Black & White: Insel der Kreaturen (PC)

Release:
24.01.2001
Genre:
Strategie
Publisher:
Electronic Arts
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Das Add-on zur Innovation des Jahres, zum besten Aufbau-Strategiespiel des Jahres und zur Enttäuschung des Jahres.

28.01.2002 16:02 Uhr
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Neu
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Eine ganze Horde von Affen ist damit beschäftigt, Häuser zu zerstören und anschließend wieder aufzubauen. Eine ganze Horde von Affen ist damit beschäftigt, Häuser zu zerstören und anschließend wieder aufzubauen. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die Geschichte des Programms spielt zeitlich parallel zum Hauptprogramm: Nachdem man auf der ersten Insel von Black & White den Missionaren beim Bau eines Bootes geholfen hat, segelten sie von dannen, um eine neue Welt zu entdecken - was ihnen auch gelang, wie sich auf der fünften Insel herausstellen sollte. Diese Welt ist die Insel der Kreaturen. Hier wohnen in drei Dörfern einige Menschen und überall auf der Insel verstreut zahlreiche Kreaturen. Den Dorfbewohnern ist bis zur Ankunft der Missionare die Existenz von Göttern nur aus alten Mythen bekannt (der Aufbau- und Strategieaspekt des Originalprogramms fehlt in dem Add-on daher vollständig), also unterwerfen sie sich bereitwillig der neuen Religion. Die Missionare beschwören ihren Gott (also den Spieler) mitsamt seiner Kreatur, um auf der Insel nach dem Rechten zu sehen. Ein alter Löwe erzählt dem Spieler kurz darauf die Geschichte der Insel: Sie dient Kreaturen, die sich von ihrem Herrn losgesagt haben oder deren Gott verstorben ist, als Zufluchtstätte. Vor wenigen Jahren wurde in einem Weidenkorb eine sehr junge Kreatur angeschwemmt, um die sich seitdem ein griesgrämiges Krokodil kümmert. Das Besondere an dieser Kreatur:
Sie ist weiblich und im besten Heiratsalter. Das Krokodil sucht nun einen geeigneten Partner für seine Stieftochter, und der muss sich natürlich in zahlreichen Aufgaben beweisen. Eine der ersten Aufgaben besteht darin, ein Ei auszubrüten. Nach einiger Zeit in wohltemperierter Umgebung schlüpft daraus eine neue Kreatur, die sich der Kreatur des Spielers sofort an die Fersen heftet. Für die Erziehung des riesenhaften Kükens namens Tyke ist ausnahmsweise nicht der Spieler verantwortlich, sondern dessen eigene Kreatur - die muss ja schließlich zeigen, das sie als Ehepartner geeignet ist. Im Lauf der Zeit und mit reichlich Ermutigung durch den Spieler wird dem äußerst gelehrigen Küken gezeigt, wie es zaubert, wo es Nahrung findet, wie es beim Hausbau behilflich ist, und vieles mehr. Der Lohn der Arbeit: Das anhängliche Huhn versucht fortan, mit dem neu erworbenen Wissen der Kreatur des Spielers in allen Lebenslagen behilflich zu sein. Das ist nicht immer von Vorteil: In einer weiteren Aufgabe muss die Kreatur möglichst schnell fünf Gebäude zerstören. Doch zündet sie eines der Häuser an, versucht der wohlerzogene und zu Beginn engelsgleiche Tyke sofort, diese wieder zu löschen. Um derlei zu verhindern, haben die Dorfbewohner einen Kindergarten für Tyke eingerichtet, wo man das Küken bei Bedarf wegschließen kann. Dieses Angebot sollte man nicht zu häufig nutzen, schließlich soll der angehende Gockel ja etwas lernen und außerdem füllt jede erfolgreiche Aktion des Federviehs den Spieler mit echtem Großvaterstolz.
Die meisten Aufgaben, denen man sich stellen muss, könnten einer Spielesammlung für Kinder entnommen worden sein. So finden sich in der Liste der Spiele ein simples Bowling, einfache Schießübungen, ein Murmelspiel mit Curling-Regeln, ein Brettspiel im Stil eines Spiel des Lebens oder ein einfaches Rennspiel. Im Gegensatz zu den Aufgaben des Originalprogramms muss man diese Spiele gewinnen, ein alternativer, böser Lösungsweg steht nicht zur Wahl. Wäre da nicht einerseits die indirekte Steuerung, mit der man Kreatur und Tyke diese Aufgaben erledigen lassen müsste und andererseits deren eigener Kopf sowie deren magische Fähigkeiten, müsste sich Insel der Kreaturen daher mit den schlechtesten Spielen dieser Ausgabe der PC Games messen. Der unvergleichliche Charme von Black & White und vor allem die liebevoll erzählte Hintergrundgeschichte machen aus dem Add-on aber doch entschieden mehr als nur eine einfache Spielesammlung. Nach fast jeder erfüllten Aufgabe bekommt man eine zusätzliche Möglichkeit, die Gestalt und das Denken der Kreatur auszuwechseln. Am Ende des Spiels sind es neben den bekannten 15 Kreaturen das Huhn, das Nashorn und das Krokodil, in deren Körper man über die Insel streifen kann. Allzu großen Sinn macht der Gestaltwechsel allerdings nicht, denn schließlich sollte die Kreatur zu Beginn des Spiels bereits bestens ausgebildet sein und auf eine hohe Intelligenz verzichten können. Ein schneller Kämpfer reicht daher aus. Um Insel der Kreaturen spielen zu können, benötigt man lediglich eine Vollversion von Black & White. Die Kreatur, mit der man zuletzt gespielt hat, wird automatisch Protagonist in dem Add-on. Sollte man aber in den letzten Monaten seine langwierig erzogene Kreatur gelöscht haben, so wird automatisch ein erwachsener, mit allen grundlegenden Fähigkeiten ausgestatteter Affe zur Verfügung gestellt.

Black & White: Insel der Kreaturen (PC)
Spielspaß-Wertung

72 %
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28.01.2002 16:02 Uhr
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Dein Kommentar
Benutzer
Bewertung: 0
29.01.2002 11:44 Uhr
Naja....wenn ich immer PCGAMES vertraut hätte, dann hätte ich sicherlich über 70% weniger Games gekauft. Und ich sags mal so, bis jetzt is jedes Game was ich mir gekauft habe, sein Geld wert gewesen. Da gabs Spiele, die hatten nur 62% oder weniger...denoch hatten sie jeder Menge Spielspaß mitgebracht. Viele…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
28.01.2002 19:55 Uhr
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