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  • Batman: The Telltale Series: Update mit Episode 2 im Test Updated
    Quelle: PC Games

    Batman: The Telltale Series im Review: Dunkler Ritter im Episodenformat - düster, spannend und voller Entscheidungen

    Batman geht in Serie: Telltale widmet dem Dunklen Ritter ein brandneues Adventure, das - ganz im Stil von The Walking Dead - auf starke Charaktere, Dialoge und knifflige Entscheidungen setzt. Im Test überprüfen wir, ob der Serienstart gelungen ist. Update: Wir haben unser Review um die zweite Episode erweitert.

    Batman vs. Catwoman - die ersten Spielminuten sind packend inszeniert. Batman vs. Catwoman: Schon die ersten Spielminuten sind packend und stimmungsvoll inszeniert. Quelle: PC Games

    Comic-Legende, Kino-Ikone, TV-Kult und natürlich Held zahlreicher Videospiele - es scheint, als habe Batman schon sämtliche Stationen durchlaufen. Allenfalls ein Adventure fehlte noch im Lebenslauf! Doch dank Telltale ist nun auch diese Lücke gefüllt: Die Schöpfer von The Walking Dead bereiten dem Dunklen Ritter mit ihrem Episoden-Abenteuer Batman: The Telltale Series einen gelungenen Neuanfang. Trotz vertrauter Elemente erzählen sie eine frische Story, die Bruce Waynes zermürbenden Kampf gegen die Korruption in Gotham City in den Mittelpunkt rückt. Im Test der ersten Episode "Reich der Schatten" prüfen wir, ob Telltale damit der großen Vorlage gerecht werden kann.

    Batman: The Telltale Series im Test - Stark inszeniert, aber mehr Film als Spiel

          

    Reich der Schatten beginnt mit einem brutalen Überfall auf das Rathaus von Gotham City. Batman eilt zur Stelle, schleicht und kämpft sich geschickt durch die Gegnerreihen, schaltet mit raffinierten Tricks einen Gauner nach dem nächsten aus. Telltale inszeniert diese Eröffnungsminuten als eine furios geschnittene Actionsequenz, in der wir kaum mehr zu tun haben, als hin und wieder eine bestimmte Taste zu drücken. Obendrein sind diese Abschnitte sehr verzeihend: Selbst wenn wir mal ein paar Eingaben vermasseln, läuft der Actionfilm in den meisten Fällen ungehindert weiter.

    Spielerisch zeigt sich der neue Batman im Review also hauchdünn, doch dafür hat ihn Telltale prima in Szene gesetzt: Interessante Perspektiven, schnelle Schnitte und packende Musikuntermalung machen die brutale Action sehenswert - nach visuellen Schlappen wie zuletzt Game of Thrones scheint Telltale diesmal endlich ein Schritt nach vorne zu gelingen. Auch wenn die Inszenierungsqualität natürlich nie an Technikbomben wie Rocksteadys Arkham-Reihe heranreicht.

    02:04
    Batman: Erster Trailer zum neuen Telltale-Adventure

    Batman: The Telltale Series im Test - Gestatten: Bruce Wayne

          

    Das spannende Intro hat aber noch mehr zu bieten: Batman trifft hier auch zum ersten Mal auf Selina Kyle aka Catwoman. Spätestens da wird klar: Telltale porträtiert diesmal einen jüngeren Batman, dem viele Begegnungen noch bevorstehen. Von Joker, Riddler oder Robin fehlt beispielweise noch jede Spur, lediglich der junge Pinguin hat einen höchst ungewöhnlichen Auftritt. Dafür rückt eine andere Figur ins Rampenlicht: Harvey Dent, hier noch vor seiner Verwandlung zum Superschurken Two Face. Harvey will sich zum Bürgermeister wählen lassen und setzt dabei auf die Hilfe von Bruce Wayne, der seinen Wahlkampf mit allen Mitteln unterstützt.

    Vicki Vale, Bruce Wayne, Harvey Dent und Alfred - Telltale setzt auf vertraute Gesichter. Vicki Vale, Bruce Wayne, Harvey Dent und Alfred - Telltale setzt für sein erstes Batman-Abenteuer auf vertraute Gesichter. Quelle: PC Games Und so nehmen die Dialoge zwischen Bruce und Harvey, in denen sie sich über Gothams Zukunft und das schmutzige Geschäft des Wahlkampfs unterhalten, einen großen Teil der zweistündigen Spielzeit ein. Das Gleiche gilt für die Gespräche zwischen Bruce und seinem Butler Alfred, der seinem Schützling immer wieder ins Gewissen redet. Für Batman-Kenner halten diese Momente zwar wenig Neues bereit, doch immerhin liefert Telltale ordentlichen Fan-Service ab. Wer sich aber einen sanften Einstieg in das Batman-Universum erhofft, hat das falsche Spiel gekauft: Telltale liefert die nötigen Hintergrundinfos nur in Form knapper Text-Einträge, ausführliche Erklärungen im Spiel selbst gibt es nicht.

