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  • Black Mirror 3 im Test: Würdiges Finale der Adventure-Trilogie

    So gut wie erwartet, aber nicht besser als erhofft: das Finale der Grusel-Trilogie. Black Mirror 3 ist ein gelungener Abschluss mit Story-Macken, die den guten Gesamteindruck aber nicht nennenswert trüben.

    Wenn der Abspann von Black Mirror 3 über den Bildschirm flimmert, muss man sich das Lachen verkneifen. Denn es ist albern, was Cranberry dem Spieler hier auftischt: Ein Spiegel, der Seelen raubt, Schattenwesen erzeugt und Böses tut, dazu ein uralter Familienfluch, Geisterschwerter, Untote, Dimensionsportale, Kreuzritter, Exorzismen, Dämonen und noch ein gefühltes Dutzend an Mystery-Klischees werden hier nicht nur kräftig verrührt, sondern – und das ist das Komische – auch ausgiebig erklärt. Denn das ist es, was Black Mirror 3 tut: Es schließt die Geschichte um den Fluch der Familie Gordon ab, es begründet, es gibt Antworten auf Fragen, die man gar nicht gestellt hat – die Story driftet dabei ins Trashige ab.

    Trotzdem ist Black Mirror 3 weder schlecht noch enttäuschend, ganz im Gegenteil! Bis auf den Schluss macht die Story nämlich das, was sie soll: Sie knüpft unmittelbar an den guten Vorgänger Black Mirror 2 an, sie verläuft sich nicht in unnötigen Nebenaufgaben und führt alle Entwicklungen und Handlungsstränge zusammen. Erneut ist Darren Michaels der tragische Held der Erzählung – verflucht, verhaftet und von brutalen Visionen geplagt, ist es seine Mission, das Unheil rund um seine verwunschene Familie aufzuhalten. Dabei gelingt es den Autoren abermals, spannende und unerwartete Situationen aufzubauen, etwa wenn Darren sich eingeschlossen in einem Sarg wiederfindet oder des Nachts von riesigen Wölfen gejagt wird. Hier überrascht Black Mirror 3 und motiviert zum Weiterspielen.

    Anfänger seien gewarnt: Black Mirror 3 ist für Spieler, die den zweiten Teil nicht kennen, kaum zu begreifen. Es gibt nur wenige Erklärungen, keine Zusammenfassung oder ein Personenregister, das Einsteiger durch das Geflecht aus Namen, Orten und Hokuspokus leiten könnte. Spielen Sie zumindest den Vorgänger, bevor Sie Black Mirror 3 beginnen!

    Bildergalerie: Black Mirror 3
    Bild 1-3
    Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (4 Bilder)


    Anders als der zweite Teil spielt Black Mirror 3 fast ausschließlich im Familienschloss der Gordons und der umliegenden Gegend – ein Dorf, eine Kapelle, einen Friedhof, diverse Gruften, all das besucht man oft, vielleicht zu oft. Damit das nicht langweilig wird, erlebt man diese Orte zu verschiedenen Tageszeiten bei unterschiedlichen Wetterbedingungen – nachts bei stimmungsvoll umgesetztem Gewitter wirkt ein hübscher Feldweg eben finster und bedrohlich. Ein anderer Grund, weshalb man Cranberry den Mangel an Locations nicht verübelt, ist die sehr gute Steuerung: Darren verlässt Raumausgänge flink per Doppelklick, eine prima Hotspot-Anzeige lässt kein Objekt unentdeckt und auf einer Übersichtskarte darf man alle besuchten Orte blitzschnell ansteuern. Prima! Hinzu kommt der aus dem Vorgängerspiel bekannte, intelligente Mauscursor, der sogleich anzeigt, ob man ein Item mit einem anderen Objekt oder Hotspot benutzen kann. Zudem lassen sich Items aus dem Inventar auch per Mausrad durchschalten und unnütze Hotspots werden nach dem ersten Absuchen einfach ausgeblendet.

