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  • BATTLEFIELD 1942

    Ein völlig neues Multiplayer-Erlebnis.

    Luftwaffe, Marine und Heer einträchtig auf einem Bild versammelt.
    Luftwaffe, Marine und Heer einträchtig auf einem Bild versammelt.

    Nicht Waffen gewinnen die Schlachten in Battlefield 1942, sondern Teamgeist. Der Taktik-Shooter setzt voll auf Multiplayer-Teamwork. Zwei Mannschaften, Achsenmächte und Alliierte, stehen sich auf 16 geschichtsträchtigen Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs gegenüber, vom ägyptischen El Alamein über den Guadalcanal im Pazifik bis nach Berlin. Dort toben sich bis zu 64 Freizeitsoldaten entweder in Deathmatches oder Capture-the-Flag-Partien aus oder stürzen sich in einen virtuellen Eroberungsfeldzug. Der "Conquest" getaufte Spielmodus ist das Filetstück der Online-Ballerei. Wer sich in Unreal Tournament 2003 an den Domination-Levels versucht hat, kennt das Prinzip. Jede Partei muss ihre eigenen Stützpunkte beschützen und gleichzeitig versuchen, die gegnerischen zu erobern. Der Kampf tobt so lange, bis entweder eine Partei die gesamte Arena kontrolliert oder all ihre "Tickets" verliert. So lange dieses Konto gefüllt ist, werden Spieler nach einer kurzen Auszeit wiedergeboren, wenn sie auf dem Feld der Frags eine Kugel oder einer Granate erwischt. Jeder Verlust kostet Punkte. Erobert die gegnerische Fraktion zu viele Festungen, nähert sich das Guthaben rapide dem Nullpunkt.
    Zu Beginn jeder Schlacht suchen Sie sich eine von fünf Spielerklassen aus: Sanitäter, Sturmtruppler, Pionier, Aufklärer oder Panzerfaustschütze. Jeder schleppt seine eigene Ausrüstung und seine eigenen Pflichten mit sich herum. Der Sani beispielsweise ist als Einziger in der Lage Verwundete zu heilen, gewinnt aber in Feuergefechten mit seiner schwachbrüstigen Maschinenpistole keinen Blumentopf. Der Kundschafter hat mit seinem Scharfschützengewehr schon bessere Karten, soll aber vor allem mit seinem Fernglas der Artillerie Ziele zuweisen. Sie sind nicht nur in gewohnter Ego-Shooter-Manier zu Fuß unterwegs. Was Battlefield 1942 von UT 2003 und Kollegen abhebt, sind die Fahrzeuge. Ganze 34 Vehikel, vom T-34-Panzer bis hin zum ausgewachsenen Flugzeugträger, warten auf Kommandanten.
    Egal, ob Sie als Pionier oder Medizinmann unterwegs sind, Sie können sich jederzeit hinters Steuer klemmen oder eines der zahlreichen Geschütze besetzen. An Bord eines Schlachtschiffs warten beispielsweise neben den Hauptgeschützen eine Reihe Flugabwehrkanonen auf Bedienmannschaften, jeder B-17-Pilot freut sich über einen zielsicheren Heckschützen. Dabei müssen Sie kein Simulationsveteran sein, um mit einem amerikanischen Sherman Tank durchs Feld zu pflügen. Die Entwickler haben Action vor Realismus gestellt, einen Jeep zu lenken ist beinahe so einfach wie auf Schusters Rappen durch die Schützengräben zu traben. Lediglich die Luftwaffe fordert erfahrene Käptns - über den Wolken leistet ein tauglicher Flightstick einfach bessere Dienste als die übliche WASD-Tastatursteuerung. Auch die Waffen unterliegen eher den Regeln der Hollywoodphysik als der realen Welt. Eine Walther-Pistole trifft auch auf 200 Meter Entfernung noch ins Schwarze. Vorausgesetzt, Sie zielen gut. Mit verkrampftem Abzugsfinger ballern Sie bestenfalls die Umrisse Ihres Ziels in die Luft, egal, ob Sie nun einen MG-Stand bedienen oder mit dem Sturmgewehr auf die Pirsch gehen. Noch ein paar Gläser mehr Zielwasser müssen Sie trinken, wenn Sie als Panzerschütze oder im Geschützturm eines Zerstörers mit den großkalibrigen ballistischen Waffen schießen. Die Projektile rasen in hohem Bogen auf ihre Opfer zu, ähnlich wie bei der Flak-Cannon in Unreal Tournament 2003.
