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  • Battlefield Play4Free: Gratis oder umsonst? - Leser-Test von HolyHerbert

    EAs Battlefield 3 steht kurz vor der Veröffentlichung und um die Wartezeit zu verkürzen, könnte man doch mal einen Blick auf den Gratis-Ableger der Serie werfen, der schon seit Monaten für jedermann spielbar ist. Battlefield Play4Free ist auf den ersten Blick ein auf Realismus getrimmter Klon des ebenfalls kostenlosen Battlefield Heroes, aber doch erschreckend anders.

    "Oh Yeah, ein neues Battlefield, sogar kostenlos!" So oder so ähnlich freute ich mich, als ich von Battlefield Play4Free hörte. Schnell einen Assault, also einen Soldaten, erstellt und ab ins Gefecht. Als erstes freute ich mich dann über meine tolle Reichweite. "Woow, das olle Soldatengewehr trifft ja auf 400 Meter alles", ging es mir durch den Kopf. Danach war ich tot. Wie so oft. Denn scheinbar hatte das Gegnerteam diesen Vorteil mit der Reichweite und der Präzision auch schon bemerkt und hockte zu viert in trauter Einigkeit in ein und dem selben Haus. Nachdem ich diesem Server eine gewisse Sniper-Verseuchung attestiert hatte, wechselte ich schon leicht genervt wieder ins Menü für Skillpunkte. Obwohl Skillpunkte hier eigentlich das falsche Wort ist, denn mit Skillen hat das Ganze nur bedingt etwas zu tun. Man skillt nicht seinen Soldaten, sondern sein HUD und solche Fähigkeiten, die es in jedem anderen Spiel selbstredend dazugibt.

    Man muss zum Beispiel einen Skillpunkt dafür ausgeben, um sehen zu können, wo gegnerische Granaten liegen. Drei Skillpunkte sind vonnöten, um sehen zu können, von wo man beschossen wird. Ansonsten wird einfach der halbe Bildschirm rot und und man ist tot, bevor man den Gegner entdeckt hat. Außerdem braucht man einen fürs Panzerfahren, einen fürs Helifliegen, einen für Flugzeuge und einen pro Granate, die man mitnimmt. Fürs schnellere Rennen und Leitersteigen gilt dasselbe. Einen Skillpunkt bekommt man übrigens fürs Leveln, und das dauert ab Level 7 oder 8 schon lang. Ungefähr ab Level 15 ist man ungefähr so ausgerüstet wie ein Call of Duty-Charakter auf Level 1.

    Battlefield Play4Free im Leser-Test von HolyHerbert. (2) Battlefield Play4Free im Leser-Test von HolyHerbert. (2) Quelle: HolyHerbert Außerdem hat jede Klasse eine Spezialfertigkeit, die ich bis zum heutigen Tag nicht verstehe. Soldaten können ihre leer gschossene Munition wieder auffüllen, indem sie Munitionskisten vor sich werfen. Da ist einigermaßen sinnvoll, auch wenn man seine 120 Schuss nur selten ganz aufbraucht. Medics, übrigens mit dicken Maschinengewehren á la PKM ausgestattet, können mit ähnlichen kleinen Kisten heilen. Techniker können Fahrzeuge reparieren und der Sniper hat eine Kiste, die Bewegungen von Gegnern im Umfeld zeigt. Warum zum Teufel haben die Kerle mit den dicksten Waffen auch noch die Healkits? Und warum macht man den Scharfschützen des Campen so einfach, dass man ihnen jeden Gegner, der ihren Standort finden könnte, einfach zeigt? Dieser wirklich schwer zu verstehenden Tatsache ist es natürlich geschuldet, dass die Hausdächer voll von Scharfschützen sind. Dass man jedes Dach über eine Leiter erreichen kann, macht die Sache noch schlimmer.

    Dabei ist es nicht einmal so, als dass das Campen Spaß machen würde. Selbst ein Kopftreffer kostet den Gegner höchstens 50 Health Points, also die Hälfte. Danach setzt der Recon sein Gewehr automatisch ab und nach einer gefühlten Ewigkeit darf man wieder zielen. Bis dahin ist der andere meist entweder schon weg oder von Verbündeten abgeräumt worden. Generell stirbt man schnell den Pixeltod in Battlefield Play4Free. Das mag daran liegen, dass jeder, der sich auf freies Feld bewegt, sofort im Sniperfeuer steht. Aber auch so fallen die, die grade mal nicht auf irgendeinem Dach hängen, oftmals um wie die Fliegen, denn nach ein paar Treffern ist dann auch schon Schluss. Man wirft sich in den Kampf, versucht einen oder zwei mit in den Tod zu reißen, wird vom Scharfschützen umgelegt und wartet auf den Respawn. So läuft es leider oft.

    Wirklich Spaß macht es dagegen, sich eins der vielen Fahrzeuge zu schnappen und damit rumzufliegen oder Gegner zu überfahren. Das dauert meist ungefähr so lang, bis einer der viel zu starken Panzer der Gegner einen aus Korn nimmt, aber bis dahin spielt die Battlefield-Reihe wenigstens einen ihrer Trümpfe aus. Das ganze Kartenmaterial stammt ebenfalls von einem Vorgänger, nämlich aus Battlefield 2. Die Map Karkand zum Beispiel wird vielen ein Begriff sein. Wie bei anderen Ablegern der Reihe auch geht es darum, Stützpunkte einzunehmen und so seinem Team den Sieg zu verschaffen. Andere Spielmodi gibt es nicht, außerdem gibt es nur eine handvoll Karten.