    Dieser Bedienkomfort ist auch nötig, denn die Rätsel sind zwar immer noch von hoher Qualität, erreichen aber nicht durchgängig das Niveau des Vorgängerspiels. Deshalb sieht man sich hin und wieder dazu verleitet, alte Locations nochmals abzusuchen oder wahllos die vielen, vielen Gegenstände im Inventar mit- einander zu kombinieren, falls man mal nicht weiterweiß – in solchen Momenten wehrt die gute Steuerung Frustgefühle ab. Ärgerlich ist jedoch, dass sich Darren in manchen Fällen weigert, nützliche Items aufzusammeln – das tut er nämlich erst, wenn er zuvor etwas anderes erledigt hat. Positiv fallen dafür das automatische Notizbuch und Tipps von Darren auf, dank denen der Spieler meistens genau weiß, was er zu tun hat. Leider triff t das nicht auf die letzten Spielstunden zu, hier lässt die Qualität der Puzzles nach. Tiefpunkt des Spiels ist ein Rätsel kurz vor Spielende, in dem Darren einige Gegenstände in eine Schale legen soll – wer diese Aufgabe, bei der es deutlich an Hinweisen mangelt, aus eigener Überlegung heraus schaff t, hat unseren Respekt verdient. Immerhin: Auf Wunsch darf man derartige Rätsel auch einfach überspringen.

    Überwiegend gute Sprecher und passende Musik ergänzen die sauber gerenderte, düstere Grafik. Nur selten leidet die dichte Atmosphäre, etwa wenn kurze, lieblos gerenderte Videos eingespielt werden, die ziemlich unfertig wirken. Ärgerlich ist auch die Vertonung von Valentina, einer neuen spielbaren Figur in Black Mirror 3: Sie ist wichtig, man schaltet gegen Spielende häufig per Button zwischen ihr und Darren hin und her. Und ausgerechnet sie trägt ihre Texte quälend langsam vor, was dazu verleitet, ihre zähen Passagen per Mausklick zu überspringen. Zu guter Letzt müssen sich die Autoren des Spiels noch einen Vorwurf gefallen lassen: Die einblendbaren Texte weisen ungewöhnlich viele Rechtschreibfehler auf – das ist nicht hochdramatisch, muss aber auch nicht sein. Hier darf Cranberry ruhig einen kleinen Patch nachliefern.

    Black Mirror 3 (PC)

    Spielspaß
    80 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Black Mirror 3
    Black Mirror 3
    Publisher
    dtp
    Developer
    Cranberry Production
    Release
    04.02.2011
    Es gibt 10 Kommentare zum Artikel
    Von LilLady20
    nachdem ich jetzt alle 3 teile durch habe, bin ich etwas entäuscht vom dritten teil. ich habe mir ein besseres ende…
    Von Nyx-Adreena
    Eine Sackgasse? War derlei denn abzusehen ohne zu viel zu spoilern?[/quote] Sagen wir es mal so: wenn man vorplant,…
    Von nikiburstr8x
    Eine Sackgasse? War derlei denn abzusehen ohne zu viel zu spoilern?Das erinnert mich indes an Lure of the Temptress,…

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    • Es gibt 10 Kommentare zum Artikel

      • Von LilLady20 Neuer Benutzer
        nachdem ich jetzt alle 3 teile durch habe, bin ich etwas entäuscht vom dritten teil. ich habe mir ein besseres ende erhofft, mehr spannung, erscheint mir als hätten die programmieren keine lust mehr gehabt :)

        im spiel fehlte der grusel effekt...

        im großen und ganzen kann ich aber dennoch sagen, dass es spaß gemacht hat, mit darren bzw adrian die rätsel zu lösen und den fluch zu brechen.

        empfehlenswert!
      • Von Nyx-Adreena Erfahrener Benutzer
        Sagen wir es mal so: wenn man vorplant, ohne groß auszuprobieren, kann man die Sackgasse umgehen. Ich hingegen habe ich wenig rumprobiert und als mir das System dann klar war, konnte ich meine Handlungen nicht rückgängig machen und auch nicht weiter kommen.

        Zum Glück gabs einen Speicherpunkt zu Beginn der…
      • Von nikiburstr8x Erfahrener Benutzer
        Eine Sackgasse? War derlei denn abzusehen ohne zu viel zu spoilern?

        Das erinnert mich indes an Lure of the Temptress, wo man zu Beginn jemanden von der Folterbank per Messer (Benutze Messer mit Seile  ) befreien musste - oder eben ein paar Hebel in Bewegung setzen konnte, was das Ableben des…
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Black Mirror 3
Black Mirror 3 im Test: Würdiges Finale der Adventure-Trilogie
So gut wie erwartet, aber nicht besser als erhofft: das Finale der Grusel-Trilogie. Black Mirror 3 ist ein gelungener Abschluss mit Story-Macken, die den guten Gesamteindruck aber nicht nennenswert trüben.
http://www.pcgames.de/Black-Mirror-3-Spiel-19023/Tests/Black-Mirror-3-im-Test-Wuerdiges-Finale-der-Adventure-Trilogie-810516/
04.02.2011
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2011/02/Black-Mirror-3-Partner.jpg
black mirror 3,adventure
tests