Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Black Prophecy angespielt: Grandioser Prolog - aber Langeweile im Anschluss

    Packende Weltraum-Schlachten in atemberaubender Optik und mit fesselnder Story: Dies und mehr verspricht Black Prophecy aus dem Hause Reakktor Media. Wir haben uns das kostenlos erhältliche SciFi-MMO der Hannover Entwicklerschmiede genauer angesehen und schildern unsere Eindrücke.

    Bunte Fantasy-Welten, niederträchtige Orks und gutmütige Elfen sucht man in Black Prophecy vergebens. In dem aktuellen MMO der Entwicklerschmiede Reakktor Media geht es hoch hinaus in den Weltraum. Auf dem Programm steht temporeiche Flieger-Action gepaart mit fesselnder Geschichte, präsentiert in bezaubernd hübscher Grafik. Und das Beste: das Spiel erhält man für lau. Ist den Hannoveranern ein Meisterstück gelungen, oder entpuppt sich das futuristische MMO als dröge Schlaftablette? Wir haben einige Stunden mit Black Prophecy verbracht und erklären euch, warum die Weltraum-Simulation gerade zu Beginn soviel Spaß, später jedoch einfach nur langweilt.

    Doch von Anfang an. Nach der obligatorischen Charaktererstellung werden wir erst einmal mit einer bildgewaltigen Introsequenz begrüßt. Das Kolonieschiff Dione steht unter heftigem Beschuss, aus allen erdenklichen Himmelsrichtungen tauchen feindliche Jagdflieger auf. Laser-Salven schlagen auf der Oberfläche des Kahns ein, bombastische Explosionen erhellen den Bildschirm - was für ein fulminanter Auftakt! Da wir noch kein eigenes Schiff zur Verfügung haben, nehmen wir im drehbaren Geschützturm der Dione Platz. Zahlreiche zu Altmetall verwandelte Gegner später, dürfen wir endlich selbst ins Cockpit steigen und losdüsen.

    Starker Auftakt, aber Langeweile im Anschluss
    Wir haben schlagen uns auf der Seite der genetisch optimierten Geniden. Prinzipiell ist es allerdings egal, welcher Fraktion ihr euch anschließt. Die Unterschiede halten sich in Grenzen.

Wir haben schlagen uns auf der Seite der genetisch optimierten Geniden. Prinzipiell ist es allerdings egal, welcher Fraktion ihr euch anschließt. Die Unterschiede halten sich in Grenzen. Quelle: Gamigo
    Nach dieser und einer darauffolgenden Schlacht beginnt der eigentliche Prolog des Spiels. Wir werden mit der Steuerung des Schiffs vertraut gemacht, die denkbar einfach von der Hand geht und in die wesentlichen Spielgrundlagen eingeführt. Außerdem erfüllt der Prolog den Zweck, uns die Geschichte, insbesondere der beiden zerstrittenen Völkern Tyi und Geniden, näher zu bringen. Denn zwischen diesen beiden Fraktionen muss sich der Spieler am Ende des rund vierstündigen Tutorials entscheiden. Ankreiden lässt sich hier, dass die Unterschiede kaum spielerische Auswirkungen haben, sondern hauptsächtlich kosmetischer Natur sind. Die Schiffstypen der genetisch optimierten Geniden haben beispielsweise eine andere Form, als die der kybernetisch veränderten Tyi.

    Doch zuvor gilt es zunächst einmal sich in der Galaxie einen Namen zu machen und fleissig Erfahrungspunkte zu sammeln. In der Gefechtsstation Spire, quasi der ersten Stadt, zieht ihr erste Aufträge an Land. Dabei wird zwischen storyrelevanten und automatisch generierten Missionen unterschieden. Die Aufgaben, die eigentliche Handlung fortführen und mit teils spektakulären Videosequenzen eingeleitet werden, begeistern von der ersten Minute an. Wir entnehmen extraterrestrische Proben von vereisten Asteroiden, schalten einen schwer bewachten Drogentransporter aus, eskortieren einen Frachtzug sicher zu seiner Heimatbasis und befreien einen Anhänger der Kirche aus einem Schiffswrack. Außerdem wohnen wir einer gigantischen Weltraumschlacht zwischen fremdartigen Aliens und den Menschen bei.