    Batman: The Telltale Series im Test - Spannende Entscheidungen

          

    Der Name Telltale steht für glaubhafte Charaktere, interessante Dialoge und spannende Konflikte. Und auch Batman enttäuscht in dieser Hinsicht nicht: Die Dialoge sind vollgepackt mit großen und kleinen Entscheidungen, die wir meist unter Zeitdruck treffen: Reichen wir dem Gangsterboss Falcone öffentlich die Hand und riskieren, dadurch in die Schlagzeilen zu geraten? Spielen wir der Reporterin Vicki Vale brandheiße Informationen zu oder vertrauen wir lieber auf den routinierten Commissioner Gordon? Foltern wir auf brutale Weise Informationen aus einem Gauner heraus und nehmen in Kauf, dass unser Ruf darunter leidet? Das alles ist spannend geschrieben und gut in Szene gesetzt - wie bei allen Telltale-Spielen muss sich aber erst noch zeigen, ob und wie stark sich diese Entscheidungen auf den späteren Handlungsverlauf auswirken.
    Viele Entscheidungen sind spannend und bieten großes erzählerisches Potential für künftige Episoden! Viele Entscheidungen sind spannend und bieten großes erzählerisches Potential für künftige Episoden! Quelle: PC Games

    Batman: The Telltale Series im Test - Öde Detektivarbeit

          

    Eines der sehr seltenen, kinderleichten Puzzles: Wir verknüpfen Hotspots an einem Tatort. Eines der sehr seltenen, kinderleichten Puzzles: Wir verknüpfen Hotspots an einem Tatort. Quelle: PC Games Abseits der Actionszenen und langen Dialoge hat Telltales Batman leider nur wenig zu bieten: Es gibt nur eine Handvoll winziger Locations, in denen wir Bruce Wayne per Point-and-Click-Steuerung ein paar Schritte umherlenken dürfen. Wer sich auf Erkundungsmärsche durch den Batcave oder Wayne Manor gefreut hat, wird enttäuscht. Auch die wenigen Rätsel bieten null Anspruch: Batman untersucht einen Tatort voll übel zugerichteter Leichen, wichtige Hotspots werden dabei mit einem Symbol markiert. Die muss man dann nur noch miteinander verbinden, um den Tathergang zu bestimmen. Das mag atmosphärisch sein, doch spielerisch geht diesen Abschnitten viel zu schnell die Puste aus. Warum scheut sich Telltale nur so davor, auch mal ein paar handfeste Puzzles einzubauen?

    Batman: The Telltale Series im Test - Unnötiger Multiplayer

          

    Ungewöhnlich: Batman bietet als erstes Telltale-Adventure überhaupt eine Art lokalen Mehrspielermodus. Bei Spielstart können wir das sogenannte "Crowd Play"-Feature aktivieren, dann wird ein Code errechnet, den bis zu vier andere Spieler auf ihren Smartphones, Tablets oder Notebooks eingeben müssen. Damit sind sie in der Lage, bei sämtlichen Dialogentscheidungen mitzubestimmen und so den Storyverlauf mitzugestalten. In der Praxis funktioniert das Konzept zwar, doch Spaß hat uns diese Art des Zusammenspielens nicht gemacht - schon allein weil viele Dialogentscheidungen unter großem Zeitdruck getroffen werden müssen, was sorgfältige Überlegungen oft nahezu unmöglich macht.

    Wie genau das Mehrspieler-Feature funktioniert, zeigen wir euch in folgendem Video.

    09:38
    Batman Telltale Series: CrowdPlay-Feature ausprobiert und Episode 1 angespielt

    Batman: The Telltale Series im Test - Gute Sprecher, klasse Musik

          

    Zwar lassen sich deutsche Untertitel auswählen, doch die Sprachausgabe bleibt komplett auf Englisch. Gut so! Immerhin hat Telltale motivierte Sprecher ins Tonstudio geschickt, allen voran Troy Baker als Batman, der vielen Spielern noch aus Bioshock Infinite oder The Last of in toller Erinnerung geblieben ist. Hinzu kommt ein stimmungsvoller Soundtrack aus der Feder von Telltales Haus- und Hofkomponist Jared Emerson-Johnson, der besonders in den Batman-Abschnitten für tolle Atmosphäre sorgt.

    Batman: The Telltale Series im Test - Problematisch: Die Technik auf PC und PS4

          

    Nur wer mehrere Quicktime-Eingaben vermasselt, stirbt den Bildschirmtod. Ein paar Fehltritte kann man sich locker erlauben. Nur wer mehrere Quicktime-Eingaben vermasselt, stirbt den Bildschirmtod. Ein paar Fehltritte kann man sich locker erlauben. Quelle: PC Games Für Batman hat Telltale seine hauseigene Engine ein gutes Stück aufgebohrt, damit sieht das Spiel deutlich hübscher aus als etwa The Walking Dead oder Game of Thrones. Durch einen Grafikfilter, der allen Figuren schwarze Konturen und einen comichaften Anstrich verleiht, fällt der geringe Detailgrad außerdem kaum auf. Unschön sind allerdings die steifen Charakteranimationen und die spürbaren Verzögerungen bei schnellen Perspektivwechseln. Selbst in Actionszenen tut sich Telltales Engine manchmal schwer, flotte Schnitte ohne ein kurzes Stottern umzusetzen - und das schadet der Atmosphäre.

