und Ihr Volk wächst und gedeiht, erreichen Sie bald einen neuen Stamm, den Sie Ihrem Machtbereich einverleiben. Dazu müssen Sie den Glauben der Leute stärken, indem Sie deren Gebete erhören. Dann erhalten Sie mehr Mana und damit Zauberkraft sowie neue Sprüche, mit denen Sie wirksam gegen die Kontrahenten vorgehen können. Jetzt müssen Sie nur noch Ihren Einflussbereich auf den des Gegners ausdehnen, damit Sie selbst angreifen können. Bekanntlich ist es ja nur Ihrer Kreatur möglich, außerhalb Ihres Einflussbereichs tätig zu werden. Wer schlau ist, nutzt aber zum Beispiel die Möglichkeiten des Feuerballzaubers und wirft diese verheerenden Bälle aus der Distanz auf den Gegner. Auch Steine oder Bäume lassen sich mit der Maus über größere Entfernungen katapultieren, was die Untertanen des Gegners ganz schön irritieren kann. Die großen Schlachten finden dann statt, wenn Sie den Gegner direkt mit Zaubersprüchen attackieren und Ihre Kreatur durch das feindliche Dorf walzt. Sie können die Nahrungsvorräte seiner Untertanen zerstören, sein Kampftier mit Fliegenschwärmen attackieren oder es durch Ihre Kreatur angreifen lassen.
    Die Kämpfe zwischen Tigern, Kühen, Bären oder Schildkröten sind toll anzusehen; jedes Wesen verfügt über ein eigenes Schlagrepertoire, das locker an Prügelspiele wie Tekken oder Virtua Fighter heranreicht. Da die Tiere sich bei Ihnen Tricks abgucken, können sie sogar das Benutzen von Zaubersprüchen lernen, um sich beispielsweise im Kampf zu heilen. Selbst wenn Ihre Lieblingskuh oder das edle Pferdchen ziemlich eins auf die Nase bekommen, müssen Sie sich keine Sorgen um das Leben Ihres tierischen Stellvertreters machen. Sollte nämlich der Kampf aussichtslos werden, ist die Kreatur schlau genug, einfach die Beine in den Huf oder die Tatze zu nehmen und sich in Sicherheit zu bringen. Die davongetragenen Blessuren bleiben genauso erhalten wie die im Kampf gesammelten Erfahrungen. Dadurch sieht man den Tieren nicht nur anhand der Narben und Blutergüsse an, wie oft sie schon gekämpft haben, sondern darf auch davon ausgehen, dass Ihre Kreatur vom Gegner einen neuen Zauberspruch oder besonderen Schlag abgeschaut hat. Dieser wird künftig natürlich angewendet, sogar im Einzelspielermodus, was diesen ständig bereichert und erweitert. Als besonderes Schmankerl dürfen Sie sogar Kreaturen mit anderen Spielern tauschen und diese dann in Ihrem Solospiel ausprobieren.

  • Black & White
    Black & White
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Lionhead Studios
    Release
    17.08.2009
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