    Alles ziemlich spannend, bis der Prolog endet - und damit voerst auch die Handlung. Die Fragen, woher dieser neue außerirdische Feind stammt und was genau wir damit zu tun haben, bleiben erst einmal unbeanwortet. Stattdessen beginnen nach der darauffolgenden Wahl einer der beiden eingangs erwähnten Fraktionen die öden Quest-Reihen der Marke "Töte zehn Ratten". Hat man das erledigt, dürfen es plötzlich 25, danach 50 und so weiter. Die Enttäuschung wiegt angesichts des imposanten Einstiegs besonders schwer, zumal man diese Quests nicht wirklich überspringen kann. Weitere Missionen erhält man nämlich erst mit höherer Erfahrungsstufe, und das Leveln dauert angesichts der verhältnismäßig geringen Belohnungen ziemlich lange. Publisher Gamigo und Entwickler Reakktor Media wissen bereits um das Problem und kündigten umfangreiche Content-Updates an, die im monatlichen Rhythmus erscheinen sollen.

    Pimp my ride
    Beim Händler investieren wir unsere Coron - die Währung des Spiels - in neue Waffensysteme und Schilde. Beim Händler investieren wir unsere Coron - die Währung des Spiels - in neue Waffensysteme und Schilde. Quelle: Gamigo
    Wie steht es eigentlich um die Rollenspielelemente in Black Prophecy? Anders als die meisten anderen Free-2-Play-Onlinespiele spielt der eigentliche Charakter keine Rolle, auch wenn man das Aussehen seines Alter Ego zu Beginn mithilfe diverser Schieberegler festlegen kann. Denn die eigene Spielfigur taucht später ohnehin nur selten als Porträt auf, wenn es mal zu einem Dialog kommt. Stattdessen steht das Schiff im Mittelpunkt. Die durch den Levelaufstieg gewonnen Fertigkeitspunkte steckt ihr in die Optimierung eures Fliegers. Zur Auswahl stehen dabei acht Kategorien: Schiff, Schild, Energie, Sprengstoff, Mechanik, Taktiken, Triebwerke und Hülle. Die Entscheidung muss wohl überlegt sein, denn sämtliche Ausrüstungsgegenstände setzen einen gewissen Level voraus. Ein Beispiel: Wer "Hülle" nur auf dem Wert "2" hat, darf auch nur Flügel an sein Schiff montieren, die eine entsprechende Levelstufe besitzen.

    Weil man während des Spiels nicht umskillen kann, besteht die Gefahr, dass man sich versehentlich auf falsche Fertigkeiten fokusiert und dadurch bereits der Prolog zu einem Kraftakt mutiert. In einer der letzten Prolog-Missionen "Kampf um den Nimbus" starben wir gefühlte tausend Tode. Eine Nachfrage im Ingame-Chat ergab, dass wir zunächst einmal mehr in die Panzerung des Schiffs (sprich: Hülle) hätten investieren sollen. Und tatsächtlich: Nach einem mühsam erkämpften Level Up und einer anschließenden Shoppingtour haben wir den Auftrag ohne große Probleme gemeistert. In puncto Balancing besteht also durchaus ein wenig Verbesserungspotenzial.

    Apropos Shoppen: In den größeren Weltraumstationen - übrigens die einzig wirklichen Gebiete, in denen man sein Raumschiff verlässt - finden sich Händler, die ihre Waren im Tausch gegen hart verdiente Kohle anbieten. Ein Abstecher zur Basis ist auch beim Crafting von Nöten. Im Austausch gegen ein Bauplan und bestimmte Güter kann man sich beispielsweise Lackierfarben für sein Schiff herstellen. Den ersten Bauplan erhält man im Rahmen des Prologs, weitere findet man mit ein wenig Glück in Schiffswracks vernichtender Gegner oder durch die Erledigung von Jobs.

    Mann gegen Mann

    Mit der Entscheidung für Tyi oder Geniden schaltet Black Prophecy den PvP-Modus frei. In neutralen Sektoren der Galaxie kann man daraufhin zur Beute anderer Spieler werden. Das kann durchaus nervig werden, etwa wenn man gerade dabei ist einen Auftrag abzuschließen. Zumal man nach einem Bildschirmtod unmittelbar in Nähe des Sterbeortes aufersteht. Spannender sind die PvP-Missionen, die über das Terminal der Weltraumbasen aufgerufen werden können. In "Aufräumarbeiten" zum Beispiel verteidigt ihr als Gruppe eine Station vor den Angriffen der anderen Fraktion.