    Auf PS4 neigt das Spiel zu Kantenflimmern, außerdem bricht die Framerate in manchen Szenen immer wieder leicht ein - das ist zwar nicht schlimm, erscheint angesichts der gebotenen Optik aber auch unnötig. Einmal während unserer zweistündigen Spielzeit stürzte das Spiel außerdem ab.

    Der Großteil der ersten Batman-Episode ähnelt mehr einem interaktiven Film. Der Großteil der ersten Batman-Episode ähnelt mehr einem interaktiven Film als einem Spiel. Quelle: PC Games Die PC-Version zeigt ein gemischtes Bild: Manche Spieler klagen über Darstellungsfehler, miese Frameraten, Startprobleme oder über einen Bug, der ein Verlassen des Codex-Menüs unmöglich macht. Wir probierten das Spiel auf fünf verschiedenen PCs aus - nur auf einem sorgte eine Direct-X-Fehlermeldung für Ärger. Auf den vier anderen Rechnern tauchen die Fehler dagegen überhaupt nicht auf, das Spiel lief bis auf ein paar harmlose Performanceeinbrüche anstandslos. Daher werten wir die PC-Version zwar nicht ab, weisen aber deutlich darauf hin, dass die Fehler auf manchen Konfigurationen auftreten können. Immerhin: Telltale hat einen Tag nach Release schon einen ersten Patch veröffentlicht, der zwar manche, aber längst nicht alle Probleme löst. Es wird also noch ein paar Updates dauern, bis das Spiel rund läuft - bis dahin sollten sich PC-Spieler den Kauf gut überlegen!

    Batman: The Telltale Series im Test - Wertung der ersten Episode und Fazit

          

    Unsere Wertung bezieht sich vorläufig nur auf die erste Episode von Telltales neuem Episoden-Adventure. Sobald die restlichen Folgen erhältlich sind, betrachten wir noch einmal das komplette Serien-Abenteuer und vergeben eine Gesamtwertung.

    Batman: The Telltale Series (PC)

    Spielspaß
    80 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Batman: The Telltale Series (PS4)

    Spielspaß
    80 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr gelungener Story-Auftakt, der neugierig auf künftige Episoden macht
    Atmosphärische Batman-Abschnitte
    Interessante Entscheidungen
    Gute Sprecher, stimmungsvoller Soundtrack
    Rasant inszenierte Actionsequenzen
    Deutsche Untertitel
    Gutes Ende der ersten Episode
    Praktisch nix zu entdecken
    Anspruchslose Mini-Rätsel
    Überflüssiger Mehrspielermodus (optional)
    PC-Version macht auf manchen Rechnern Probleme
    Kantenflimmern auf PS4
    Gesichtsanimationen wirken veraltet
    Wenig Interaktion

    • Es gibt 11 Kommentare zum Artikel

      • Von Etheldis
        Ich empfand die Detektivarbeit als eine gelungene Abwechslung - noch nicht anspruchsvoll genug, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Der Drohnenflug hat mir ebenfalls gefallen, auch daraus könnte Telltale sicher mehr machen.

        Technische Probleme hatte ich auf meiner PS4 keine - zumindest keine, die mir aufgefallen wären. Die Story hat mich von Anfang an gefesselt und der Fan-Service, hach ... Sogar Renee war dabei. <3
      • Von RXDDELUXE Neuer Benutzer
        Klingt doch super. Ein "Spiel-Film". Was anderes waren auch die anderen Telltale-Spiele nicht. Und das ist gut so. Manchmal braucht man ein Dark Souls, manchmal einen interaktiven Film.

        Was mich bei dieser Serie (ähnlich wie bei GOT) etwas zweifeln lässt: Die Batman-Story ist bereits geschrieben und…
      • Von Rabowke Klugscheißer
        Die Telltale Spiele sind eben keine Open-World Spiele sondern eher 'story driven'.

        Dürfte nicht jedem gefallen, aber es wird zum einen gut kommuniziert, d.h. Telltale Games erzählt hier nix vom Pferd, und zum anderen wird es gut umgesetzt.
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Batman: The Telltale Series
Batman: The Telltale Series im Review: Dunkler Ritter im Episodenformat - düster, spannend und voller Entscheidungen
Batman geht in Serie: Telltale widmet dem Dunklen Ritter ein brandneues Adventure, das - ganz im Stil von The Walking Dead - auf starke Charaktere, Dialoge und knifflige Entscheidungen setzt. Im Test überprüfen wir, ob der Serienstart gelungen ist. Update: Wir haben unser Review um die zweite Episode erweitert.
http://www.pcgames.de/Batman-The-Telltale-Series-Spiel-56398/Tests/Review-Episode-Season-Pass-1203613/
22.09.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/09/Batman-PCGames-Episode2-Review-Test-037__X-pc-games_b2teaser_169.jpg
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