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Battlefield 3 (PC)

Release:
27.10.2011
Genre:
Online
Publisher:
Electronic Arts

Battlefield 3: Origin-Update - EA teilt mit: "Origin ist keine Spyware. Wir bedauern die Verunsicherung unserer Kunden"

31.10.2011 19:11 Uhr
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148°
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Mit Battlefield 3 kommt die obligatorische EA-Software Origin mit fragwürdigen Nutzungsvereinbarungen auf den Rechner. Das Programm sammelt unter anderem personenbezogene Daten und prüft den PC automatisch auf Lizenzrechte "für einige oder alle EA-Produkte". Juristen und Datenschützer sind alarmiert und bereiten einen Fragenkatalog für den Publisher vor. Update: In einer Pressemitteilung hat sich EA zu den Vorwürfen geäußert.

Update 31.10.2011: EA (Electronic Arts) hat sich am heutigen Abend zu den Protesten gegen die Origin-Nutzungsbedingungen (EULA) und die Vorwürfe gegen das Schnüffelverhalten der origin.exe geäußert. Eine neue Version von Origin gibt es nicht - denn Origin sei keine Spyware, die User würden also auch nicht ausspioniert. In einer Mitteilung schreibt der Pressesprecher von EA:

"In den vergangenen Tagen sind einige Unklarheiten bezüglich der Lizenzvereinbarungen und Datenerhebungen unserer Origin-Plattform aufgetreten. Wir bedauern die Verunsicherung, die dadurch entstanden ist, und haben unsere Kunden heute über den Stand der Dinge informiert. Die wesentlichen Fakten zur Diskussion haben wir wie folgt zusammengefasst:
  • Wir haben die Endnutzer-Lizenzvereinbarung von Origin aktualisiert, um im Interesse unserer Spieler mehr Klarheit zu schaffen. Die aktualisierten Origin Lizenzvereinbarungen sind hier einsehbar: http://store.origin.com/store/eade/de_DE/html/pbPage.EULA_DE
  • Origin ist keine Spyware. Weder nutzen noch installieren wir Spyware auf den PCs unserer Nutzer. Origin erfasst in begrenztem Umfang Informationen, die notwendig sind, um Nutzern das Kaufen, Herunterladen, Zugreifen und Spielen von Games und Spiele-Inhalten zu ermöglichen. 
  • Die Informationen werden zudem benötigt, um Online-Verbindungen mit anderen Spielern herzustellen sowie Inhalte und Software-Updates direkt auszuliefern. Die Daten werden auch dazu genutzt, das Auftreten kleinerer Software-Fehler sofort zu erkennen und auszubessern. 
  • Auf Informationen wie etwa Bilder, Dokumente oder persönliche Daten, die nichts mit der Ausführung des Origin-Programms auf dem System des Spielers zu tun haben, wird weder von uns zugegriffen noch werden sie von uns gesammelt. 
  • Alle Informationen, die wir mit Origin erheben und nutzen, stellen sicher, dass unsere Kunden so einfach wie möglich auf ihre Spiele zugreifen und dabei den vollen Service und das beste Spielerlebnis genießen können, das EA zu bieten hat. 
  • EA nimmt den Datenschutz seiner Nutzer sehr ernst. Wir haben alle Vorkehrungen getroffen, um die persönlichen und anonym erhobenen Nutzerdaten zu schützen. Die Lizenzvereinbarungen von Origin entsprechen branchenüblichen Datenschutzerklärungen, wie sie von vielen anderen populären Web Services verwendet werden. 
  • Soweit erforderlich werden wir selbstverständlich mit den zuständigen staatlichen Stellen zusammenarbeiten um sicherzustellen, dass unsere Richtlinien gesetzeskonform sind und bleiben."

Wir wollen von euch wissen: Wir beurteilt ihr die Stellungnahme von EA? Beruhigt euch die Mitteilung? Nutzt die Kommentarfunktion für eure Meinung!

Originalmeldung: Battlefield 3 installiert den Origin-Client auf den Rechner. Zuvor stimmt man den umfangreichen Nutzungsbedingungen zu und macht sich für gewöhnlich wenig Sorgen um den Inhalt. Dass entsprechende Sorgen angebracht sind, lassen nicht nur massenweise Negativwertungen für Battlefield 3 auf amazon.de vermuten (wir berichteten), sondern auch aktuelle Meldungen zum Thema. Spiegel Online schreibt über drei wichtige Punkte des Origin-Lizenzvertrags, die EA fragwürdige Rechte übertragen.

1. "Per Installation der Origin-Software stimmt der Nutzer zu, dass die Anwendung 'automatisch Lizenzrechte für einige oder alle EA-Produkte prüfen kann, ohne dich separat darüber zu benachrichtigen'.