    Das All von seiner schönsten Seite

    Grafisch ist Black Prophecy der reinste Augenschmaus. Angefangen bei den detaillierten Raumschiffen über die hübschen Weltraumpanoramen bis hin zu den fantastischen Explosionen: Ein schöneres Free-2-Play MMO ist uns bislang nicht untergekommen. Genauso hervorragend ist der Klangteppich, mit dem die Weltraum-Oper unterlegt wurde. Der orchestrale Soundtrack hält durchaus Vergleiche mit hoch budgetierten Hollywood-Produktionen stand und passt sich dem Geschehen auf dem Bildschirm dynamisch an. Während der Gefechte wird die Musik beispielsweise hektischer, bei ruhigen Erkundungsflügen dominieren hingegen sanfte Töne.

    In puncto Präsentation ist Black Prophecy also über jeden Zweifel erhaben, nur an unterhaltsamen Inhalten fehlt es noch. Wenn Reakktor Media sich in Zukunft ranhält und die interessante Geschichte ebenso pompös fortführt, wie im Prolog und die regulären Missionen abseits der Handlung abwechslungsreicher gestaltet, dann wird Black Prophecy noch zu einem echten Meisterwerk unter den Free-2-Play MMOs. Potenzial ist jedenfalls vorhanden.

    Jetzt anmelden und kostenlos Black Prophecy spielen

  • Black Prophecy
    Black Prophecy
    Publisher
    gamigo AG (DE)
    Developer
    Reakktor Media
    Release
    09.12.2011
    Es gibt 12 Kommentare zum Artikel
    Von PsyMagician
    Das Game ist irgendwie fürn Arsch. Nette Grafik und netter Sound, das wars aber auch schon. Mich hat es schon in der…
    Von Exar-K
    Der Markt wird so dermaßen mit Free2Play Titeln überschwemmt, die noch neben den anderen Titeln zu testen ist wohl…
    Von malsoamrande
    Der Markt wird so dermaßen mit Free2Play Titeln überschwemmt, die noch neben den anderen Titeln zu testen ist wohl…

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 12 Kommentare zum Artikel

      • Von PsyMagician Erfahrener Benutzer
        Das Game ist irgendwie fürn Arsch. Nette Grafik und netter Sound, das wars aber auch schon. Mich hat es schon in der ersten Tutorial Mission (die anscheinend unlösbar ist. Oder Soll man da wirklich ala Moorhuhn Stundenlang blöde Rumballern?) angekotzt. Unübersichtliches HUD, schlechte Steuerung, und null Übersicht haben mich dazu bewogen das Game wieder ganz schnell von der Platte zu katapultieren.
      • Von Exar-K Community Officer
        Letztendlich ist das ganze Geraffel ja "kostenlos", also kann es sich jeder selbst ansehen und testen.
        Ich erwarte von der PC Games primär Kaufberatung und bei F2P gibt es in diesem Sinne keinen Vollpreistitel zu kaufen. Je weniger Redakteurszeit also für das Testen von Gratisspielchen verschwendet wird,…
      • Von malsoamrande Neuer Benutzer
        Zitat von Riesenhummel
        Ich verstehe es nicht so ganz. Es gibt unmengen an free to play Spielen aber von 90% ließt man in PC games nichts. Nur wenn das game eine gute Grafik hat oder von einem bekannten hersteler ist dann wird darüber berichtet... ich finde das nicht nur enorm unfair.…
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
822116
Black Prophecy
Black Prophecy angespielt: Grandioser Prolog - aber Langeweile im Anschluss
Packende Weltraum-Schlachten in atemberaubender Optik und mit fesselnder Story: Dies und mehr verspricht Black Prophecy aus dem Hause Reakktor Media. Wir haben uns das kostenlos erhältliche SciFi-MMO der Hannover Entwicklerschmiede genauer angesehen und schildern unsere Eindrücke.
http://www.pcgames.de/Black-Prophecy-Spiel-19029/News/Black-Prophecy-angespielt-Grandioser-Prolog-aber-Langeweile-im-Anschluss-822116/
01.05.2011
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2011/04/BlackProphecy_2011-04-27_10-58-52-39.jpg
black prophecy,mmo
news