Black Prophecy Preview: Weltraum-Action á la Wing Commander und Freelancer als Gratis-MMO
Der Entstehungsweg von Black Prophecy war beschwerlich und zu Ende ist er noch lange nicht: das Space-MMO befindet sich seit 2006 in Entwicklung und vor November 2010 ist auch nicht mit einem Release zu rechnen. Warum? Das Hannoveraner Studio Reakktor Media hatte einst große Pläne für sein Weltall-Action-Spiel. Pläne, die durchkreuzt wurden - vom Geldgeber 10tacle, der im August 2008 Insolvenz anmelden musste. Reakktor, damals Tochterfirma von 10tacle, war ebenfalls davon betroffen. Doch Reakktor biss sich durch die Krise, entwickelte sein Online-Spiel, das im Zeichen von Klassikern wie Wing Commander oder Freelancer steht, still und heimlich weiter. Und heute sehen die Dinge anders, nämlich gut aus: Reakktor hat die Insolvenz überwunden und konnte Gamigo als Publisher gewinnen. Gamigo ist Spezialist für Free-to-Play-MMOs. Kein Wunder also: Auch Black Prophecy wird keine monatliche Gebühr verlangen, man kann es gratis herunterladen. Bestimmte Items und Dienste werden allerdings gebührenpflichtig sein.
Black Prophecy war zu Beginn seiner Entwicklung noch als Einzelspielertitel geplant, deshalb hat Reakktor großen Wert auf eine gute Geschichte gelegt. Und so heuerte man den Sci-Fi-Autor Michael Marrak an, der ein düsteres Szenario entwarf: Im 26. Jahrhundert hat sich die Menschheit zwar im Universum ausgebreitet, doch die wahre Macht liegt bei zwei überlegeneren Völkern: den genetisch verbesserten Geniden und den kybernetisch aufgemotzten Tyi. Der Spieler muss sich für eine Fraktion entscheiden - erst danach beginnt die eigentliche Story um einen epischen Konflikt, in dem neben Tyi und Geniden auch Terroristen und Aliens mitmischen.
Bevor man aber in die Handlung eintaucht, bastelt man wie in einem Rollenspiel seine Spielfigur. Dazu steht ein Editor mit zig Schiebereglern und Details zur Wahl. Seinen Avatar sieht man im Spiel aber nur in Menüs und in Dialogen, selbst steuern darf man ihn nicht. Nach der Heldengeburt landet man im Cockpit seines ersten kleinen Raumflitzers. Nun ist es an der Zeit, mehrere Tutorial-Missionen zu absolvieren, in denen man die Grundlagen erlernt.
Erst nach mehreren Stunden wird der Spieler aus seinem Anfänger-Bereich in die eigentliche Spielwelt verfrachtet. Die ist in Instanzen aufgebaut, ähnlich wie in Guild Wars. Das heißt: Sie unterteilt sich in Levelabschnitte, die für eine bestimmte Spieleranzahl reserviert sind. Trotzdem gibt's auch Gebiete, in denen man jederzeit anderen Spielern begegnen kann, nämlich die Sektoren rund um Raumstationen: Solche riesigen Basen fliegt man an, um Handel zu treiben, sein Schiff auszubauen und um neue Missionen anzunehmen. Letztere unterteilen sich in Aufträge für Einzelspieler und kleine Gruppen, aber auch PvP-Schlachten, kooperative Einsätze und weitere Missionstypen sind enthalten. Story-Einsätze werden mit komplett vertonten Dialogen und Zwischensequenzen aufwarten, außerdem gibt es noch dynamisch erzeugte Aufträge. Diese werden aus einer Vielzahl von Skripts, Gegnern, Umgebungen, Beute und Missionsverläufen spontan zu neuen Einsätzen zusammengefügt - Reakktor hofft, dadurch den Wiederspielwert zu erhöhen und so auch solchen Spielern etwas zu bieten, die abends nur mal für ein halbes Stündchen durchs All brettern möchten. Diesem Vorsatz kommt auch die Instanzierung zugute: Reakktor verspricht, lange Flugwege vollständig zu vermeiden - die Spieler sollen direkt und ohne Umwege in die actionreichen Einsätze springen können.


Dazu wahrscheinlich auch noch teurer als bei regulären Monthly-Fee Spielen.
Das ist doch Kunden-Verarsche!
Dazu steht Gamigo für mich nicht gerade für qualitativ hochwertige Spiele, eher für billigen asiatischen Grinding Krams.
Selbst bei BF:Heroes ist es nach gerade mal nen halben Jahr dazu gekommen, obwohl DICE hoch und heilig versprochen hatte, dass soetwas niemals passieren wird......