Update 2: In einem neuen Artikel gehen wir näher auf die Datensammelwut des Origin-Clients ein und was Juristen dazu sagen. Update: Die Anzahl der aufgebrachten Battlefield 3-Spieler, die den Ego-Shooter auf amazon.de bewerten, nimmt stetig zu. Waren es vor rund 16 Stunden noch 40 negative Bewertung, hat sich die Menge der "1 Stern"-Bewertungen für Battlefield 3 (Limited Edition) nun verzehnfacht. 397 (Stand: 28. Oktober, 10:00 Uhr) Personen zücken einen von fünf Sternen in der Produktbewertung - aktueller Durchschnittswert: 1,5 von 5. Der Grund ist nicht etwa das DICE-Spiel selbst, sondern der zugehörige und obligatorisch zu installierende Origin-Client, der EA womöglich mit personen- beziehungsweise rechnerbezogenen Daten der Spieler versorgt. Viele User sehen Verletzungen in den Datenschutzbestimmungen hiesiger Gesetze. Unsere am Ende dieser Meldung genannte Anfrage an EA bleibt weiterhin unbeantwortet.
Originalmeldung: Battlefield 3 hat auf amazon.de eine durchschnittliche Kundenbewertung von 2,5 von 5 Sternen. Der schlechte Wert kommt vor allem durch 40 Personen (27. Oktober, 18:05 Uhr) zustande, die Battlefield 3 aufgrund eines bestimmten Umstands absolut nicht weiterempfehlen können: Battlefield 3 setzt obligatorisch auf Origin – Electronic Arts' neues Spiele- und Downloadportal, das einen Client auf dem Rechner des Spielers benötigt. Und dieser übermittelt Daten an EA. Eine erste Rezension erscheint mit dem Titel: "Achtung: Nur kaufen, wenn du alle Privatdaten deines Rechners EA zur Verfügung stellen willst!" Der zuständige Autor beginnt seine Rezension mit den Worten, dass Battlefield 3 zwar sowohl technisch als auch spielerisch super sei. Allerdings ist der Amazon-Nutzer von Origin höchst abgeschreckt.
Mit der EULA-Zustimmung übertrage man EA viele Rechte, wie beispielsweise zum Scannen der Hardware oder etwa der "IP-Adresse, dem Browserverlauf, den Dateitypen, dem Browsercache" und mehr. Die nachfolgenden Rezensenten sehen es ähnlich. Sie zücken einen von fünf Sternen aufgrund der EA-Nutzungsvereinbarungen. Der Großteil der erwähnten 40 Personen ist absolut nicht einverstanden mit den Bedingungen. Teilweise wird von Spionage, einem Bundestrojaner und auch von der größten "Frechheit in der Gaming-Geschichte" gesprochen. Das geht mittlerweile so weit, dass eine Petition gegen Origin und somit gegen Battlefield 3 gestartet wurde. Die User rufen sich gegenseitig zum Boykott auf.
Die Anzahl der negativen Battlefield 3-Bewertungen wachsen derzeit im Sekundentakt. Origin steht seit wenigen Wochen in der Kritik. Anfangs hatte Electronic Arts mit einer Klausel für Aufsehen gesorgt, erhobene User-Daten zu Werbezwecken verkaufen zu dürfen. Dieser Punkt wurde mittlerweile abgeschwächt. Derzeit gibt es weitere Unzulänglichkeiten in der EA-Software – wie eben das angesprochene Scannen des verwendeten Rechners. In welcher Form das passiert, also wie oft und zu welchen Zwecken, ist derzeit noch nicht ganz sicher. Wir gehen dem nach und haben Electronic Arts kontaktiert, bislang ohne Antwort. Wir halten euch auf dem Laufenden. In der Zwischenzeit verweisen wir euch auf unsere Battlefield 3-Themenseite.
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Quelle: C:\Program Files (x86)\Origin Games\Battlefield 3\bf3…