    Battlefield Play4Free im Leser-Test von HolyHerbert. (1) Battlefield Play4Free im Leser-Test von HolyHerbert. (1) Quelle: HolyHerbert Als Setting hat man sich übrigens einen Krieg in der heutigen Zeit ausgesucht. Russland gegen Amerika, also die Spitze des Einfallsreichtums. Aussuchen, in welchem Team man spielt, kann man nicht und nach jeder Runde schiebt einen das Teambalancing-System in ein anderes. Schüsse auf Kameraden, die vor Minuten noch die andere Uniform trugen, sind da an der Tagesordnung. Russen tragen Dunkelgrün, Amerikaner Sandgelb. Appropos Uniform: Die kann man im Shop customizen, wie es auf Neudeutsch heißt. In der ganzen Spielzeit habe ich EINEN Spieler gesehen, der nicht die Standard-Camouflage trug, sondern eine gelbe Mütze aufhatte. Soviel dazu. dafür laufen aber viele Spieler mit im Shop gekauften Waffen rum, die zumindest subjektiv einen deutlichen Vorteil bringen.

    Aber das alles sind Dinge, über die ich locker hinwegsehen könnte, würden sie einem nicht alle immer wieder und mit voller Wucht ins Auge springen. In der Summe der nervenden Features und verkorksten Elemente liegt das Problem, denn alles in allem wirkt das Spiel einfach lieblos. Auch die nicht schlechte Optik und die tolle Soundkulisse können nicht den Eindruck verändern, der sich wie ein roter Faden durch das Spiel zieht. Es sieht einfach so aus, als hätte man bei EA die alten Maps von Battlefield 2 genommen, das Client-System von Battlefield Heroes darüber gelegt und einen Shop hinzugefügt, um mit dem Brei auch noch Geld zu verdienen und auf den Freetoplay-Zug aufzuspringen. Aber es klappt nicht. Anders als bei Battlefield Heroes baut der Spieler zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung zu seinem Charakter oder seinem Team auf und der Chat, der gelangweilt am Bildschirmrand rumlungert, benutzt man scheinbar nur für standartisierte Shortcut-Meldungen ("I'm out of ammo!", "I need a medic!") oder Beleidigungen auf polnisch.

    Nunja, ich werde wohl zu Battlefield Heroes zurückkehren müssen, denn auch umsonst gespielte Spiele kosten.

    Kein Geld, dafür Zeit und Nerven.

  • Battlefield Play4Free
    Battlefield Play4Free
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    DICE - Digital Illusions Creative Entertainment
    Release
    1. Quartal 2011
    Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
    Von StevenGlamour
    Das ist das Hauptproblem der Batttlefield-Reihe, dass man sehr schnell ins Gras beisst und es sehr viele Camper gibt!…
    Von Samsonetty
    Endlich mal ein Bericht der das Spiel in die Einzellteile zerlegt und auf den Punkt kommt.DankeIch bin auch einer der…
    Von Tarnsocke
    ...Sorry, aber das ist nunmal Battlefield (bzw. Bad Company). Da gehören Munitionskisten und Health-Packs dazu. Hat…

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    • Es gibt 11 Kommentare zum Artikel

      • Von StevenGlamour Neuer Benutzer
        Das ist das Hauptproblem der Batttlefield-Reihe, dass man sehr schnell ins Gras beisst und es sehr viele Camper gibt! Ich bin Prestige Level 14 bei CoD Black Ops aber bei Battlefield bin ich gnadenlos schlecht weil ich ich selber kein Camper bin und ganz schnell ins Gras beisse wie im Test erwähnt. Und das ist total frustrierent und reizt mich nicht überhaupt Battlefield zu spielen.
      • Von Samsonetty Neuer Benutzer
        Endlich mal ein Bericht der das Spiel in die Einzellteile zerlegt und auf den Punkt kommt.
        Danke
        Ich bin auch einer der vieles Ausprobiert, aber bei BF to Free steckte ich gerade mal 5 minuten rein und habs wieder runtergeklatscht, was für ein Schwachsinn aus einem Schlager einen Free to Play zu machen, die…
      • Von Tarnsocke Erfahrener Benutzer
        Zitat
        [...] Soldaten können ihre leer gschossene Munition wieder auffüllen, indem sie Munitionskisten vor sich werfen. Da ist einigermaßen sinnvoll, auch wenn man seine 120 Schuss nur selten ganz aufbraucht. Medics, übrigens mit dicken Maschinengewehren á la PKM ausgestattet [...]
        ...

        Sorry,…
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Battlefield Play4Free
Battlefield Play4Free: Gratis oder umsonst? - Leser-Test von HolyHerbert
EAs Battlefield 3 steht kurz vor der Veröffentlichung und um die Wartezeit zu verkürzen, könnte man doch mal einen Blick auf den Gratis-Ableger der Serie werfen, der schon seit Monaten für jedermann spielbar ist. Battlefield Play4Free ist auf den ersten Blick ein auf Realismus getrimmter Klon des ebenfalls kostenlosen Battlefield Heroes, aber doch erschreckend anders.
http://www.pcgames.de/Battlefield-Play4Free-Spiel-18719/Lesertests/Battlefield-Play4Free-Gratis-oder-umsonst-Leser-Test-von-HolyHerbert-844107/
12.09.2011
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