    Am besten üben Sie das vor Ihrem ersten Online-Einsatz in der Solo-Kampagne. Die schickt Sie der Reihe nach auf Seiten der Sowjets, Deutschen, Amerikaner, Japaner und Briten durch alle 16 Schlachten. Zwar motiviert Battlefield 1942 nicht mit Zwischensequenzen oder einem Ligamodus wie UT 2003. Auch sind die Bots, die in dem Offline-Feldzug die echten Internetkrieger ersetzen, nicht gerade die Hellsten. Aber Sie lernen die Karten kennen, und das ist die halbe Miete für einen erfolgreichen Hobby-Soldaten. Denn die Maps unterscheiden sich sowohl optisch als auch spielerisch stark voneinander. Battleaxe beispielsweise ist ein sehr kompaktes Wüstenschlachtfeld, im Prinzip eine Arena umsäumt von Sanddünen und durchteilt von Stacheldrahtsperren und Bunkern. Auf der weiten, offenen Steppe nahe Tobruk können sich Panzer dagegen so richtig austoben, wer hier zu Fuß gehen muss, sollte die virtuelle Blasensalbe nicht vergessen. Manchmal ist das Kräfteverhältnis ausgeglichen. Etwa in der Operation Market Garden (Die Brücke von Arnheim), wo sich der Ausgang der Schlacht in der Mitte des Spielfelds entscheidet. Ein andermal hält eine Seite sämtliche Stellungen besetzt, während die Gegnerfraktion alles daran setzt, den Verteidigern ihre Festungen binnen eine knappen Zeitlimits abzujagen. Iwo Jima ist so ein Fall: Die japanische Armee hat sich auf der Insel eingegraben, die angreifenden US Marines bringen dafür die dickeren Wummen in Form eines Schlachtkreuzers mit.
    Ortskundige haben noch weitere Vorteile. Es kann Digi-Leben retten, den Weg zum nächsten Arzneischrank oder zur nächsten Munitionskiste zu kennen. Ebenfalls nicht unwichtig ist es zu wissen, wo wann welcher Nachschub ankommt. Abgeschossene Flieger, versenkte Boote und geknackte Panzer werden in regelmäßigen Abständen an den Stützpunkten ersetzt. Wer dann nicht in der Nähe ist, geht bis zur nächsten Verstärkung leer aus. Das macht offensive Taktiken gleich doppelt so wichtig, denn eroberte Flaggen bringen nicht nur Punkte, sondern sind oft auch der einzige Zugang zu besserer Ausrüstung. Ist die Stellung in sowjetischer Hand, spawnt ein T-34 auf dem Schlachtfeld, kontrollieren die Deutschen das Areal, steht an der Stelle demnächst ein Tiger-Panzer. Sie können übrigens durchaus als Brite einen deutschen Kübelwagen fahren oder als Amerikaner einen japanischen Torpedobomber fliegen. Nicht, dass es einen großen Unterschied machen würde - abgesehen von dem riesigen B-17-Bomber hat jedes Vehikel eine (fast) gleichwertige Entsprechung auf der Gegenseite.
    So leicht der Einstieg versierten Actionfans auch fällt, so schwer ist es doch, die Gefechte zu koordinieren. Zwar können alle Mitspieler über ein umfangreiches Funkmenü Meldungen absetzen, etwa vor Scharfschützen warnen oder zum Sturm auf die feindliche Basis blasen. In der Praxis bricht aber auf offenen Servern im Internet regelmäßig Chaos aus. Da prescht die halbe Mannschaft an die Front, ohne die eigenen Flaggen zu verteidigen, ein paar balgen sich um einen Platz im Panzer, andere beharken mit der Artillerie die eigenen Leute. Hier hätte Digital Illusions gut daran getan, beispielsweise einen Anführer zu ernennen, der etwa auf einer Übersichtskarte Ziele vorgeben kann, ähnlich wie in Tribes 2. Wenn ein Team aber eingespielt ist und sich optimalerweise über Headsets absprechen kann, werden Online-Partien zu absoluten Krimis.
    Technisch gibt's an Battlefield 1942 wenig zu meckern. Gut, im direkten Vergleich mit UT 2003 zieht die Grafik den Kürzeren, einem Counter-Strike sind die toll animierten Soldaten, die detaillierten Fahrzeuge und nicht zuletzt die weiten Schlachtfelder aber meilenweit voraus. Allerdings sollten Sie schon High-End-Hardware unter der Rechnerhaube haben, wenn Sie die ganze Pracht in Auflösungen oberhalb der 1.024er-Grenze genießen wollen . Besonders die KI-Soldaten verbrauchen eine Menge Rechenpower. Wie viel CPU-Zeit die Pappkameraden spendiert bekommen, lässt sich netterweise regeln. Einzig der Netcode könnte noch etwas Tuning vertragen; erst mit einem ISDN- oder DSL-Anschluss werden Sie an Battlefield 1942 so richtig Freude haben.

    Battlefield 1942 (PC)

    Spielspaß-Wertung
    87 %
    Leserwertung
    (0 Stimmen):
    -
  • Battlefield 1942

    Battlefield 1942

    Plattform
    PC
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Digital Illusions
    Release
    19.09.2002
  • Print / Abo
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