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  • Ben X

    Der jugendliche Ben lebt in zwei Welten: Zum einen in seiner Freizeit in der Fantasy-Welt des MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) Archlord, in der er einen mächtigen Krieger spielt, der mit seiner Heilerinnen-Gefährtin jede Menge Abenteuer erlebt und regelmäßig über das Böse siegt. Zum anderen in der realen Welt, in der er die Menschen um sich herum und ihr Handeln nicht so recht verstehen mag. In der er ein Außenseiter ist, von Mitschülern gehänselt und gemobbt wird, ohne sich zu wehren - ja, sogar ohne dazu was zu sagen.

    Online ist er ein mutiger Abenteurer. Online ist er ein mutiger Abenteurer. Quelle: Kinowelt Bens alleinerziehende Mutter reibt sich in ihrer Fürsorge für ihren kaum zugänglichen, kommunikationsscheuen Sohn fast auf, die Ärzte haben ihm nach langer Odyssee durchs Gesundheitssystem den Stempel Autismus verpasst. Als Ben Opfer einer Happy-Slapping-Aktion seiner Mitschüler wird und bald darauf von zwei besonders fiesen Kerlen aus seiner Klasse bedroht, geschlagen und bestohlen wird, beschließt er, dass es Zeit für einen Schlusspunkt ist. Exit. Game over. Doch erst nachdem seine Cyberspace-Gefährtin real in sein Leben getreten ist, wagt er den entscheidenden Schritt.

    In der wahren Welt ein Opfer seiner Mitschüler. In der wahren Welt ein Opfer seiner Mitschüler. Quelle: Kinowelt Inspiriert durch einen Bericht über den Selbstmord eines autistisch veranlagten 17-Jährigen, der regelrecht zu Tode gemobbt wurde, machte sich der Belgier Nic Balthazar daran, eine Geschichte darüber zu verfassen. Aus dem Buch wurde ein erfolgreiches Theaterstück, das es ihm ermöglichte, die Story selbst als Regisseur auf die Leinwand zu bringen. Obwohl absolut vollgestopft mit Themen wie Selbstmord unter Jugendlichen, Autismus, Mobbing, Happy Slapping (Attacken auf Unschuldige, die per Handykamera gefilmt und ins Netz gestellt werden), religiöse Erlösung, Onlinesucht und Entfremdung von der realen Welt durch das World Wide Web wirkt das Teenager-Drama dabei keineswegs überfrachtet.

    Schließlich hat er genug. Schließlich hat er genug. Quelle: Kinowelt Völlig natürlich - in Anbetracht der schwerwiegenden Bedeutung der Themen erschreckend natürlich - greift hier ein Puzzlestück ins andere und formt sich so zum realistisch wirkenden Bild eines zwar hochintelligenten, aber durch eine tiefgreifende Entwicklungsstörung hochsensiblen und nicht für das "normale" Leben geeignet scheinenden Jungen. Umso bedeutender ist für ihn sein "Kontakt" mit seiner zauberhaften Online-Rollenspiel-Kumpanin, die ihm für kurze Zeit in der wirklichen Welt begegnet. Doch da er sich in dieser nicht auszudrücken versteht, ist es wiederum nur die Welt seiner Fantasie, in der sie ihn begleitet - nur für ihn sichtbar wie der Hase in Mein Freund Harvey - und in der er endlich jemanden hat, dem er sich gänzlich mitteilen kann.

    Nur durch Online-Kumpanin Scarlite ( L. Verlinden) findet er Kraft. Nur durch Online-Kumpanin Scarlite ( L. Verlinden) findet er Kraft. Quelle: Kinowelt Ben X ist kein neuer Rain Man oder Snow Cake (über den Autismus) und noch viel weniger ein neuer Labyrinth der Monster (in der sich 1982 Tom Hanks als verwirrter Jugendlicher in eine Fantasy-Welt flüchtete), auch wenn er vom Erzählstil am ehesten an Letzteren erinnert. Es ist die Geschichte eines Jungen, der - völlig egal, warum - anders ist und der, da man seinem Anderssein keinen Platz in unserer Welt zugestehen will, bis zum Äußersten geht. Ein bewegendes Jugendporträt und ein bemerkenswertes Regiedebüt, zudem mit dem jungen Greg Timmermans in der Rolle des linkischen Ben famos besetzt.

    Widescreen-Wertung
     

    Action
     
    Spannung
     
    Emotion
     
    Humor
     
    Erotik
     
    Anspruch
     
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Ben X
    Ben X
    Kinostart
    08.05.2008
    Film-Wertung:
     
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Ben X
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http://www.pcgames.de/Ben-X-Film-215344/Tests/Ben-X-642002/
05.05.2008
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