2. Außerdem sehen die Bedingungen vor, dass EA per Software Informationen über 'Computer, Hardware, Medien, Software' die 'Nutzung der Anwendung' benutzen kann, um 'Lizenzrechte zu prüfen und die Anwendung zu aktualisieren'.

3. EA erlaubt sich und 'seinen Partnern' [...] das 'Sammeln, Nutzen, Speichern und Übertragen von technischen und verwandten Informationen' von den überwachten Computern. Konkret sind das unter anderem: IP-Adressen, Nutzungsdaten, Softwareausstattung, Software-Nutzung und vorhandene Hardware-Peripherie. Die Informationen darf EA laut Nutzungsbedingungen auch zu 'Marketingzwecken' nutzen."

Damit öffnet der Battlefield 3-Spieler Origin Tür und Tor zum eigenen Rechner. Einerseits zum Check weiterer installierter EA-Spiele und andererseits zum Sammeln von Informationen zum verwendeten PC samt dessen Nutzung. Juristen sehen darin klare Verstöße gegen geltende Rechte in Deutschland. Im Auftrag unserer Kollegen von Gamestar hat der Anwalt Thomas Schwenke in einer Analyse der EULA folgendes Fazit gezogen.

"Die Nutzungsbedingungen und der Endbenutzer-Lizenzvertrag von Origin sowie die Datenschutz-Richtlinien von Electronic Arts enthalten umfangreiche Verstöße gegen Verbraucher- und Datenschutzrechte. EA nimmt sich über die Nutzungsbedingungen das Recht heraus, einen umfangreichen Kopierschutz einzuführen, der in seiner Wirkung einer Spyware gleich kommt."

Laut spiegel.de teile der Richter Thomas Hören (Professor für IT- und Medienrecht) diese Ansicht. Die Origin-Nutzungsvereinbarungen seien "null und nichtig" und 1:1 vom englischen Original ins Deutsche übersetzt: für Hoeren "eine Unverschämtheit. Ein Unternehmen kann nicht per Vertrag mit den Kunden Gesetze aushebeln, die in dem Staat gelten, in denen die Kunden leben." Unter vielen Spielern sorgt dieser Umstand für Unruhen und hitzige Diskussionen, wie im Kommentarthread zur Origin-Meldung auf pcgames.de umfangreich nachzulesen ist. Electronic Arts hat sich bisher weder gegenüber Spiegel Online noch gegenüber PC Games geäußert beziehungsweise äußern wollen.

Dass ein entsprechendes Statement nur noch eine Frage der Zeit ist, scheint hingegen sicher. Hierzulande regen Datenschützer bereits erste Maßnahmen an. Datenschutzbeauftragte in Nordrhein-Westfalen bereiten einen Fragenkatalog für EA vor, der kommende Woche dem deutschen EA-Firmensitz in Köln vorgelegt werden soll. Der Katalog soll Fragen stellen wie etwa: welche Daten erhoben und wo diese gespeichert würden. Einen Rat hält Hoeren für Spieler und potenzielle Battlefield 3-Käufer bereit: Sie sollten sich an Verbraucherzentralen wenden und diese auf die Nutzungsbedingungen hinweisen. Verbraucherzentralen besäßen das Recht, Firmen wegen entsprechender Verstöße abzumahnen. Wir halten euch über das Thema Battlefield 3 und Origin natürlich weiter auf dem Laufenden.

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Online-Redakteur
Moderation
31.10.2011 19:11 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Benutzer
Bewertung: 0
08.11.2011 17:18 Uhr
So, jetzt mal von mir etwas interessantes zu dem Thema.

Das, was jetzt kommt ist aus dem offiziellen EA Forum von FIFA 12.

Folgender Link wurde von einem dortigen EA-Moderator gepostet: (die Seite kannte ich auch noch nicht)

[URL="http://help.ea.com/de/article/ich-habe-eine-frage-zu-origin"]Ich habe eine…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
08.11.2011 16:51 Uhr
1. Definition Spyware: Als Spyware [...] wird üblicherweise Software bezeichnet, die Daten eines PC-User ohne dessen Wissen oder Zustimmung an den Hersteller der Software (Call Home) oder an Dritte sendet.

Somit handelt es sich letztendlich "nur" um ein Programm was quasi das selbe wie eine Spyware macht…
Benutzer
Bewertung: 0
06.11.2011 22:13 Uhr
Zitat: (Original von Peter23;9379157)
Dann musst du dir ein neues Hobby suchen, das wird nie wieder passieren,


davon ist allerdings auszugehen
und selbst Origin wird nicht verschwinden, im Gegenteil, es ist sogar stark anzunehmen, das EA das verwirklichen wird, was sie schon vor längerem angekündigt haben,…

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